Nach einem erfolgreichen Sommer als offizieller Airline-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Paris richtet Air France den Blick auf die bevorstehende Wintersaison.
Mit einem vielfältigen Streckennetz, das 169 Ziele in 73 Ländern umfasst, darunter 85 Langstrecken- und 84 Kurz- und Mittelstreckenziele, stellt die Fluggesellschaft ein umfassendes Angebot für Reisende zur Verfügung. Vom 17. September 2024 an gilt der neue Winterflugplan, der acht neue Strecken und fünf neue Ziele beinhaltet. Die Wintersaison läuft von November 2024 bis März 2025 und verspricht, eine der verkehrsreichsten in der jüngeren Geschichte der Airline zu werden.
Air France verstärkt Langstreckenverbindungen
Im Zentrum der neuen Ankündigungen stehen vor allem die Langstreckenflüge. Air France wird vier neue Langstreckenziele in ihr Streckennetz aufnehmen, die strategisch wichtige Märkte und touristische Hotspots abdecken. Eine der bedeutendsten Neuigkeiten ist die Einführung einer neuen Flugverbindung nach Kilimanjaro, Tansania, die ab dem 18. November 2024 dreimal wöchentlich mit einem Airbus A350-900 bedient wird. Diese Strecke ergänzt die bestehende Route nach Sansibar und macht Kilimanjaro zum 26. afrikanischen Ziel von Air France – ohne die nordafrikanischen Destinationen mitzurechnen.
Eine weitere aufregende Entwicklung ist die Aufnahme von Salvador de Bahia in Brasilien, das ab dem 28. Oktober 2024 ebenfalls dreimal wöchentlich mit Airbus A350-900 angeflogen wird. Damit erweitert Air France seine Präsenz in Brasilien, wo die Fluggesellschaft bereits Ziele wie Rio de Janeiro, São Paulo, Fortaleza und Belém anfliegt. Die Frequenzen nach Rio und Fortaleza werden in der Wintersaison sogar auf bis zu zehn bzw. fünf Flüge pro Woche erhöht. Durch die enge Partnerschaft mit der brasilianischen Fluggesellschaft GOL erhalten Passagiere Anschlussmöglichkeiten zu weiteren 40 Inlandszielen, was Air France zu einem bedeutenden Akteur im brasilianischen Markt macht.
Ein drittes neues Langstreckenziel ist Manila, Philippinen, das ab dem 7. Dezember 2024 mit dreimal wöchentlichen Flügen von Paris bedient wird. Diese Route soll die Nachfrage nach Verbindungen zwischen Europa und Südostasien decken, da Manila sowohl als Geschäfts- als auch als touristisches Ziel zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Ein besonderes Highlight für Reisende in die Tropen ist die Malediven-Route, die zwischen dem 20. Dezember 2024 und dem 5. Januar 2025 für die Hauptferienzeit wieder aufgenommen wird. Diese Strecke wird mit Boeing 777-300ER bedient und richtet sich insbesondere an Urlauber, die den Jahreswechsel in einem der luxuriösesten Inselparadiese der Welt verbringen möchten.
Verstärkung auf der Kurz- und Mittelstrecke
Während Air France ihre Langstreckenangebote massiv ausbaut, wird auch das Kurz- und Mittelstreckennetz weiterentwickelt. Die Fluggesellschaft plant, mehr als 630 Flüge pro Tag anzubieten, wobei Nordeuropa im Fokus steht. Besonders hervorzuheben ist die neue Verbindung nach Kiruna, Schweden, die ab dem 21. Dezember 2024 bis zum 8. März 2025 einmal wöchentlich mit Airbus A319 durchgeführt wird. Kiruna ist bekannt als eines der besten Reiseziele für Polarlicht-Tourismus und bietet Wintersportlern attraktive Möglichkeiten.
Zudem werden einige bereits im Sommer geflogene Strecken während der Wintermonate fortgeführt, darunter die Verbindung nach Tanger, Marokko. Diese Route wird zwischen dem 22. Dezember 2024 und dem 3. Januar 2025 bis zu dreimal wöchentlich angeboten, um den gestiegenen Bedarf in der Ferienzeit zu decken.
Transavia France als wichtige Ergänzung
Die Low-Cost-Tochter Transavia France, die zur Air France-KLM-Gruppe gehört, wird ebenfalls einen wichtigen Teil des Winterflugplans ausmachen. Mit Flügen zu 102 Zielen in 20 Ländern auf 172 Strecken baut Transavia ihre Position als verkehrsreichste Billigfluggesellschaft von und nach Paris aus. Die Konkurrenz zu anderen Low-Cost-Carriern wie easyJet wird in der Wintersaison besonders spürbar sein, zumal easyJet ihre Pariser Basen umbaut.
Wachstum und Strategie im Kontext globaler Luftfahrttrends
Die Entscheidung, den Winterflugplan so stark auszubauen, ist ein klarer Hinweis auf das wachsende Interesse an Langstreckenflügen nach der Erholung der Luftfahrtbranche von der COVID-19-Pandemie. Viele der neuen Ziele spiegeln sowohl touristische als auch wirtschaftliche Interessen wider, insbesondere die Routen nach Brasilien und Südostasien. Der Einsatz von Flugzeugen wie dem Airbus A350-900 und der Boeing 777-300ER auf diesen Strecken zeigt die strategische Ausrichtung von Air France auf moderne, treibstoffeffiziente Jets, die nicht nur umweltfreundlicher sind, sondern auch die Betriebskosten senken.
Mit ihrer starken Präsenz in Afrika und Südamerika sowie der Erweiterung ihres Streckennetzes nach Südostasien positioniert sich Air France als zentrale Fluggesellschaft, die Europa mit wachstumsstarken Märkten verbindet. Diese Erweiterungen sind Teil eines größeren Plans, sich in einem hart umkämpften globalen Markt zu behaupten und gleichzeitig neue Zielgruppen anzusprechen – von Touristen, die nach exotischen Urlaubszielen suchen, bis hin zu Geschäftsreisenden, die zunehmend interkontinentale Verbindungen benötigen.
Der Winterflugplan 2024/2025 von Air France zeigt eine deutliche Erweiterung und Diversifizierung des Angebots. Mit neuen Zielen in Tansania, Brasilien, den Philippinen und Schweden bietet die Fluggesellschaft sowohl Fernreisenden als auch Kurzstreckenpassagieren eine Vielzahl von Optionen. Gleichzeitig stärkt die Partnerschaft mit Transavia France die Position der Gruppe im hart umkämpften Low-Cost-Segment. Diese Entwicklungen sind nicht nur für Air France von strategischer Bedeutung, sondern auch ein starkes Signal für die Luftfahrtbranche insgesamt, die weiterhin auf Erholung und Expansion setzt.