Ein Passagierflugzeug der indischen Fluggesellschaft IndiGo hat am Montag auf dem Weg von Mumbai nach Dubai eine Sicherheitslandung am Hirasar International Airport in Rajkot im Bundesstaat Gujarat eingelegt.
Die Besatzung des Airbus A320neo mit der Flugnummer 6E 1083 forderte eine Vorranglandung an, nachdem im Cockpit Warnanzeigen über eine mögliche Rauchentwicklung im Frachtraum aufleuchteten. Am Zielflughafen Rajkot wurde daraufhin sofort der Rettungsvollalarm ausgelöst, woraufhin Feuerwehr- und Rettungskräfte an der Landebahn bereitstanden.
Die Maschine setzte nach dem Abbruch des Steigflugs sicher in Rajkot auf. Alle 194 Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug über die regulären Ausstiege unverletzt verlassen. Nach der Evakuierung und einer ersten Sichtprüfung am Boden untersuchten Techniker und Einsatzkräfte den Frachtraum des Flugzeugs. Ein offenes Feuer oder sichtbare Brandschäden wurden bei der Erstinspektion nicht festgestellt, weshalb die Ermittler von einem technischen Defekt an den Sensoren oder einer Fehlfunktion der Frachtraumkühlung ausgehen.
Die indische Zivilluftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hat zusammen mit dem Flugsicherheitsinstitut eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Ursache der Warnmeldung zu klären. Für die gestrandeten Passagiere organisierte IndiGo ein Ersatzflugzeug, das die Reisenden mit mehrstündiger Verspätung weiter zum Zielort Dubai beförderte. Solche Fehlalarme oder Sensorenstörungen führen im internationalen Flugverkehr regelmäßig zu unplanmäßigen Landungen, da die Sicherheitsvorschriften bei Rauchmeldungen im Frachtraum ein unverzügliches Aufsuchen des nächstgelegenen Ausweichflughafens vorschreiben.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die indische Luftfahrtbehörde verstärkt auf die Wartungsprotokolle und die Zuverlässigkeit der Sensorik bei Indiens größter Fluggesellschaft achtet. Das betroffene Flugzeug bleibt bis zum Abschluss der technischen Überprüfungen und der Freigabe durch die Behörden am Boden.