Airbus A350 (Foto: Air France).
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Air France-KLM: Solides Jahresergebnis trotz Herausforderungen

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Die Air France-KLM Gruppe hat ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht und dabei die Erwartungen übertroffen. Trotz eines herausfordernden Jahres mit steigenden Kosten und operativen Schwierigkeiten konnte der Konzern einen soliden Jahresabschluss präsentieren. Besonders positiv fiel das vierte Quartal aus, in dem ein operativer Gewinn von 396 Millionen Euro erzielt wurde, nahezu doppelt so hoch wie ursprünglich prognostiziert.

Im Gesamtjahr 2024 verzeichnete die Air France-KLM Gruppe einen Umsatzanstieg von 4,8 % auf 31,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 1,6 Milliarden Euro, was einer operativen Marge von 5,1 % entspricht. Diese positive Entwicklung wurde maßgeblich durch eine erhöhte Passagiernachfrage und effektive Kosteneinsparungsmaßnahmen erreicht. Dennoch stieg die Nettoverschuldung des Konzerns auf 7,4 Milliarden Euro, hauptsächlich bedingt durch Investitionen in die Flottenerneuerung und verlängerte Leasingverträge aufgrund von Lieferverzögerungen bei neuen Flugzeugen.

Herausforderungen bei KLM

Während die Gesamtbilanz der Gruppe positiv ausfiel, kämpfte die niederländische Tochtergesellschaft KLM mit spezifischen Herausforderungen. Trotz eines Umsatzwachstums von 5,4 % sank das operative Ergebnis um 234 Millionen Euro, was zu einer operativen Marge von lediglich 3,3 % führte. Ursachen hierfür waren steigende Kosten für Ausrüstung, Personal und Flughafengebühren. KLM-CEO Marjan Rintel äußerte Besorgnis über die begrenzte Flugkapazität und die steigenden Kosten, die die Fähigkeit zur Investition in neue Flugzeuge beeinträchtigen könnten.

Kostensenkungsmaßnahmen bei KLM

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, kündigte KLM im Oktober 2024 ein umfassendes Sparprogramm an, das eine Verbesserung des Betriebsergebnisses um 450 Millionen Euro zum Ziel hat. Geplante Maßnahmen umfassen die Steigerung der Produktivität, die Vereinfachung der Organisationsstruktur, Kostensenkungen und die Verschiebung oder den Aufschub von Investitionen. Trotz dieser Sparmaßnahmen hält KLM an ihrem milliardenschweren Flottenerneuerungsprogramm fest, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Flottenerneuerung und Investitionen

Die Air France-KLM Gruppe setzt ihre Strategie der Flottenerneuerung fort, um Effizienz und Kosteneffektivität zu steigern. Im Jahr 2024 wurden 41 neue Flugzeuge in die Flotte aufgenommen, darunter acht Airbus A350, 19 Flugzeuge der A320neo-Familie, neun A220, vier Embraer E195 und eine Boeing 787-10. Gleichzeitig wurden 18 ältere Flugzeuge, darunter Boeing 737-700/800, Airbus A319, A320 und eine A330, außer Dienst gestellt. Bis Ende 2024 bestand 27 % der Flotte aus Flugzeugen der neuen Generation; bis 2030 soll dieser Anteil auf 80 % steigen.

Ausblick und Marktstrategie

Für das Jahr 2025 plant die Air France-KLM Gruppe eine Kapazitätssteigerung von 4 bis 5 % gegenüber 2024 und rechnet mit einem moderaten Anstieg der Stückkosten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Premiumsegment, insbesondere auf wohlhabenden amerikanischen Touristen, die für ihre hohen Ausgaben in Paris bekannt sind. Air France hat eine aktualisierte First-Class-Kabine eingeführt, wobei ein Hin- und Rückflug von New York nach Paris etwa 24.000 US-Dollar kostet.

Die Gruppe strebt zudem eine weitere Konsolidierung des europäischen Marktes an und zeigt Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP, trotz Konkurrenz durch andere europäische Airlines.

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