Boeing 737 Max 9 (Foto: Alaska Airlines).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Alaska Airlines expandiert nach Europa: Neue Langstreckenflüge nach London und Island

Werbung

Die amerikanische Fluggesellschaft Alaska Airlines hat am 5. August 2025 eine strategische Erweiterung ihres Streckennetzes bekanntgegeben. Mit der Einführung von zwei neuen Langstreckenverbindungen nach Europa stärkt die Airline ihre Präsenz im interkontinentalen Flugverkehr.

Ab Frühjahr 2026 wird Alaska Airlines tägliche Nonstop-Flüge von ihrem Heimatflughafen Seattle-Tacoma (SEA) nach London-Heathrow (LHR) und zum Keflavík International Airport (KEF) in Island anbieten. Diese neuen Routen sind die vierte und fünfte Langstreckenverbindung, die die Fluggesellschaft nach der Übernahme von Hawaiian Airlines ankündigt. Die Expansion nach Europa markiert einen entscheidenden Schritt in der Neuausrichtung des Unternehmens und positioniert Alaska Airlines als wichtigen Akteur im internationalen Luftverkehr.

Die Eroberung des Langstreckenmarktes: Eine neue Ära für Alaska Airlines

Die Expansion in den Langstreckenmarkt ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung von Alaska Airlines. Durch die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Hawaiian Airlines hat der Konzern seine Reichweite erheblich vergrößert und ist nun in der Lage, interkontinentale Flüge anzubieten. Die neuen Routen nach London und Island sind ein klares Zeichen für die Ambitionen des Unternehmens.

Die Verbindung nach London-Heathrow wird das ganze Jahr über täglich bedient und stellt einen direkten Wettbewerb zu etablierten Fluggesellschaften wie British Airways, Delta Air Lines und Virgin Atlantic dar, die diese Strecke ebenfalls bedienen. Alaska Airlines wird hierfür das Langstreckenflugzeug Boeing 787-9 Dreamliner einsetzen.

Die Strecke nach Keflavík International Airport in Island wird zunächst saisonal während der Sommermonate angeboten. Für diese Flüge wird der kleinere Schmalrumpf-Jet Boeing 737 MAX 8 zum Einsatz kommen. Auf dieser Route konkurriert Alaska Airlines nur mit Icelandair, was die Chance bietet, sich als exklusiver Anbieter aus den Vereinigten Staaten zu positionieren und von der wachsenden Beliebtheit Islands als Reiseziel zu profitieren.

Die neuen Europa-Routen sind nicht die ersten interkontinentalen Ankündigungen des Jahres. Zuvor hatte die Fluggesellschaft bereits neue Verbindungen von Seattle nach Rom Fiumicino (FCO), Tokio-Narita (NRT) und Seoul Incheon (ICN) bekanntgegeben. Damit wächst das Langstreckennetz von Alaska Airlines rasant. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Monaten weitere sieben interkontinentale Routen zu verkünden und innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens zwölf Langstreckenverbindungen zu betreiben.

Eine neue Flotte, ein neues Design: Die Boeing 787-9 und die Dual-Branding-Strategie

Um diese ehrgeizigen Pläne umzusetzen, erwartet Alaska Airlines die Auslieferung von insgesamt 17 neuen Boeing 787-9-Flugzeugen. Diese modernen Großraumflugzeuge sind entscheidend für die Expansion im Langstreckengeschäft. Parallel zur Ankündigung der neuen Routen enthüllte die Fluggesellschaft auch ein neues Außendesign für ihre 787-Flotte. Das neue Design kombiniert verschiedene Blau- und Grüntöne, die an die Nordlichter und die Natur des pazifischen Nordwestens erinnern – die Kernregion der Airline. Dieses neue Design unterstreicht die Markenidentität von Alaska Airlines und soll die Verbindung zur Heimatregion visuell festigen.

Die Expansion wird im Rahmen einer Dual-Branding-Strategie des Konzerns erfolgen. Alaska Airlines wird die neuen Langstreckenflüge von ihrem Drehkreuz in Seattle mit den Boeing 787-9-Flugzeugen unter ihrer eigenen Marke betreiben. Die übernommene Tochtergesellschaft Hawaiian Airlines wird derweil ihre eigene Identität und ihr Streckennetz im pazifischen Raum und auf dem amerikanischen Kontinent mit ihrer bestehenden Flotte, die hauptsächlich aus Airbus A330-Flugzeugen besteht, beibehalten. Diese Trennung ermöglicht es dem Konzern, beide Marken im jeweiligen Kernmarkt zu stärken.

Die Entscheidung für die Boeing 787-9 ist kein Zufall. Die „Dreamliner“ sind bekannt für ihre verbesserte Reichweite und Effizienz, was sie zu einem idealen Flugzeug für neue interkontinentale Strecken macht. Die Standardisierung der Langstreckenflotte auf dieses Modell bietet zudem Vorteile bei der Wartung und im operativen Betrieb.

Seattle-Tacoma: Ein wachsendes Drehkreuz für interkontinentale Flüge

Der Flughafen Seattle-Tacoma (SEA) wird durch diese Entwicklung zu einem immer wichtigeren Knotenpunkt für internationale Flüge an der Westküste der Vereinigten Staaten. Als Heimatflughafen von Alaska Airlines ist SEA strategisch gut gelegen, um Passagiere aus dem Westen der USA zu europäischen und asiatischen Zielen zu befördern. Die neuen Routen stärken die Rolle von Seattle als Gateway für interkontinentale Reisen.

Die Konkurrenz auf der London-Route ist zwar hart, aber Alaska Airlines setzt auf ihren starken Heimatmarkt und ihre Kundenbasis an der Westküste. Mit einem etablierten Netzwerk an inneramerikanischen Verbindungen kann die Fluggesellschaft Passagieren aus dem ganzen Land Anschlüsse an die neuen Langstreckenflüge anbieten. Die Partnerschaft mit Hawaiian Airlines und die damit verbundene Übernahme der Flotte und des Streckennetzes in den Pazifikraum ergänzt dieses Angebot perfekt und macht den Konzern zu einem noch attraktiveren Partner für Reisende.

Alaska Airlines auf dem Weg zum globalen Akteur

Die Ankündigung der neuen Europa-Routen nach London und Island ist mehr als nur eine Streckenerweiterung; sie ist ein klares Signal für die Transformation von Alaska Airlines von einem vornehmlich regionalen Anbieter zu einem globalen Akteur im internationalen Luftverkehr. Die Übernahme von Hawaiian Airlines war hierfür der entscheidende Auslöser, der dem Konzern die Möglichkeit gibt, mit den großen amerikanischen Fluggesellschaften wie Delta und United zu konkurrieren.

Die Strategie, sich auf Langstreckenflüge von Seattle aus zu konzentrieren und gleichzeitig das Hawaiian-Geschäft im pazifischen Raum fortzuführen, ist ein kluger Schachzug. Mit einer modernen Flotte von Boeing 787-9-Flugzeugen und einem neuen Design positioniert sich Alaska Airlines als eine attraktive Option für Reisende, die von der Westküste der USA nach Europa oder Asien fliegen wollen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die neuen Routen angenommen werden und ob sich die ambitionierten Wachstumspläne des Unternehmens erfüllen.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung