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Airbus ringt mit Lieferkettenproblemen trotz hoher Auslieferungszahlen

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat im ersten Halbjahr des Jahres 2025 rund 300 Flugzeuge an seine Kunden ausgeliefert. Konzernchef Guillaume Faury hält dennoch – wenn auch mit Einschränkungen – am Jahresziel von 820 Auslieferungen fest. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Airbus im zweiten Halbjahr noch rund 520 Flugzeuge fertigstellen und übergeben, eine ambitionierte Aufgabe angesichts der anhaltenden Herausforderungen in der Lieferkette.

Marktkenner schätzen, daß Airbus im Juni etwa 60 Maschinen ausliefern konnte. Diese Zahl liegt jedoch weiterhin hinter den industriellen Möglichkeiten des Konzerns zurück, was primär auf persistente Probleme in der Lieferkette zurückzuführen ist. Insbesondere Engpässe bei Triebwerken, wie den CFM LEAP-1A-Modellen für die A320neo-Baureihe, führen dazu, daß sich sogenannte „Gilder“ – fertige Flugzeuge, die auf fehlende Teile warten – an den Werken stauen. Diese Situation ist für Airbus besonders herausfordernd, da das Unternehmen mitten in einem Produktionshochlauf steckt. Langfristig ist geplant, die Fertigungsrate allein für das erfolgreiche A320neo-Programm bis 2027 auf 75 Flugzeuge pro Monat zu steigern.

Guillaume Faury hatte bereits im Juni, im Vorfeld der Paris Air Show, das zu Jahresbeginn ausgegebene Ziel von 820 Auslieferungen für 2025 bekräftigt. Er räumte jedoch ein, daß dieses Ziel angesichts der Verzögerungen bei Triebwerken und anderen Komponenten „ein wenig anspruchsvoller geworden“ sei. Hinter vorgehaltener Hand heisst es aus dem Konzern, ohne die Stockungen in der Lieferkette wäre bereits jetzt eine vierstellige Jahresproduktion denkbar gewesen. Die Herausforderungen in der globalen Lieferkette, die seit der Pandemie die Luftfahrtindustrie belasten, betreffen nicht nur Airbus, sondern die gesamte Branche und erfordern eine ständige Anpassung der Produktionspläne und -strategien.

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