Sessellift (Foto: Bergbahnen Mitterbach/Lindmoser).
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Alpinisten-Treffen im Gschnitztal: Tagung der Bergsteigerdörfer diskutiert Wandel des Bergsports

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Das Gschnitztal in Tirol ist vom 10. bis 12. Oktober 2025 Gastgeber der Jahrestagung der Bergsteigerdörfer. Die von den Gemeinden Trins und Gschnitz ausgerichtete Veranstaltung versammelt rund einhundert Vertreter der Bergsteigerdörfer und der Alpenvereine aus Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und der Schweiz. Im Zentrum der dreitägigen Fachtagung steht das Thema „Zeitgemäßes Bergsteigen“, welches die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen des Alpinismus beleuchten soll.

Alpinexperten werden auf der Tagung verschiedene Facetten des modernen Bergsports diskutieren. Der Österreichische Alpenverein, der die Initiative der Bergsteigerdörfer in Österreich koordiniert, thematisiert dabei Aspekte wie die Sicherheit am Berg, den Umgang mit alpiner Infrastruktur sowie die steigenden Anforderungen an Komfort im Widerspruch zur Reduktion auf das Wesentliche. Weiters stehen das Hüttenwesen und der Umgang mit Besucherspitzen auf dem Programm. Unter den Referenten sind der Alpinexperte Gerhard Mössmer vom Österreichischen Alpenverein, der Hüttenexperte Peter Mani vom Schweizer Alpen-Club und Stefan Ortner von Lo.La Alpine Safety Management.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einfluss des Klimawandels auf das Hochgebirge. Der renommierte Klimaforscher Georg Kaser hält einen Vortrag zur Einordnung der Entwicklungen in ein größeres Gefüge. Zudem präsentiert Bergführer Thomas Senfter die ausgearbeitete Klimawandelanpassungsstrategie der Region Wipptal, zu der das Gschnitztal gehört. Die Tagung dient dem fachlichen Austausch und der Vernetzung der alpinen Regionen und Vereine, die sich dem Alpinismus in all seinen Formen verschrieben haben, darunter körperliche Anstrengung, alpine Kompetenz und Risikomanagement.

Das Veranstaltungsprogramm musste infolge der Murenkatastrophe vom 30. Juni 2025 im Gschnitztal kurzfristig angepasst werden. Zahlreiche Murenabgänge hatten Ende Juni zu massiven Beschädigungen von Häusern und zur Unterbrechung von Verkehrswegen geführt. Auch die Zugänge zu Schutzhütten waren teilweise verschüttet, und rund einhundert Personen mussten per Hubschrauber aus den Hütten evakuiert werden. Obwohl aufgrund der Unwetterfolgen nicht alle ursprünglich geplanten Gastronomiebetriebe in Gschnitz zur Verfügung stehen, wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Exkursionen und Workshops beibehalten. Das Gschnitztal, das seit 2019 als Bergsteigerdorf gilt und für seine lange Bergsteigertradition bekannt ist, bietet trotz der jüngsten Ereignisse weiterhin den Rahmen für die Diskussion über die Zukunft des Alpinismus.

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