Ende März 2024 nahm die Turkish-Airlines-Tochter Ajet den eigenständigen Betrieb auf, nachdem die Fluggesellschaft zuvor als Anadolujet lediglich unter einer Marke agiert hatte. Der Übergang zu einem unabhängigen Betrieb stellte sich jedoch als herausfordernd heraus, insbesondere aufgrund von verspäteten Flugzeuglieferungen und technischen Problemen bei den gemieteten Maschinen.
Ajet hatte zu Beginn des Jahres 26 Flugzeuge im Wet-Lease gemietet, was bedeutet, dass sowohl die Flugzeuge als auch das Personal und die Wartung von externen Anbietern zur Verfügung gestellt wurden. Turkish-Airlines-Finanzchef Murat Şeker gab an, dass dieser Übergang alles andere als reibungslos verlaufen sei, da es zahlreiche technische Schwierigkeiten und Wartungsprobleme mit den Wet-Lease-Flugzeugen gegeben habe. Daher habe man entschieden, das Wet-Leasing größtenteils zu stoppen und künftig auf operatives Leasing umzusteigen, bei dem lediglich die Flugzeuge gemietet werden, während Crew und Wartung von Ajet selbst organisiert werden.
Bereits im Januar hatte die Airline bekannt gegeben, dass das Wet-Leasing von Smart-Lynx-Flugzeugen deutlich reduziert wird. Diese Änderungen markieren einen wichtigen Schritt in der Umstrukturierung von Ajet, die auf eine stabilere und unabhängige Betriebsweise abzielt.