Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seine Bilanz für den ersten Monat des Jahres 2026 vorgelegt und verzeichnete dabei einen stabilen Auftragseingang bei gleichzeitig moderaten Auslieferungszahlen.
Insgesamt konnte der Konzern im Januar 49 Bruttobestellungen verbuchen, wobei die Nachfrage insbesondere durch die A320neo-Familie getrieben wurde. Ein bedeutender Anteil der Neugeschäfte entfiel auf die chinesische Spring Airlines, die 24 Maschinen des Typs A320neo und sechs A321neo orderte. Auch die International Airlines Group (IAG) sicherte sich acht A320neo sowie zwei A321neo für ihre Flottenmodernisierung. Im Langstreckensegment wurde zudem eine A330-900 für die staatliche Air Algérie registriert.
Bei den Auslieferungen meldete Airbus für den Januar insgesamt 19 Flugzeuge, die an 15 verschiedene Kunden übergeben wurden. Das Portfolio der ausgelieferten Maschinen setzte sich aus drei A220-300, fünf A320neo, zehn A321neo und einer A350-900 zusammen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass der Januar traditionell ein eher ruhiger Monat für Flugzeugauslieferungen ist, da viele Übergaben zum Jahresende konzentriert werden. Dennoch liegt das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen für den Jahresbeginn, während Airbus weiterhin daran arbeitet, die Produktionsraten insbesondere für die stark nachgefragte A320-Familie sukzessive zu erhöhen.
Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass Airbus im Jahr 2026 vor der Herausforderung steht, die Lieferketten zu stabilisieren, um den massiven Auftragsbestand effizient abzuarbeiten. Verzögerungen bei Triebwerksherstellern und Engpässe bei Rohmaterialien hatten in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu Verschiebungen geführt. Mit dem starken Fokus auf die A321neo festigt Airbus jedoch seine Marktführerschaft im Segment der Mittelstreckenflugzeuge mit hoher Kapazität. Die Bestellung von Air Algérie unterstreicht zudem das anhaltende Interesse an der A330neo als kosteneffiziente Lösung für mittlere bis lange Strecken außerhalb der absoluten Kapazitätsspitzen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt sich die Auftragslage robust, was auf eine weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Fluggesellschaften in moderne Flottentechnik hindeutet. Die hohe Anzahl an Bestellungen für Spring Airlines verdeutlicht dabei die Erholung und das Wachstumspotenzial des asiatischen Marktes. Analysten gehen davon aus, dass Airbus im weiteren Jahresverlauf versuchen wird, die monatlichen Auslieferungszahlen deutlich zu steigern, um die ehrgeizigen Jahresziele zu erreichen und den Rückstand gegenüber der hohen Nachfrage zu verringern.