Oktober 8, 2025

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Oktober 8, 2025

Flughafen Wien: BMI stellt EES-System am 9. Oktober 2025 vor

Am 12. Oktober 2025 startet in den EU-Mitgliedstaaten und den assoziierten Schengen-Ländern schrittweise das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES). Das automatisierte IT-System soll die manuelle Stempelung der Reisepässe an den Außengrenzen des Schengen-Raums ablösen und die Grenzkontrollen für Drittstaatsangehörige digitalisieren. Die offizielle Vorstellung des neuen Systems in Österreich findet bereits am 9. Oktober 2025 am Flughafen Wien-Schwechat statt, an der unter anderem Innenminister Gerhard Karner, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf und Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner teilnehmen. Das EES betrifft alle Reisenden aus Drittstaaten, die für einen Kurzaufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in den Schengen-Raum reisen. Dies gilt sowohl für visumpflichtige als auch für visumfreie Touristen und Besucher. Mit der Einführung des Systems werden bei der ersten Einreise biometrische Daten der betroffenen Personen erfasst und in einem digitalen Dossier gespeichert. Dazu gehören ein Gesichtsbild sowie vier Fingerabdrücke. Bei jeder weiteren Grenzpassage werden lediglich die Daten der Reisebewegung hinzugefügt. Ziel des neuen Systems ist die Steigerung der Sicherheit und Effizienz im Grenzmanagement. Die digitale Erfassung soll eine genauere Kontrolle der zulässigen Aufenthaltsdauer ermöglichen und die Identifizierung von sogenannten „Overstayers“ (Personen, die die erlaubte Aufenthaltsdauer überschreiten) sowie von Identitätsbetrug erleichtern. Auch Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden erhalten Zugriff auf die EES-Daten. Die Einführung des EES erfolgt schrittweise: Obwohl der offizielle Start am 12. Oktober 2025 beginnt, wird das System an den Grenzübergangsstellen der 29 teilnehmenden Staaten erst bis zum 10. April 2026 vollständig umgesetzt. In Österreich findet die Erfassung an den Luftaußengrenzen der internationalen Flughäfen statt. Während der sechsmonatigen

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Hohe Kosten überschatten Tourismus-Rekorde in Österreich

Die österreichische Tourismuswirtschaft verbucht zwar Rekorde bei den Nächtigungszahlen, sieht sich jedoch durch massiv gestiegene Kosten und eine damit einhergehende schwindende preisliche Wettbewerbsfähigkeit international unter Druck gesetzt. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Analyse der UniCredit Bank Austria. Trotz historisch hoher nominaler Einnahmen liegt der reale Wert der Tourismuseinnahmen deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie, was auf die hohe Inflation zurückzuführen ist. Im Jahr 2024 verzeichnete Österreich mit 154,3 Millionen Übernachtungen ein Rekordergebnis, das den bisherigen Höchstwert aus 2019 übertraf. Auch für 2025 wird ein neuer Höchststand bei Nächtigungen und den nominalen Einnahmen erwartet. Dennoch warnen die Ökonomen: Die preisbereinigten Einnahmen lagen 2024 um beachtliche 15,4 Prozent unter dem Wert von 2019. Diese negative Entwicklung setzte sich in der ersten Jahreshälfte 2025 fort. Die realen Einnahmen pro Übernachtung sind auf nur noch 85 Prozent des Niveaus von 2019 gesunken, was ein geändertes Ausgabeverhalten der Gäste signalisiert. Die Hauptursache für die Misere ist die rasante Kostenentwicklung: Touristische Dienstleistungen haben sich in Österreich seit 2019 um 48 Prozent verteuert. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise in wichtigen Konkurrenzländern wie Frankreich, Spanien, Italien oder Griechenland im gleichen Zeitraum nur um 16 bis 30 Prozent. Kräftige Lohnerhöhungen und stark gestiegene Energiepreise werden als maßgebliche Kostentreiber genannt. Diese Preisdifferenz führt dazu, dass Österreich im internationalen Vergleich an Attraktivität verliert und die Nachfrage aus dem Ausland stagniert. Das Wachstum bei den Übernachtungen ist vor allem dem Binnentourismus zu verdanken. Gäste reagieren auf die hohen Preise, indem sie auf günstigere Unterkünfte ausweichen, wie die Zunahme

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Motel One forciert Expansion durch Übernahme von sieben Flemings Hotels

