Embraer 195 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
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Air Montenegro plant Flottenerweiterung um vierten Embraer-Jet

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Die staatliche Fluggesellschaft Air Montenegro treibt den Ausbau ihrer operativen Kapazitäten für das Jahr 2026 voran.

Das Unternehmen befindet sich nach Angaben der Geschäftsführung in weit fortgeschrittenen Verhandlungen über das Leasing einer vierten Maschine des Typs Embraer E195, berichtet Ex-Yu-Aviation.com. Ziel ist es, das zusätzliche Flugzeug spätestens zum Beginn der Hochsommersaison in den regulären Flugbetrieb zu integrieren. Vukadin Stojanović, Vorstandsvorsitzender von Air Montenegro, bestätigte, dass man trotz eines derzeit sehr angespannten Marktes für Gebrauchtflugzeuge kurz vor dem Abschluss eines wirtschaftlich attraktiven Leasingvertrags stehe. Die Erweiterung ist notwendig, um das wachsende Streckennetz ab den Flughäfen Podgorica und Tivat stabil bedienen zu können.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen den strategischen Hintergrund dieser Expansion. Air Montenegro konkurriert in der Adria-Region zunehmend mit internationalen Billigfliegern und regionalen Anbietern um die lukrativen Touristenströme aus Westeuropa. Da der Balkanstaat im Jahr 2026 mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen rechnet, ist die Airline auf zusätzliche Sitzplatzkapazitäten angewiesen, um ihre Marktanteile zu halten. Die Embraer E195 gilt mit rund 116 Sitzplätzen als idealer Flugzeugtyp für die Kurz- und Mittelstreckenrouten der Gesellschaft, da sie eine flexible Anpassung an schwankende Passagierzahlen ermöglicht. Bisher betreibt die Airline eine Kernflotte aus zwei eigenen Embraer-Maschinen sowie zeitweise angemieteten Kapazitäten.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Airline wird maßgeblich von der Effizienz ihrer Flottenstruktur abhängen. Durch die Konzentration auf eine weitgehend einheitliche Embraer-Flotte können Kosten in der Wartung und Pilotenausbildung optimiert werden. Im Rahmen des dreijährigen Strategieplans der montenegrinischen Regierung für den Luftverkehrssektor soll die Nationalairline langfristig auf fünf bis sechs Flugzeuge anwachsen, um die Unabhängigkeit des Landes im Tourismusverkehr zu sichern. Das zusätzliche Leasingobjekt für den Sommer 2026 gilt dabei als wichtiger Zwischenschritt, um die Rentabilität des Unternehmens durch höhere Auslastungswerte in der Spitzenreisezeit zu steigern.

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