Embraer 195 (Foto: Jan Gruber).
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Air Dolomiti auf Expansionskurs: Regionalflieger stärkt Schlüsselrolle im Lufthansa-Konzern durch Flottenausbau und Netzwerk-Erweiterung

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Die italienische Regionalfluggesellschaft Air Dolomiti, ein integraler Bestandteil des Lufthansa-Konzerns, blickt auf ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das von deutlichem Wachstum und einer tiefgreifenden Integration in die Konzernstrukturen geprägt war. Die Fluggesellschaft hat ihre Position als strategisch wichtiger Zubringer innerhalb der Lufthansa Group gefestigt, bestehende operationelle Synergien ausgebaut und entscheidende Weichen für die weitere Netzwerkerweiterung gestellt. Ein zentraler Pfeiler dieser Entwicklung ist der ambitionierte Flottenausbau, der die Kapazität und Effizienz des Unternehmens spürbar erhöhen soll.

Die positiven Geschäftszahlen belegen diesen Erfolg: Air Dolomiti erwartet, das Jahr 2025 mit über vier Millionen beförderten Passagieren, mehr als 53.000 durchgeführten Flügen und einem durchschnittlichen Sitzladefaktor von 75 Prozent abzuschließen. Auch die Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit des Betriebs zeigen sich verbessert, unterstützt durch ein auf über 1.100 Mitarbeiter angewachsenes Team.

Umfassender Flottenwechsel: Die Ära der Embraer 195

Die bedeutendste strategische Entwicklung ist die Expansion der operationellen Kapazität durch eine Flottenumstellung. Air Dolomiti hat den Transfer der ersten Embraer 195 von Austrian Airlines abgeschlossen. Das Flugzeug wird in den kommenden Tagen erwartet und soll im März 2026 den Flugbetrieb aufnehmen. Dieser Schritt markiert den offiziellen Beginn eines ehrgeizigen Programms, das bis 2028 laufen wird.

Im Rahmen dieses Programms sollen schrittweise 13 Embraer 195 in die Flotte integriert werden. Diese Flugzeuge werden sukzessive die aktuell neun Embraer 190 ersetzen, welche jeweils 108 Sitzplätze bieten. Die Embraer 195 ist die größere Variante dieses Regionalflugzeugtyps und bietet eine höhere Passagierkapazität (typischerweise um die 116 bis 120 Sitze). Durch diesen Austausch wird die Gesamtflottenstärke von derzeit 26 auf 30 Flugzeuge erhöht, was einen entscheidenden Schritt zur Steigerung der Gesamtkapazität und operativen Effizienz darstellt. Die Vereinheitlichung auf den größeren Flugzeugtyp in der regionalen Mittelstrecke ermöglicht Skaleneffekte bei der Wartung und im Personalmanagement.

Dynamische Netzwerkerweiterung in Europa

Der Expansions- und Wachstumskurs von Air Dolomiti beschränkt sich nicht nur auf die Flotte, sondern umfasst auch eine signifikante Erweiterung des Streckennetzes, insbesondere an den zentralen Drehkreuzen des Lufthansa-Konzerns.

Im Rahmen des Winterflugplans 2025/2026 werden vom Frankfurter Drehkreuz aus 18 Ziele bedient. Darunter befinden sich wichtige neue europäische Destinationen wie Amsterdam, Birmingham, Bordeaux, Basel, Prag und Zürich. Auch das Angebot ab dem Münchner Hub wird ausgebaut, von wo aus 15 Ziele angeflogen werden, darunter drei neue Verbindungen nach Ljubljana, Luxemburg und ebenfalls Zürich. Diese kontinuierliche Erweiterung des Serviceangebots ist darauf ausgelegt, der wachsenden Kundennachfrage und der strategischen Bedeutung der Zubringerflüge für die Langstreckenverbindungen der Lufthansa zu entsprechen.

Vertiefte Integration und Zusammenarbeit mit der Lufthansa Group

Die Rolle von Air Dolomiti innerhalb des Lufthansa-Konzerns wird zunehmend zentral. Die Fluggesellschaft hat ihre Netzwerkaktivitäten ausgeweitet und betreibt nun auch Strecken im Auftrag von Austrian Airlines, dem österreichischen Konzernmitglied. Diese Verbindungen umfassen Flüge zwischen italienischen Flughäfen wie Mailand Linate, Bologna und Venedig sowie europäischen Flughäfen wie Belgrad und Kosice und dem Wiener Drehkreuz von Austrian Airlines.

Diese Entwicklung ist ein konkreter Beweis für die gestärkte Integration und die sich entwickelnde kommerzielle Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns. Durch die Übernahme von Flugleistungen für andere Konzernfluggesellschaften kann die Lufthansa Group ihre regionalen Kapazitäten flexibler steuern, die Auslastung optimieren und somit die Rentabilität der gesamten Gruppe steigern. Air Dolomiti agiert hierbei als effektiver Kapazitätsanbieter mit niedrigeren Betriebskosten, was in der wettbewerbsintensiven Luftfahrtindustrie ein entscheidender Vorteil ist. [Diagram illustrating the hub and spoke system with Frankfurt and Munich as central points]

Wachstum des Personals und Blick in die Zukunft

Das beeindruckende operative Wachstum wird durch eine entsprechende personelle Aufstockung begleitet. Die Fluggesellschaft beschäftigt mittlerweile über 1.100 Mitarbeiter und setzt auf den kontinuierlichen Ausbau des Teams, um die zukünftige Entwicklung und die erweiterte Flotte zu unterstützen. Die Investition in das Personal ist von entscheidender Bedeutung, um die angestrebte Verbesserung der Pünktlichkeit und Betriebsregularität nachhaltig zu sichern.

Steffen Harbarth, CEO von Air Dolomiti, hob die zentrale Rolle des Unternehmens im Konzernnetzwerk hervor: „Während der Wintersaison bedienen wir 50 Destinationen in 75 Ländern von unseren Drehkreuzen in Frankfurt, München und Wien sowie von unseren operativen Basen in Verona, Venedig und Florenz aus. Dieses weitreichende Netzwerk spiegelt die zentrale Rolle des Unternehmens innerhalb der Lufthansa Group wider.“

Air Dolomiti schließt das Jahr 2025 mit einer soliden Basis und einer klaren strategischen Ausrichtung ab: die weitere Stärkung der Position innerhalb der Gruppe, die Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit, die fortlaufende Investition in Flugzeuge und Personal sowie die Fortsetzung des Wachstumskurses. Der Austausch der kleineren Embraer E190 durch die größeren E195 sowie die Ausweitung der Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften sind entscheidende Faktoren, um die Rolle Air Dolomitis als verlässlicher und wachstumsorientierter Regionalpartner der Lufthansa Group weiter auszubauen. Die erwartete Kapazitätssteigerung durch die Flottenmodernisierung wird es Air Dolomiti ermöglichen, die Passagierzahlen in den kommenden Jahren weiter signifikant zu steigern.

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