Die Motel One Group hat einen signifikanten Schritt zur Beschleunigung ihres Wachstumskurses vollzogen. Im Rahmen von zwei Akquisitionen übernimmt das Unternehmen den Betrieb von sieben Hotels, die bisher unter der Marke Flemings Hotels geführt wurden. Diese Hotels befinden sich an zentralen Innenstadtlagen in Deutschland und Österreich, darunter in den Metropolen München, Frankfurt, Bremen und Wien. Die Übernahme stärkt die Präsenz der Hotelgruppe in der DACH-Region, insbesondere in Märkten mit hoher Nachfrage. Die Transaktionen unterliegen derzeit noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Nach erfolgreicher Genehmigung sollen die akquirierten Häuser umfassend renoviert und neugestaltet werden. Die Wiedereröffnung ist für das Jahr 2026 unter den Marken Motel One und der 2022 gegründeten Lifestyle-Marke The Cloud One Hotels geplant. Die Immobilien selbst verbleiben dabei im Besitz der bisherigen Eigentümer; Motel One übernimmt lediglich den Hotelbetrieb. Die Renovierungsarbeiten sollen im laufenden Betrieb der Häuser erfolgen. Mit diesem Schritt bekräftigt das Unternehmen seine neue Strategie, künftig Akquisitionen als zentralen Bestandteil des Wachstums zu nutzen. Der Co-CEO der Motel One Group, Stefan Lenze, betonte, dass gezielte Übernahmen das Wachstumstempo in etablierten Märkten beschleunigen sollen, wobei die Qualitätsstandards und die exzellente Lage der Häuser ausschlaggebend seien. Die Hotelkette, die 2000 als Begründer der Budget-Design-Hotelkategorie startete, betreibt aktuell 100 Häuser in 13 Ländern. Die Integration der Mitarbeiterteams der Flemings Hotels ist ebenfalls Teil des Übernahmepakets. Die gesamte Belegschaft der betroffenen Häuser soll von der Motel One Group übernommen werden. Die übernommenen Standorte umfassen unter anderem das Flemings Hotel Frankfurt Main-Riverside, das Flemings Hotel München-City sowie ein InterCityHotel in Bremen,

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Kneissl Touristik erweitert Orient- und Nordafrika-Programm für 2026

Kneissl Touristik hat sein Orient-Reiseprogramm für das Jahr 2026, teils mit Startterminen bereits Ende 2025, mit einer breiten Auswahl an Zielen vorgestellt. Das Angebot richtet sich an Studienreisende und fokussiert auf kulturelle Stätten, historische Highlights und besondere Landschaften in Zentralasien, dem Nahen Osten und Nordafrika. Die Reisen werden vorwiegend in kleinen Gruppen von maximal 18 Teilnehmern durchgeführt, um intensive Reiseerlebnisse zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt liegt auf Usbekistan, dem Herzen der historischen Seidenstraße. Hier können Reisende zwischen zwei Routen wählen: einer 10-tägigen Tour, die sich auf die UNESCO-Welterbestädte Chiwa, Buchara und Samarkand konzentriert, sowie einer 15-tägigen Intensivreise. Letztere enthält zusätzlich den Besuch des Fergana-Tals und der Tatar-Schlucht. Für Jordanien bietet der Veranstalter neben kürzeren, achttägigen Rundreisen auch die elftägige Option „Jordanien intensiv“, die unter anderem zwei volle Tage in der Felsenstadt Petra sowie eine Übernachtung im Wüstental Wadi Rum vorsieht. Einige Jordanien-Termine sind bereits für den Jahreswechsel 2025/2026 angesetzt. Die Programmgestaltung umfasst auch erweiterte Angebote für die Arabische Halbinsel und Nordafrika. Neu im Portfolio ist eine 15-tägige Oman-Reise, die den Norden (Musandam) mit dem Süden (Salalah) verbindet. Bewährte zehntägige Rundreisen in den Oman stehen ebenfalls zur Auswahl. Im nordafrikanischen Segment wurde das Engagement in Algerien verstärkt. Dort werden neben klassischen Kulturreisen zu den römischen Stätten auch spezialisierte Geländewagen- und Trekkingreisen in die abgelegenen Wüstenregionen Tassili und Hoggar angeboten. Diese Sahara-Touren beinhalten Übernachtungen im Zelt, wobei die Logistik durch die Campingküche sichergestellt wird. Zusätzlich wurden die Routen in Ägypten ausgebaut. Das Angebot reicht von einer mehrtägigen Naturreise in die Libysche Wüste bis

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Delta setzt auf Embraer-Jets für Aspen-Flüge

