Embraer 175 (Foto: Tomás Del Coro).
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Alaska-Flugbegleiter nehmen neuen Tarifvertrag an

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Mehr als 6.900 Flugbegleiter der Alaska Airlines haben einen neuen dreijährigen Tarifvertrag ratifiziert, der erhebliche Verbesserungen in Vergütung und Arbeitsbedingungen vorsieht. Dieser Schritt erfolgt inmitten einer Phase bedeutender Veränderungen für die Fluggesellschaft, einschließlich der kürzlich abgeschlossenen Fusion mit Hawaiian Airlines.

Am 28. Februar 2025 gab Alaska Airlines bekannt, daß über 90% der Flugbegleiter an der Abstimmung teilnahmen und der Vertrag mit 95% Zustimmung angenommen wurde. Ben Minicucci, CEO von Alaska Airlines, äußerte sich zufrieden über das Ergebnis: „Wir sind darauf fokussiert, Alaska Airlines zu einem Ort zu machen, an dem die besten Fachkräfte der Branche ihre Karrieren ausbauen können, und dieser neue Vertrag spiegelt das wider.“

Der neue Vertrag, der am 2. März 2025 in Kraft tritt, beinhaltet unter anderem erhöhte Gehälter, einschließlich eines Bordingsgehalts, eine neu eingeführte Marktanpassung und Arbeitsregelungen, die eine Dienstzeit von 10 Stunden und 30 Minuten sicherstellen – eine der kürzesten in der Branche. Zudem wurden Verbesserungen bei der Einsatzplanung und Begrenzungen der Versicherungsprämien vereinbart.

Jeff Peterson, Präsident des Master Executive Council der Association of Flight Attendants (AFA) bei Alaska, betonte, daß dieses Abkommen eine solide Grundlage für zukünftige Verhandlungen über das gemeinsame Tarifabkommen im Zusammenhang mit der Fusion von Alaska Airlines und Hawaiian Airlines bildet.

Strategische Fusion mit Hawaiian Airlines

Parallel zur Tarifvereinbarung hat Alaska Airlines die Übernahme von Hawaiian Airlines abgeschlossen, was die Position des Unternehmens im Luftfahrtmarkt stärkt. Diese Fusion, die von den US-Transportbehörden unter bestimmten Auflagen genehmigt wurde, zielt darauf ab, den Service auf wichtigen Strecken aufrechtzuerhalten und die Vorteile für Vielflieger zu sichern.

Durch die Fusion erweitert Alaska Airlines sein Netzwerk erheblich und bietet nun Dienstleistungen zu 138 Zielen an, darunter 29 internationale Destinationen in Amerika, Asien, Australien und dem Südpazifik. Honolulu wird zu einem wichtigen Drehkreuz, das eine größere internationale Konnektivität für Reisende an der Westküste ermöglicht.

Die Fusion bringt auch Vorteile für Vielfliegerprogramme mit sich. In den kommenden Monaten werden Passagiere in der Lage sein, Meilen sowohl bei Alaska Airlines als auch bei Hawaiian Airlines zu sammeln und einzulösen, was den Reisenden mehr Flexibilität und Auswahl bietet.

Herausforderungen bei der Integration

Die Integration der beiden Fluggesellschaften stellt Alaska Airlines vor Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der unterschiedlichen Flotten und Markenidentitäten. Hawaiian Airlines betreibt eine Mischung aus Flugzeugtypen, darunter Airbus A321neos, Boeing 717s sowie Langstreckenflugzeuge wie die Airbus A330s und Boeing 787-9s. Die Aufrechterhaltung dieser vielfältigen Flotte erfordert von Alaska Airlines Anpassungen in Betrieb und Wartung.

Zudem hat Hawaiian Airlines eine starke Markenidentität entwickelt, die tief in der hawaiianischen Kultur verwurzelt ist und ein gehobenes Passagiererlebnis bietet. Die Herausforderung besteht darin, diese einzigartige Markenidentität zu bewahren, während gleichzeitig eine harmonische Integration in die bestehende Struktur von Alaska Airlines erfolgt.

Auswirkungen auf den Aktienmarkt

Die strategischen Schritte von Alaska Airlines, einschließlich der Fusion und des neuen Tarifvertrags, haben positive Reaktionen auf dem Aktienmarkt hervorgerufen. Die Aktien des Unternehmens stiegen deutlich, nachdem es die Gewinn- und Umsatzerwartungen übertroffen hatte, was teilweise auf die Übernahme von Hawaiian Airlines zurückzuführen ist. Das Unternehmen meldete im vierten Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,97 US-Dollar, was die Erwartungen der Analysten übertraf.

Analysten prognostizieren weiteres Wachstum für Alaska Airlines. Conor Cunningham von Melius Research stufte die Aktie auf „Kaufen“ hoch und verwies auf positive Veränderungen in der Flugbranche, einschließlich eines langsameren Kapazitätswachstums, das zu besseren Margen und Gewinnen führt. Die Übernahme von Hawaiian Airlines positioniert Alaska Airlines als einen der führenden Akteure im Inland, was voraussichtlich die Rentabilität steigern wird.

Zukünftige Perspektiven

Mit dem neuen Tarifvertrag und der erfolgreichen Integration von Hawaiian Airlines steht Alaska Airlines vor einer Phase des Wachstums und der Expansion. Das Unternehmen plant, sein internationales Netzwerk bis 2030 auf mindestens zwölf Ziele auszubauen, einschließlich neuer Routen nach Tokio und Seoul, die im nächsten Jahr starten sollen.

Die Kombination aus verbesserten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und einer erweiterten globalen Präsenz positioniert Alaska Airlines gut für die zukünftigen Herausforderungen und Chancen in der Luftfahrtindustrie.

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