Austrian Airlines-CEO Alexis von Hoensbroech (Foto: Austrian Airlines/Michèle Pauty).

Alexis von Hoensbroech: “AUA hat noch 420 Millionen Euro”

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Alexis von Hoensbroech: “AUA hat noch 420 Millionen Euro”

Austrian Airlines-CEO Alexis von Hoensbroech (Foto: Austrian Airlines/Michèle Pauty).

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines hat derzeit noch etwa 420 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Firmenchef Alexis von Hoensbroech befindet man sich „nicht unter dem Businessplan, der die Basis für die Staatshilfe“ war.

Man habe „von Anfang an finanzielle Puffer für eine mögliche zweite Welle eingebaut“ und die Liquidität wäre daher gut, betont der AUA-Generaldirektor gegenüber dem Kurier. Allerdings müsse der von ihm geleitete Carrier „eine harte Kostendisziplin“ praktizieren. Einen Ausblick auf die möglichen Entwicklungen im Jahr 2021 will von Hoensbroech allerdings nicht geben. Er hofft jedoch darauf, dass die Impfungen und Schnelltests die „die Wende in der Pandemie bringen. Wenn sich im Sommer die Nachfrage auf 60 bis 70 Prozent des Vorkrisen-Niveaus erholt, dann kommen wir über den Berg“.

Der Sommerflugplan 2021 ist noch nicht final. Derzeit befindet man sich mitten in der Planungsphase. Normalerweise macht man dies immer schon im Herbst, doch aufgrund der unvorhersehbaren Pandemie-Entwicklungen versucht Austrian Airlines durch späte Planung so flexibel wie möglich zu bleiben. Derzeit ist die Auslastung katastrophal, denn viele Flüge sind mit weniger als 20 Passagieren unterwegs. Zwar gibt es seltene „Ausrutscher“ nach oben, doch die Nachfrage und damit auch der Landefaktor sind unterirdisch schlecht. Nur sehr wenige Verbindungen haben haben mehr als 20 Reisende an Bord, viele sogar noch weniger. Austrian Airlines hat eigenen Angaben nach die Kapazität auf etwa zehn bis 15 Prozent des Niveaus von Jänner 2020 reduziert.

„Die Menschen wollen wieder reisen, wir bekommen gerade viele Buchungen für die Sommerferien. Das stimmt uns optimistisch“, so von Hoensbroech gegenüber dem Kurier, der darauf hofft, dass bis Ostern die Risikogruppen geimpft sind und „bis zum Sommer jeder geimpft sein kann, der es will. Dann können die Beschränkungen aufgehoben werden und die Menschen wieder reisen“. Einen „Impfzwang“ für Passagiere und Mitarbeiter schließt er aber aus. Dennoch vermutet der AUA-Chef, dass viele Länder einen Nachweis über eine erfolgte Impfung verlangen werden und den Airlines auferlegen werden, dass die Impfkarte vor dem Boarding kontrolliert wird.

Der in der österreichischen Bundesregierung für Luftfahrt zuständige Staatssekretär Magnus Brunner ist der Ansicht, dass die Impfung ein „Game-Changer“ ist. Er ist zuversichtlich, dass diese so wirken wird „wie wir uns das vorstellen“, so der Politiker gegenüber dem Kurier. Derzeit rechnet Brunner nicht damit, dass die AUA zusätzliche Staatshilfe braucht, betont aber: „Nach heutigem epidemiologischem Stand“.

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