Delta Air Lines führt auf ihren Inlandsstrecken zur renommierten Wintersportdestination Aspen (Colorado) neue Flugzeuge ein. Ab November werden die Flüge von den großen Drehkreuzen Atlanta und Los Angeles auf Embraer-Jets umgestellt. Diese ersetzen die bisher auf diesen Verbindungen eingesetzten Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ-700. Die Umstellung erfolgt rechtzeitig zum Beginn der Skisaison und wird in Zusammenarbeit mit dem Partner SkyWest Airlines durchgeführt, der die Flüge unter dem Markennamen Delta Connection betreibt. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Reiseerlebnis für Passagiere zu verbessern, die in die hoch gelegenen Rocky Mountains reisen. Die Embraer-Jets, bei denen es sich um den Typ E175 handelt, bieten im Vergleich zur CRJ-700 mehrere Vorteile. Dazu gehört ein deutlich größerer Frachtraum, was speziell für Reisende mit Skiern, Snowboards und anderem sperrigen Wintergepäck einen großen Nutzen darstellt und sogenannte „Bulk-Out“-Probleme verringern soll. Zudem verfügen die neuen Flugzeuge über modernere Kabinen, größere Fenster und sollen eine ruhigere und komfortablere Reise ermöglichen. Über den reinen Passagierkomfort hinaus sind die Embraer E175 auch auf die speziellen Anforderungen des Flughafens Aspen/Pitkin County (ASE) zugeschnitten. Der Flughafen, der auf rund 2.380 Metern Höhe liegt, erfordert aufgrund seiner geografischen Lage und der wechselhaften Gebirgswetterbedingungen Flugzeuge mit erhöhter Stabilität und Zuverlässigkeit. Die E175 sind für Flüge in großer Höhe und unter anspruchsvollen Bedingungen besser geeignet, was zu einer potenziell höheren Betriebsstabilität und weniger wetterbedingten Störungen führen kann. Die E175 hat zudem eine höhere Sitzkapazität, mit der Delta die Möglichkeit erhält, das Passagieraufkommen zu erhöhen. Die E175 verfügen über 33 Prozent mehr Sitze in der First

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Alpinisten-Treffen im Gschnitztal: Tagung der Bergsteigerdörfer diskutiert Wandel des Bergsports

Das Gschnitztal in Tirol ist vom 10. bis 12. Oktober 2025 Gastgeber der Jahrestagung der Bergsteigerdörfer. Die von den Gemeinden Trins und Gschnitz ausgerichtete Veranstaltung versammelt rund einhundert Vertreter der Bergsteigerdörfer und der Alpenvereine aus Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und der Schweiz. Im Zentrum der dreitägigen Fachtagung steht das Thema „Zeitgemäßes Bergsteigen“, welches die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen des Alpinismus beleuchten soll. Alpinexperten werden auf der Tagung verschiedene Facetten des modernen Bergsports diskutieren. Der Österreichische Alpenverein, der die Initiative der Bergsteigerdörfer in Österreich koordiniert, thematisiert dabei Aspekte wie die Sicherheit am Berg, den Umgang mit alpiner Infrastruktur sowie die steigenden Anforderungen an Komfort im Widerspruch zur Reduktion auf das Wesentliche. Weiters stehen das Hüttenwesen und der Umgang mit Besucherspitzen auf dem Programm. Unter den Referenten sind der Alpinexperte Gerhard Mössmer vom Österreichischen Alpenverein, der Hüttenexperte Peter Mani vom Schweizer Alpen-Club und Stefan Ortner von Lo.La Alpine Safety Management. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einfluss des Klimawandels auf das Hochgebirge. Der renommierte Klimaforscher Georg Kaser hält einen Vortrag zur Einordnung der Entwicklungen in ein größeres Gefüge. Zudem präsentiert Bergführer Thomas Senfter die ausgearbeitete Klimawandelanpassungsstrategie der Region Wipptal, zu der das Gschnitztal gehört. Die Tagung dient dem fachlichen Austausch und der Vernetzung der alpinen Regionen und Vereine, die sich dem Alpinismus in all seinen Formen verschrieben haben, darunter körperliche Anstrengung, alpine Kompetenz und Risikomanagement. Das Veranstaltungsprogramm musste infolge der Murenkatastrophe vom 30. Juni 2025 im Gschnitztal kurzfristig angepasst werden. Zahlreiche Murenabgänge hatten Ende Juni zu massiven Beschädigungen von Häusern und zur

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AUA-Wetlease-Dienstleister Braathens in akuter Schieflage

