Airbus A220-300 (Foto: Air Baltic).
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Air Baltic weitet Flugangebot ab den baltischen Staaten aus

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Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat für die Sommersaison 2026 eine umfassende Expansion ihres Streckennetzes angekündigt. Das Unternehmen plant, die Flugfrequenzen auf insgesamt 31 bestehenden Routen deutlich zu erhöhen und zehn neue Destinationen in den Flugplan aufzunehmen. Der Schwerpunkt der Kapazitätsausweitung liegt auf dem Heimatdrehkreuz Riga, wo 20 Strecken verstärkt werden, ergänzt durch sieben Anpassungen ab Vilnius und vier ab Tallinn. Diese Maßnahme führt zu einer erheblichen Steigerung der Sitzplatzkapazität: In Riga wächst das Angebot um 12 Prozent, in Tallinn um 11 Prozent und in Litauen sogar um 21 Prozent, was insgesamt über 640.000 zusätzliche Sitzplätze für den Sommerzeitraum bedeutet.

Besonders für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum ergeben sich verbesserte Verbindungen. Die Frequenzen auf den Strecken von Riga nach Berlin, Hamburg, München und Zürich werden ebenso aufgestockt wie die Verbindungen von Tallinn nach München und Wien sowie von Vilnius nach München. Zusätzlich werden neue Direktflüge eingeführt, darunter Tallinn–Wien, Tallinn–Hamburg und Vilnius–Zürich. Neben der Erhöhung der Schlagzahl auf Kernrouten nimmt die Airline den Flugbetrieb zu Zielen wie Warschau, Istanbul, Antalya und Göteborg auf. Auch die Wiederaufnahme strategischer Routen nach Aberdeen, Belgrad und Jerewan ist fester Bestandteil der Planung für 2026, um die Konnektivität zwischen dem Baltikum und dem restlichen Europa sowie dem Kaukasus zu stärken.

Hintergrund dieser Wachstumsstrategie ist die konsequente Modernisierung der Flotte, die mittlerweile ausschließlich aus dem Flugzeugtyp Airbus A220-300 besteht. Mit derzeit 51 aktiven Maschinen dieses Typs betreibt Air Baltic eine der jüngsten Flotten auf dem europäischen Kontinent. Technisch setzt die Airline zudem auf eine verbesserte Bordausstattung; so wird die gesamte Flotte sukzessive mit dem satellitengestützten Hochgeschwindigkeits-Internet von SpaceX Starlink ausgerüstet. Die Fluggesellschaft festigt damit ihre Position als Marktführer in der Region und reagiert auf die steigende Nachfrage sowohl im Geschäftsreise- als auch im Freizeitsegment, wobei an dem Zwei-Klassen-Modell aus Business und Economy Class festgehalten wird.

Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Expansion ist für die baltischen Staaten beachtlich, da Air Baltic als wichtiger Infrastrukturdienstleister fungiert und die Region an über 80 globale Ziele anbindet. Durch die optimierten Flugpläne, die etwa zwischen Riga und Tallinn bis zu 35 wöchentliche Verbindungen vorsehen, werden Umsteigezeiten verkürzt und die Flexibilität für Passagiere erhöht. Experten werten diesen Schritt als deutliches Signal für die weitere Konsolidierung der Fluggesellschaft auf dem europäischen Markt, unterstützt durch strategische Partnerschaften und eine effiziente Flottensteuerung, die auf die hohe Reichweite und Kapazität des Airbus A220 abgestimmt ist.

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