Die serbische Nationalairline Air Serbia hat am 22. Mai 2026 den Linienbetrieb auf der traditionsreichen Strecke zwischen Belgrad und München offiziell wieder aufgenommen. Nach einer Unterbrechung von 18 Jahren verbindet die Fluggesellschaft die serbische Hauptstadt nun wieder täglich mit dem bayerischen Luftfahrt-Drehkreuz.
Der Erstflug unter der Nummer JU342 markiert einen wichtigen Meilenstein in der Expansionsstrategie des Unternehmens auf dem deutschen Markt, wo Air Serbia mittlerweile zehn verschiedene Ziele von Belgrad und Niš aus ansteuert. Die Verbindung zielt sowohl auf den Geschäftsreiseverkehr als auch auf den Tourismus ab und stärkt die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und dem Freistaat Bayern.
Um unterschiedliche Passagierbedürfnisse abzudecken, hat die Fluggesellschaft ein zweigeteiltes Flugplanschema implementiert. An vier Tagen der Woche – montags, dienstags, donnerstags und samstags – hebt die Maschine bereits am frühen Morgen um 07:10 Uhr in Belgrad ab, um Rückflüge aus München um 09:30 Uhr zu ermöglichen. Mittwochs, freitags und sonntags verschieben sich die Flugzeiten in den Abendbereich mit einem Start in Belgrad um 17:55 Uhr. Laut Jiří Marek, CEO von Air Serbia, dient diese Taktung nicht nur der Punkt-zu-Punkt-Verbindung, sondern optimiert vor allem die Transfermöglichkeiten am Drehkreuz Belgrad. Passagiere aus München erhalten dadurch Zugang zu zahlreichen Destinationen im Balkanraum sowie zu strategischen Langstreckenzielen wie New York, Shanghai und Guangzhou.
Der Flughafen München gewinnt durch die Rückkehr von Air Serbia eine wichtige Verbindung in Richtung Südosteuropa hinzu, die über das bisherige Angebot von Wettbewerbern wie der Lufthansa hinausgeht. Insbesondere für Reisende mit Zielen im Mittelmeerraum, wie den griechischen Inseln, Zypern oder der türkischen Küste, bietet das Drehkreuz Belgrad nun eine wettbewerbsfähige Alternative. Gleichzeitig positioniert sich Air Serbia als Brückenkopf für Passagiere aus der Balkanregion, die über München Anschluss an das weltweite Streckennetz der Star Alliance und anderer Partner suchen. Die Wiederaufnahme der Strecke spiegelt die wachsende Bedeutung Belgrads als regionales Transitdrehkreuz wider, das durch Investitionen in die Infrastruktur des Flughafens Nikola Tesla massiv gestärkt wurde.
Wirtschaftsexperten werten die neue tägliche Verbindung als klares Signal für die Konsolidierung des serbischen Luftverkehrsmarktes. Während München als Messe- und Hochtechnologiestandort für serbische Unternehmen von höchster Relevanz ist, profitiert die bayerische Tourismuswirtschaft von der einfacheren Erreichbarkeit für Gäste aus dem Westbalkan. In Kombination mit den bestehenden Verbindungen nach Berlin, Frankfurt, Hamburg und weiteren deutschen Städten festigt Air Serbia ihre Rolle als einer der führenden Carrier in Zentral- und Südosteuropa. Für die kommenden Monate wird erwartet, dass die Auslastung der Strecke besonders durch kulturelle Grossereignisse und die verstärkte wirtschaftliche Kooperation in der Automobil- und Zulieferindustrie weiter steigen wird.