Die schwedische Regionalfluggesellschaft Braathens Regional Airways (BRA), ein zentraler Dienstleister für das skandinavische Inlandsnetzwerk, befindet sich in einer akuten finanziellen Notlage. Auch Austrian Airlines setzt auf Dienstleistungen von Braathens, denn man hat gleich mehrere Turbopropflugzeuge des Typs ATR72-600 samt Personal im Rahmen von Wetlease-Vereinbarungen angemietet. Dokumente, die dem Amtsgericht Solna im Rahmen des am 1. Oktober 2025 eingeleiteten Restrukturierungsverfahrens vorgelegt wurden, enthüllen ein dramatisches Szenario: Das operative Unternehmen BRA Regional Airways AB hat in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 einen täglichen Verlust von über zwei Millionen schwedischen Kronen (rund 170.000 Euro) angehäuft. Als Hauptursache der Liquiditätskrise wird ein langfristiger Wet-Lease-Vertrag mit Scandinavian Airlines (SAS) identifiziert, dessen Konditionen die tatsächlichen Betriebskosten der Flugzeuge bei Weitem nicht decken. Das Überleben von Braathens hängt nun unmittelbar davon ab, ob eine Nachverhandlung des verlustreichen Abkommens mit SAS gelingt, die zu einer dringend benötigten Erhöhung der Einnahmen führt. Der Fall beleuchtet die prekären Margen im regionalen Luftverkehrsgeschäft und die kritische Abhängigkeit kleinerer Betreiber von ihren Großkunden. „Sie haben berichtet, dass der ATR-Betrieb in diesem Jahr Hunderte Millionen SEK verloren hat. Das ist falsch und scheint auf einem Missverständnis der Kontrollbilanz zu beruhen, die nach schwedischem Recht zwingend vorgeschrieben ist. Tatsächlich hat der ATR-Betrieb seit Beginn der Sommersaison (April 2025) eine positive Bruttomarge und nur einen geringen Nettoverlust erzielt“, erklärt ein Braathens-Sprecher. Nebst SAS setzt auch Austrian Airlines auf die Dienstleistungen von Braathens. Seit einiger Zeit kommen Turbopropflugzeuge des Typs ATR72-600 auf diversen Strecken unter OS-Flugnummern zum Einsatz. Die AUA mietet dabei die Maschinen

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Alarmierende Vorfälle: Delta Air Lines kämpft mit wiederholten Rauch- und Geruchsproblemen in der Kabine

Ein Flug von Delta Air Lines von London Heathrow nach Boston musste am Sonntag, den 5. Oktober 2025, kurz nach dem Start umkehren, nachdem die Piloten Rauch und Dämpfe im Cockpit gemeldet hatten. Flug 59, durchgeführt mit einem Airbus A330-900 mit 259 Passagieren an Bord, kehrte etwa anderthalb Stunden nach dem Abflug sicher nach London zurück. Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine Kette ähnlicher Ereignisse bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft ein, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und sowohl die A330-Großraumflugzeuge als auch andere Modelle der Flotte betrifft. Die wiederholten Berichte über das Eindringen von potenziell toxischen Dämpfen in die Cockpits und Passagierkabinen haben die betriebliche Sicherheit der Fluggesellschaft und die Gesundheit der Besatzungen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Die Probleme scheinen mit dem Luftversorgungssystem der Flugzeuge zusammenzuhängen, das als Zapfluftsystem bekannt ist. Bei dem jüngsten Vorfall musste die Besatzung Sauerstoffmasken anlegen, um die Dämpfe zu neutralisieren. Die Entwicklungen legen nahe, dass die Probleme über einzelne Flugzeugtypen hinausgehen und möglicherweise auf strukturelle Schwachstellen in der Wartung oder dem Design bestimmter Komponenten hindeuten. Notlandung in London: Dämpfe zwingen Flug 59 zur Umkehr Der Airbus A330-900 mit der Sonderlackierung „Team USA“ startete gegen 10:00 Uhr Ortszeit in London. Das Flugzeug erreichte planmäßig die Reiseflughöhe von Fuß (rund Meter) westlich der Küste Cornwalls, als die Piloten nach Berichten mit Geruchs- und Rauchproblemen konfrontiert wurden. Angesichts der Beeinträchtigung im Cockpit entschieden sich die Flugkapitäne für eine sofortige Rückkehr zum Londoner Flughafen Heathrow. Die Piloten verzichteten darauf, Treibstoff abzulassen,

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Flixtrain weitet Fernverkehr aus: Mehr Direktverbindungen und kürzere Fahrzeiten im Winter

