Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer und die australische Regionalfluggesellschaft Alliance Airlines haben die Verlängerung ihres langjährigen Komponenten-Unterstützungsvertrags (Component Support Agreement) vereinbart.
Die Vereinbarung garantiert der Fluggesellschaft mit Sitz in Brisbane den laufenden Zugriff auf Material- und Reparaturdienstleistungen für über 300 austauschbare Bauteile ihrer Schmalrumpfflotte vom Typ Embraer 190. Ziel der Dienstleistungsvereinbarung ist es, die technische Verlässlichkeit des Flugbetriebs aufrechtzuerhalten und die Instandhaltungskosten planbar zu strukturieren.
Alliance Airlines betreibt seit 2021 Flugzeuge des Typs Embraer 190 und verfügt inzwischen über die größte E190-Flotte in Australien. Die Maschinen kommen vorrangig im regionalen Linienverkehr sowie im sogenannten Fly-in-Fly-out-Betrieb (FIFO) für den Transport von Arbeitskräften in abgelegene Bergbau- und Rohstoffabbaugebiete zum Einsatz. Zudem stellt die Airline einen signifikanten Teil ihrer E190-Kapazitäten im Rahmen von Nassmietverträgen (Wet-Lease) für etablierte Netzcarrier wie QantasLink bereit.
Der Erneuerung des Serviceabkommens geht eine operative und finanzielle Umstrukturierung bei Alliance Airlines im zweiten Halbjahr 2026 voraus. Im Zuge geänderter Vertragsbedingungen mit Qantas und der schrittweisen Ausmusterung älterer Jet-Muster des Herstellers Fokker fokussiert sich das Unternehmen verstärkt auf die effizientere Auslastung der E190-Flotte. Australien bildet für Embraer einen der Kernmärkte in der Region Asien-Pazifik, wo derzeit knapp 70 Flugzeuge der E-Jet-Familie bei sechs verschiedenen Betreibern im Einsatz stehen.