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Airbus verfehlt Jahresziel knapp: Ein Schlussspurt mit starken Dezember-Zahlen

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Airbus, der weltgrößte Flugzeugbauer, schließt das Jahr 2024 mit einem bemerkenswerten Endspurt ab, verfehlt jedoch sein revidiertes Jahresziel von 770 Auslieferungen um Haaresbreite. Nach Angaben von Insidern hat der Konzern im Dezember eine beeindruckende Anzahl von über 120 Verkehrsflugzeugen ausgeliefert und damit seine Lagerbestände reduziert. Dennoch bleiben am Jahresende knapp 760 Einheiten – zehn weniger als angestrebt.

Der verhaltene Start ins Jahr, bedingt durch Engpässe in der Lieferkette, konnte durch die starke Leistung im Schlussquartal nicht vollständig kompensiert werden. Trotz dieses leichten Rückstands zeigt die Entwicklung des Unternehmens, dass Airbus weiterhin eine führende Rolle in der Luftfahrtindustrie einnimmt.

Erfolgreicher Schlussspurt trotz schwieriger Umstände

Im vierten Quartal 2024 stellte Airbus nach Schätzungen des Analysten Benhamin Heelan von der Bank of America 13 Flugzeuge mehr bereit als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allein im Dezember wurden vermutlich über 110 Maschinen ausgeliefert, wobei das beliebte Modell A320 eine entscheidende Rolle spielte. Analystin Chloe Lemarie von Jefferies hob hervor, daß die Dezember-Zahlen einen Anstieg von 13 Prozent im Jahresvergleich darstellen könnten, und Bloomberg berichtete von nahezu 120 Auslieferungen.

Die Lagerbestände, ein langfristiger Indikator für die Effizienz der Produktionskette, hätten sich laut Lemarie ebenfalls verringert. Dies sei ein positives Zeichen, da Airbus in den letzten Jahren immer wieder mit Lieferproblemen seiner Zulieferer zu kämpfen hatte.

Herausforderungen in der Lieferkette

Die seit der Corona-Pandemie anhaltenden Störungen in der Lieferkette hatten Airbus im gesamten Jahr 2024 stark beeinträchtigt. Insbesondere Schwierigkeiten bei Triebwerksherstellern sorgten für Verzögerungen. Firmenchef Guillaume Faury sah sich bereits im Sommer gezwungen, das ursprünglich gesetzte Ziel von 800 Auslieferungen zu korrigieren.

Solche Herausforderungen verdeutlichen die Abhängigkeit großer Hersteller von komplexen internationalen Liefernetzwerken. Trotz der angespannten Lage gelang es Airbus, die Produktion im Laufe des Jahres zu stabilisieren und im Dezember einen beeindruckenden Endspurt hinzulegen.

Aktien im Aufwind

Die starke Performance im Dezember spiegelt sich auch in der Kursentwicklung der Airbus-Aktien wider. Am ersten Handelstag des Jahres 2025 legten die Papiere um rund drei Prozent auf 159,26 Euro zu. Die Anleger honorierten damit die Bemühungen des Konzerns, trotz schwieriger Rahmenbedingungen seine Ziele zu erreichen.

Analysten bewerten die Aussichten für Airbus weiterhin positiv. Die Nachfrage nach dem A320, einem der erfolgreichsten Modelle des Unternehmens, bleibt hoch. Zudem wird erwartet, daß Airbus im Jahr 2025 von einer stabileren Lieferkette profitieren könnte, was die Produktionskapazitäten weiter erhöhen würde.

Blick in die Zukunft

Am 9. Januar veröffentlicht Airbus die endgültigen Zahlen für Dezember sowie das gesamte Jahr 2024. Diese könnten weiteren Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens geben und Hinweise auf die strategische Ausrichtung für das kommende Jahr liefern.

Obwohl Airbus sein revidiertes Jahresziel knapp verfehlt hat, bleibt der Konzern in einer starken Position. Der Fokus auf Effizienzsteigerungen und die anhaltende Nachfrage nach seinen Flugzeugmodellen sichern Airbus einen festen Platz an der Spitze der globalen Luftfahrtindustrie.

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