Der private Bahnbetreiber Flixtrain baut sein Fernverkehrsangebot mit dem Winterfahrplan 2024/2025 deutlich aus. Ab dem 14. Dezember vergrößert das zur Flix-Gruppe gehörende Unternehmen das gesamte Angebot im Vergleich zum Winter des Vorjahres um rund 15 Prozent. Der Fokus liegt auf der Schaffung von mehr Direktverbindungen sowie der Verkürzung von Reisezeiten auf wichtigen Achsen im deutschen Schienennetz. Reisende auf den Routen zwischen Berlin und südwestdeutschen Zielen profitieren besonders. So sollen die Fahrzeiten auf den Verbindungen nach Stuttgart, Freiburg, Heidelberg und Basel deutlich attraktiver werden. Nach Unternehmensangaben verkürzt sich die Fahrtdauer zwischen Berlin und Freiburg bzw. Basel um rund eine halbe Stunde. Die Verbindung von Berlin nach Stuttgart soll demnach nur noch 5 Stunden und 45 Minuten dauern. Die Taktung wird ebenfalls erhöht: Zwischen Berlin und Frankfurt werden künftig bis zu zehn tägliche Fahrten angeboten, und auf der Achse Berlin–Stuttgart erhöht sich die Anzahl auf bis zu sieben Fahrten pro Tag. Trotz der laufenden Generalsanierung der Strecke Berlin–Hamburg hält Flixtrain das Angebot mit bis zu sechs täglichen Verbindungen aufrecht. Eine wesentliche Neuerung ist die Einführung von Direktverbindungen für bisher umstiegsintensive Routen. Künftig wird es Direktzüge von Hamburg nach Stuttgart, Frankfurt, Erfurt und Halle geben. Insbesondere die Direktverbindung Hamburg–Stuttgart über Berlin ohne Umsteigen soll die Reisezeit von bisher rund zehn Stunden auf etwa 8,5 Stunden reduzieren. Dieses Angebot ist bis zu viermal täglich in beide Richtungen vorgesehen. Die Expansion von Flixtrain, die auf eine zunehmende Nachfrage nach Fernreisen auf der Schiene reagiert, erhöht den Wettbewerbsdruck auf den Marktführer Deutsche Bahn, der weiterhin einen

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Berlin: Überraschende Stabilität im Passagierverkehr nach Ransomware-Attacke

Die Passagierbilanz des BER im September 2025 ist bemerkenswert, da der Monat von einem schwerwiegenden Zwischenfall überschattet wurde. Am 19. September traf ein Ransomware-Angriff den Systempartner Collins Aerospace, dessen Software MUSE (Multi-User System Environment) für das Check-in und die Passagierabfertigung an zahlreichen europäischen Flughäfen, darunter auch dem BER, unverzichtbar ist. Die Attacke führte zu einem plötzlichen Ausfall der automatisierten Systeme und zwang die Flughäfen zu einer raschen Rückkehr zu manuellen Prozessen. Berichte über das Chaos an anderen großen Drehkreuzen, wie London Heathrow und Brüssel, zeichneten ein Bild von langen Warteschlangen, handschriftlichen Bordkarten und Flugstreichungen. Auch am BER kam es zu erheblichen Verzögerungen, wobei Passagiere teils über eine Stunde auf ihre Abfertigung warten mussten. Trotzdem konnten die operativen Auswirkungen auf die monatliche Gesamtstatistik des BER minimiert werden. Der Flughafen selbst betonte den außerordentlichen Einsatz der Belegschaften von Flughafen, Bodenverkehrsdienstleistern und Fluggesellschaften, dank deren Arbeit nahezu alle Flüge durchgeführt werden konnten und somit ein signifikanter Einbruch der Passagierzahlen vermieden wurde. Die Zahl der Starts und Landungen blieb im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 17.934 Flugbewegungen nahezu konstant (September 2024: 17.979). Der Cyberangriff im Detail: Eine Gefahr für die kritische Infrastruktur Der Angriff auf Collins Aerospace legte die Vulnerabilität der Luftfahrt-Infrastruktur offen, die stark von wenigen, zentralen IT-Dienstleistern abhängt. Es handelte sich um einen Supply-Chain-Angriff, bei dem die Angreifer das MUSE-System direkt ins Visier nahmen, um Passagier- und Gepäckabfertigung für Tage zu stören. Die Europäische Agentur für Cybersicherheit (ENISA) bestätigte schnell, dass es sich um eine Ransomware-Attacke handelte. Für den BER und andere betroffene

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