Air Malta kürzt Winterflugplan 2022/23 stark

Airbus A320neo (Foto: Jan Gruber).
Airbus A320neo (Foto: Jan Gruber).

Air Malta kürzt Winterflugplan 2022/23 stark

Airbus A320neo (Foto: Jan Gruber).
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Die Fluggesellschaft Air Malta fährt im Winterflugplan 2022/23 auf vielen Routen die Frequenzen zurück. Davon sind auch Ziele in Deutschland betroffen. Beispielsweise setzt man Berlin temporär aus und die Zukunft der Düsseldorf-Strecke ist gänzlich offen. Selbiges Schicksal droht auch der Genf-Route.

Generell ist die Zukunft der staatlichen Fluggesellschaft offen, denn die Regierung verfolgt Pläne diese gemeinsam mit der Konzernschwester Malta MedAir zu schließen und einen kostengünstigeren Nachfolger auf den Markt zu bringen. Auf den maltesischen Inseln kursiert derzeit das Gerücht, dass der neue Carrier, der auf Assets der Malta MedAir basieren soll, unter dem Namen Air Valletta an den Start gehen könnte.

Weniger Gatwick – mehr Heathrow

Der ursprünglich skizzierte Plan, dass der „harte Schnitt“ bereits Ende Oktober 2022 gesetzt werden könnte, ist zumindest vorläufig vom Tisch. Finanzminister Clyde Caruana sagte zuletzt, dass die Zukunft von Air Malta bis Ende dieses Jahres geklärt sein soll. Dabei hat er aber offen gelassen wie diese genau aussehen wird. Jedenfalls gilt als fix, dass es aufgrund jahrelanger Verluste nicht mehr so weitergehen wird wie bisher.

Air Malta hat zwischenzeitlich umfangreiche Reduktionen des Angebots ins Verkaufssystem eingepflegt. Man fährt auf zahlreichen Routen die Anzahl der wöchentlichen Frequenzen zurück und setzt weitere Strecken zumindest temporär aus. In Richtung Amsterdam halbiert man die Anzahl der wöchentlichen Umläufe auf vier Stück. Catania, das sich auf dem benachbarten Sizilien befindet, wird man nur noch zehnmal statt 14 Mal pro Woche ansteuern.

Während man London-Gatwick um einen Umlauf auf fünf wöchentliche Frequenzen reduziert, erhöht man nach Heathrow von neun auf 14 Umläufe. Auch in Richtung Rom-Fiumicino gibt es eine Aufstockung: Im Winterflugplan 2022/23 wird Air Malta auf dieser Route 12 Mal wöchentlich fliegen. Bislang bietet man neun Rotationen an.

Genf, Prag, Düsseldorf und Berlin fallen weg

Paris-Orly wird von neun auf vier Umläufe zurückgefahren. Lyon wird Air Malta nicht mehr fünfmal wöchentlich, sondern nur noch zweimal anfliegen. Auch die Madrid-Route wird um eine Rotation reduziert. Dieses Ziel steuert man künftig nur noch zweimal wöchentlich an. Brüssel hingegen wird von sechs auf sieben Umläufe erhöht.

Düsseldorf wird man zumindest im Winterflugplan 2022/23 nicht ansteuern. Derzeit ist völlig offen, ob es im Sommerflugplan 2022/23 zu einer Wiederaufnahme kommen wird. Das Ziel ist derzeit nicht für die warme Jahreszeit 2023 buchbar. Ähnlich verhält es sich mit den Berlin-Flügen, denn der Verkauf für Abflugzeitpunkte nach dem 8. Januar 2023 wurde eingestellt. Bis dahin soll zweimal wöchentlich geflogen werden. Air Malta wollte sich zur Zukunft der beiden Deutschland-Strecken nicht äußern. Aus dem Winterflugplan 2022/23 sind auch die Ziele Genf und Prag geflogen. Diese teilen momentan ein mit den Deutschland-Routen vergleichbares Schicksal.

Air Malta hat auf den Strecken nach Wien-Schwechat und Mailand-Linate ebenfalls Reduktionen vorgenommen. Dabei handelt es sich derzeit lediglich um die Herausnahme einzelner Flugfrequenzen in ausgewählten Kalenderwochen. Auf der Zürich-Strecke ist das Gegenteil der Fall, denn diese bekommt in einzelnen Wochen zusätzliche Flüge.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.

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