Airbus A321neo (Foto: MarcelX42).
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AJet erweitert Streckennetz um Direktverbindung zwischen Sivas und Köln/Bonn

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Die türkische Fluggesellschaft AJet, eine Tochtergesellschaft der Turkish Airlines, baut ihr Angebot auf dem deutsch-türkischen Markt weiter aus. Ab dem 8. Juli 2026 nimmt der Carrier eine neue saisonale Verbindung zwischen der anatolischen Provinzhauptstadt Sivas und dem Flughafen Köln/Bonn auf.

Wie aus einem Bericht von Aeroroutes.com hervorgeht, wird die Strecke bis zum 9. September bedient, um die erhöhte Nachfrage während der Sommermonate abzudecken. Die Flüge finden einmal wöchentlich, jeweils am Mittwoch, statt. Zum Einsatz kommt eine Boeing 737-800, die für ihre Zuverlässigkeit auf Mittelstrecken bekannt ist und in der Konfiguration von AJet primär auf eine effiziente Beförderung im Low-Cost-Segment ausgelegt ist.

Diese neue Route ist Teil einer umfassenden Expansionsstrategie der Fluggesellschaft, die im Jahr 2024 aus der Umfirmierung von AnadoluJet hervorging. Sivas gewinnt als Zielort zunehmend an Bedeutung, insbesondere für den sogenannten Besuchsverkehr von Angehörigen, die in Nordrhein-Westfalen leben und direkte Reisemöglichkeiten in ihre Heimatregionen bevorzugen. Bisher mussten Reisende aus dem Einzugsgebiet Köln/Bonn für Flüge nach Zentralanatolien oft auf Umsteigeverbindungen über Istanbul-Sabiha Gökçen oder Ankara ausweichen. Die Direktverbindung verkürzt die Reisezeit erheblich und stärkt die Position des Flughafens Köln/Bonn als wichtiges Drehkreuz für den Verkehr in die Türkei.

Technisch und operativ setzt AJet auf eine konsequente Standardisierung der Flotte. Die eingesetzten Maschinen vom Typ Boeing 737-800 bieten eine Kapazität von etwa 189 Sitzplätzen in einer reinen Economy-Konfiguration. Die Flugzeiten sind so getaktet, dass die Flugzeuge am frühen Mittwochmorgen in Sivas starten und nach einem kurzen Aufenthalt in Köln/Bonn wieder zurückkehren. Neben Sivas bedient AJet von deutschen Flughäfen aus bereits zahlreiche andere anatolische Ziele wie Kayseri, Adana und Elazığ. Diese Spezialisierung auf Nischenstrecken abseits der großen touristischen Zentren wie Antalya ermöglicht es der Airline, sich in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld gegenüber anderen Billigfliegern zu behaupten.

Wirtschaftlich betrachtet spiegelt die Aufnahme der Strecke Sivas–Köln/Bonn das kontinuierliche Wachstum der Airline wider, die ihre Flottenstärke bis 2033 auf rund 200 Flugzeuge ausbauen möchte. Die Region Nordrhein-Westfalen stellt dabei aufgrund der demografischen Strukturen einen der wichtigsten Auslandsmärkte für AJet dar. Durch die Konzentration auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen während der Hauptreisezeit optimiert die Fluggesellschaft ihre Auslastungsraten. Passagiere können die neuen Flüge bereits über die digitalen Vertriebskanäle und angeschlossene Buchungssysteme reservieren, wobei die Preise den marktüblichen Konditionen für saisonale Direktverbindungen entsprechen.

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