Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus hat seine offiziellen Kennzahlen für den Monat Februar 2026 vorgelegt. Im Berichtszeitraum lieferte das Unternehmen insgesamt 35 Verkehrsflugzeuge an 21 verschiedene Kunden weltweit aus.
Ein deutlicher Schwerpunkt lag dabei erneut auf der A320-Familie, wobei allein 21 Maschinen des Typs A321neo und vier A320neo an die Besteller übergeben wurden. Ebenfalls zum Auslieferungsvolumen gehörten acht Flugzeuge der kleineren A220-300-Baureihe sowie zwei Großraumflugzeuge der Typen A350-900 und A350-1000. Damit summiert sich die Gesamtzahl der Auslieferungen im laufenden Kalenderjahr 2026 auf bisher 54 Maschinen an 27 Abnehmer.
Im Bereich der Auftragseingänge konnte Airbus im Februar 28 Bruttobestellungen verbuchen. Maßgeblichen Anteil daran hatte die kasachische Fluggesellschaft Air Astana, die einen Großauftrag über 25 Flugzeuge der A320neo-Familie unterzeichnete, aufgeteilt in fünf A320neo und 20 A321neo. Weitere Aufträge kamen von Tigerair Taiwan, die zwei zusätzliche A321neo orderte, sowie von einem namentlich nicht genannten Kunden für eine A320neo. Analysten bewerten die Zahlen als stabilen Jahresauftakt, weisen jedoch darauf hin, dass die Produktionsraten aufgrund weltweiter Engpässe in den Lieferketten, insbesondere bei Triebwerksteilen und Kabinenausstattungen, weiterhin unter dem theoretisch möglichen Maximum liegen.
Trotz dieser operativen Herausforderungen zeigt die Dominanz der A321neo im Auftragsbuch die anhaltende Marktnachfrage nach effizienten Schmalrumpfflugzeugen für die Mittelstrecke. Airbus arbeitet derzeit intensiv an der Hochlaufphase für die A321XLR, um die wachsende Lücke zwischen klassischen Kurzstreckenjets und Langstreckenmaschinen zu schließen. Parallel dazu werden die Endmontagelinien in Toulouse, Hamburg und Mobile (USA) kontinuierlich angepasst, um das ehrgeizige Ziel von monatlich 75 Auslieferungen der A320-Familie bis zum Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Die im Februar gemeldeten zwei A350-Auslieferungen unterstreichen zudem die Bedeutung des Widebody-Segments, das nach der Erholung des internationalen Reiseverkehrs wieder an Fahrt gewinnt.
Zusätzliche Marktbeobachtungen deuten darauf hin, dass Airbus im Vergleich zum US-amerikanischen Konkurrenten Boeing derzeit von einer höheren Planungssicherheit bei den Auslieferungsterminen profitiert. Dennoch bleibt der Druck auf die Zulieferindustrie hoch, da Airbus für das Gesamtjahr 2026 eine signifikante Steigerung der Gesamtauslieferungen gegenüber dem Vorjahr anstrebt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Stabilisierung der globalen Logistikketten ausreicht, um die geplanten Produktionssteigerungen ohne weitere Verzögerungen umzusetzen. Investoren achten dabei besonders auf die Entwicklung der Auftragsbestände bei den Langstreckenmodellen A350 und A330neo.