Airbus A220-300 (Foto: Air Baltic).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Air Baltic verzeichnet Rekordumsatz bei reduziertem Nettoverlust

Werbung

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und dabei einen historischen Höchstwert beim Umsatz erzielt. Mit 779,3 Millionen Euro stiegen die Erlöse um 4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Auch bei den Passagierzahlen im eigenen Streckennetz konnte mit 5,2 Millionen Reisenden ein neuer Bestwert markiert werden, während die Gesamtzahl der beförderten Passagiere inklusive des Charter- und ACMI-Geschäfts auf 8,7 Millionen anstieg. Trotz eines schwierigen ersten Halbjahres gelang es dem Unternehmen, den Nettoverlust signifikant von 118,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 44,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum zu senken.

Das operative Ergebnis wurde maßgeblich durch branchenweite Herausforderungen bei der Triebwerkswartung beeinflusst. Verzögerungen in den Werkstätten führten zu einer eingeschränkten Flugzeugverfügbarkeit, worauf Air Baltic mit der Anmietung externer Kapazitäten (Wet-Lease) reagierte. Diese notwendigen Anpassungen sowie allgemein gestiegene Betriebskosten drückten das bereinigte EBITDAR auf 143,9 Millionen Euro, was einer Marge von 18,5 % entspricht. Dennoch profitierte die Airline in der zweiten Jahreshälfte von einer disziplinierten Preisstrategie und einer anziehenden Nachfrage in den Kernmärkten des Baltikums. Positive Währungseffekte durch die Neubewertung von US-Dollar-Verbindlichkeiten trugen zusätzlich zur Ergebnisverbesserung bei.

Ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie blieb 2025 der Ausbau des ACMI-Geschäfts (Aircraft, Crew, Maintenance and Insurance). Die Anzahl der Flüge für andere Fluggesellschaften stieg um 15 % auf insgesamt 30.100 Einsätze. Mit einer Flotte von mittlerweile 51 Airbus A220-300 festigte Air Baltic seine Position als weltweit größter Betreiber dieses Typs. Parallel dazu investierte die Gesellschaft massiv in die Infrastruktur am Standort Riga: Die Inbetriebnahme des neuen „Baltic Cargo Hub“ sowie die Erweiterung der Wartungskapazitäten und der Pilotenausbildung durch einen zusätzlichen Flugsimulator sollen die operative Unabhängigkeit und Effizienz langfristig sichern.

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert das Management eine weitere Stabilisierung der finanziellen Lage. Grundlage hierfür ist die erwartete Verbesserung der Flottenverfügbarkeit und der kontinuierliche Zulauf weiterer Flugzeuge. Durch technologische Neuerungen, wie die Implementierung der Starlink-Internetverbindung an Bord, und den Ausbau des Streckennetzes auf über 130 Verbindungen will Air Baltic seine Marktführerschaft in Nordeuropa behaupten. Die fortschreitende Integration in globale Luftfahrtstrukturen durch mehr als 20 Code-Share-Partner bildet dabei das Fundament für die angestrebte Rückkehr in die Gewinnzone.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung