Oktober 8, 2025

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Oktober 8, 2025

Deutschlands neues Tor zur Welt: Terminal 3 in Frankfurt vor der Eröffnung

Der Flughafen Frankfurt am Main, das größte Luftverkehrsdrehkreuz in Deutschland, steht vor einer historischen Erweiterung. Mit der offiziellen behördlichen Abnahme des neuen Terminal 3 hat die Fraport AG, Betreiberin des Flughafens, einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Das rund vier Milliarden Euro teure Bauprojekt, das größte privat finanzierte Infrastrukturvorhaben Europas, soll am 22. April 2026 feierlich eröffnet werden. Mit einer anfänglichen Kapazität von 19 Millionen zusätzlichen Passagieren jährlich soll der Neubau die künftigen Wachstumsanforderungen des Luftverkehrsstandortes Deutschland sichern und die Wettbewerbsfähigkeit des Frankfurter Flughafens im internationalen Vergleich stärken. Nach zehn Jahren Bauzeit beginnt nun die finale Phase der Inbetriebnahme, die von umfangreichen technischen Installationen und einem großangelegten Testbetrieb geprägt sein wird. Technischer Abschluss und Start der finalen Vorbereitungen Mit der Erteilung der behördlichen Genehmigungen, die unter anderem den strengen Brandschutz umfassen, hat das neue Terminal offiziell den Status einer Baustelle verlassen. Für die Fraport AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft, die Fraport Ausbau Süd GmbH (FAS), markiert dies den Übergang zur Betriebsvorbereitung. Fraport-Chef Dr. Stefan Schulte würdigte den Abschluss des Großprojekts als „ganz besonderen Moment“ und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten und Behörden. Die verbleibenden Monate bis zur geplanten Eröffnung sind ausgefüllt mit der Endinstallation modernster Technologie. Dazu gehört die Ausstattung der insgesamt 21 Sicherheitskontrollspuren mit Computertomographen. Diese Geräte gelten als technologischer Fortschritt und sollen die Abfertigungszeiten deutlich verkürzen. Parallel dazu werden die Geschäfte, Bars und Restaurants fertiggestellt, um den Passagieren ein modernes Serviceangebot zu bieten. Das Herzstück der Abläufe, die Gepäckförderanlage, wird ebenfalls fortlaufend erprobt, um die reibungslose Logistik

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Wizz Air reaktiviert Breslau-Flüge ab Dortmund zur Wintersaison 2026/2027

Der Dortmund Airport erweitert sein Engagement in Osteuropa und nimmt in Zusammenarbeit mit der ungarischen Fluggesellschaft Wizz Air die Verbindung in die polnische Stadt Breslau (Wrocław) wieder auf. Die Strecke zum Nikolaus-Kopernikus-Flughafen startet pünktlich zum Beginn des Winterflugplans 2026/2027, mit dem ersten Flug am 25. Oktober 2026. Die Low-Cost-Verbindung ist mit vier wöchentlichen Umläufen geplant. Die Flüge von Dortmund nach Breslau werden an den Wochentagen Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag angeboten. Mit einer Flugzeit von lediglich 90 Minuten ermöglicht die Reaktivierung eine schnelle Anbindung in die viertgrößte Stadt Polens. Der Dortmund Airport festigt damit seine Position als wichtiger deutscher Knotenpunkt für Verbindungen nach Mittel- und Osteuropa. Das Polen-Netzwerk des Flughafens ist bereits gut ausgebaut. Kattowitz und Danzig zählen seit Jahren zu den gefragtesten Zielen ab Dortmund. Die Wiederaufnahme der Breslau-Route ist Teil einer konsequenten Netzwerkstrategie. Bereits im laufenden Jahr hat Wizz Air die Anbindung nach Polen intensiviert. Im Juni 2025 wurde die neue Direktverbindung in die Hauptstadt Warschau in den Flugplan aufgenommen. Im Oktober 2025 folgt die Wiederaufnahme der Route nach Olsztyn-Mazury. Durch die zusätzlichen Kapazitäten nach Breslau, einem wichtigen Kultur- und Wirtschaftsstandort der Region Niederschlesien, trägt der Flughafen der steigenden wirtschaftlichen Dynamik Polens Rechnung. Guido Miletic, Leiter Airport Services und Marketing & Sales am Dortmund Airport, hob die Bedeutung dieser Streckenerweiterung hervor und betonte, dass der Ausbau der Verbindungen in das Nachbarland ein Gewinn für den Flughafen sei. Die Stadt Breslau, bekannt für ihre Lage auf zwölf Flussinseln und die zahlreichen Brücken, die ihr den Beinamen „Venedig Polens“ einbrachten,

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Quantensicherheit überzeugt: Österreichischer Reisepass gewinnt Sicherheitspreis

Der neue österreichische Reisepass ist am 7. Oktober 2025 im Rahmen des KSÖ-Sicherheitspreises in Innsbruck ausgezeichnet worden. Das Reisedokument erhielt den Preis für besondere Leistungen um digitale Sicherheit, verliehen vom Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ). Ausschlaggebend für die Würdigung war ein von der Österreichischen Staatsdruckerei (OeSD) entwickeltes Sicherheitsmerkmal, welches das Dokument nicht nur analog und digital, sondern auch zukunftssicher vor den potenziellen Risiken von Quantencomputern schützt. Der neue Reisepass, der seit Dezember 2023 bei Passbehörden beantragt werden kann, zeichnet sich durch ein komplett überarbeitetes Design und eine Reihe hochmoderner Sicherheitsmerkmale aus. Dazu gehört die Verwendung von Polycarbonat für die Datenseite, was einen erhöhten Schutz vor Manipulation und Fälschung bietet. Ebenfalls integriert wurden High-Tech-Elemente wie ein Laserbild-Perforationsfeature und ein Laserkippbild. Generaldirektor Helmut Lackner von der OeSD betonte, dass man bei der Entwicklung auf die neuesten Technologien gesetzt habe, um das wichtigste Reisedokument für die Zukunft sicher zu halten. Ein zentrales Merkmal des Dokuments ist der personalisierte QR-Code. Dieser Code ist digital signiert und enthält die gleichen Identitätsdaten wie das physische Dokument, was eine zusätzliche Sicherheitshürde für Fälscher darstellt. Zur Überprüfung dieses QR-Codes sowie weiterer Sicherheitsmerkmale steht die von der OeSD-Tochter „youniqx Identity“ entwickelte, kostenlose CHECK-AT App zur Verfügung. Die App führt Nutzer per Anleitung durch den Prüfprozess, was es auch Laien ermöglicht, die Echtheit des Dokuments schnell und sicher festzustellen und damit die Sicherheitspartnerschaft zwischen Behörde und Bürger zu stärken. Die Verleihung des KSÖ-Sicherheitspreises in der Kategorie digitale Sicherheit bestätigt die Vorreiterrolle Österreichs im Bereich der Dokumentensicherheit. Die frühe Implementierung quantensicherer Technologien

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Ryanair kritisiert Flugsicherung und fordert Reformen in Europa und Deutschland

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat ihre scharfe Kritik am Zustand der europäischen Flugsicherung erneuert. Zwischen dem 1. Januar und dem 5. Oktober 2025 sollen über 30 Millionen Passagiere des Unternehmens von Flugausfällen und unnötigen Verspätungen betroffen gewesen sein. Als Hauptursachen nennt Ryanair Missmanagement und Personalmangel bei den nationalen Flugsicherungsdiensten in ganz Europa. Das Unternehmen fordert von der EU-Kommission und den nationalen Verkehrsministern entschlossene Maßnahmen zur Reform des Systems. Besonders im Fokus der Kritik steht die deutsche Flugsicherung. Laut Angaben von Ryanair konnten im selben Zeitraum über drei Millionen Ryanair-Passagiere ihre Reisepläne nicht wie vorgesehen realisieren, was direkt auf Missmanagement und Personalmangel in Deutschland zurückgeführt wird. Marcel Meyer, Head of Communications DACH bei Ryanair, bezeichnete die Situation als inakzeptabel und kritisierte Verkehrsminister Patrick Schnieder scharf. Er forderte den Minister auf, „dringend den kaputten Flugsicherungsdienst zu reformieren“. Die Fluggesellschaft betont, dass Deutschland damit zu den in Europa am schlechtesten aufgestellten Flugsicherungen zähle, neben Ländern wie Frankreich, Spanien, Großbritannien und Griechenland. Die Airline hat ihre Kampagne „Air Traffic Control Ruined Your Flight“ lanciert, um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen. In diesem Zuge fordert Ryanair die Reisenden aktiv dazu auf, sich direkt an die EU-Kommissionspräsidentin – die in der Kampagne mit dem Spottnamen Ursula von „Derlayed-Again“ bedacht wird – sowie an Minister Schnieder zu wenden. Konkret verlangt das Unternehmen zwei zentrale Reformen: Die vollständige Besetzung der Flugsicherungsdienste, insbesondere für die morgendliche Abflugwelle, sowie der Schutz von Überflügen während nationaler Fluglotsenstreiks. Ryanair argumentiert, dass diese Maßnahmen 90 Prozent der flugsicherungsbedingten Verzögerungen beseitigen

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Symbolische Partnerschaft: Flughafen Wien und Hainan Airlines übernehmen Panda-Patenschaft in Schönbrunn

Der Tiergarten Schönbrunn in Wien hat mit der Hainan Airlines und der Flughafen Wien AG zwei neue Partner für seine Großen Pandas gewonnen. Die Airline und der Flughafen haben gemeinsam die Patenschaft für das neue Panda-Paar Lan Yun und He Feng übernommen. Diese Partnerschaft soll die enge kulturelle und wirtschaftliche Verbindung zwischen Österreich und China unterstreichen. Die symbolische Besiegelung fand bei einem gemeinsamen Fototermin im Tiergarten statt, an dem unter anderem Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, Eric Zhuo Zhang, General Manager von Hainan Airlines in Wien, und Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck teilnahmen. Die Patenschaft wird flankiert von der direkten Flugverbindung, welche Hainan Airlines zwischen Wien und Chengdu anbietet. Chengdu, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, gilt als Heimat der Großen Pandas und ist seit dem 1. Dezember 2024 dreimal wöchentlich nonstop vom Flughafen Wien aus erreichbar. Die Flüge finden ganzjährig jeweils dienstags, donnerstags und sonntags statt. Für den Flughafen Wien ist diese Verbindung, neben der bereits bestehenden Route nach Shenzhen, ein wichtiger Bestandteil zur Festigung seiner Rolle als zentrale Drehscheibe zwischen Europa und Asien. Die Stadt Chengdu selbst ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum und technologischer Hub Westchinas. Der Tiergarten Schönbrunn, der bereits seit über 20 Jahren Große Pandas im Rahmen einer internationalen Kooperation hält, sieht in der Partnerschaft ein starkes Zeichen für die Förderung des Artenschutzes. Das Weibchen Lan Yun und das Männchen He Feng, die 2020 geboren wurden und seit dem 23. April 2025 im Tiergarten leben, gelten als Botschafter ihrer gefährdeten Artgenossen. Nach einer Eingewöhnungs- und Quarantänezeit sind

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Zurückhaltung im Himmel: Boeing und Airbus bremsen Erwartungen an neue Schmalrumpfflugzeuge

Die beiden dominierenden Flugzeughersteller der Welt, Boeing und Airbus, haben auf einer kürzlich in Prag abgehaltenen Industriekonferenz die Erwartungen an einen kurzfristigen Start von völlig neu konzipierten Schmalrumpfflugzeugen (Narrowbodies) gedämpft. Führungskräfte beider Unternehmen signalisierten, dass die Entwicklung eines Nachfolgemodells für die überaus erfolgreichen Baureihen A320neo und 737 max noch Jahre entfernt liegt. Diese strategische Zurückhaltung, die auf technologischen Hürden, hohen Entwicklungskosten und den aktuellen Prioritäten der Hersteller basiert, zementiert die aktuelle Wettbewerbssituation auf dem wichtigsten Marktsegment der kommerziellen Luftfahrt bis weit in die 2030er Jahre hinein. Die Aussagen der Top-Manager, insbesondere die von Boeings Marketingchef Darren Hulst, verdeutlichen, dass der Schwerpunkt derzeit auf der Fertigstellung und Zertifizierung der bereits in der Entwicklung befindlichen Projekte liegt. Für Boeing bedeutet dies die vorrangige Bearbeitung der ausstehenden Varianten der 737 max-Familie sowie des Langstrecken-Großraumflugzeugs 777x und seiner Frachtversion 777xf. Airbus hingegen hält an der Bedingung fest, dass ein neues Modell eine signifikante Effizienzsteigerung von mindestens 25 Prozent gegenüber der aktuellen Generation bieten muss, ein technologischer Sprung, dessen Machbarkeit unter den gegenwärtigen Umständen als unsicher gilt. Boeings Fokus: Schuldenabbau und Zertifizierungslast Die Zurückhaltung von Boeing bei der Ankündigung eines Nachfolgers für die 737 max ist vor dem Hintergrund der aktuellen Unternehmenslage zu verstehen. Das US-Unternehmen ist mit einer erheblichen Verschuldung von rund 50 Milliarden US-Dollar belastet, die unter anderem aus den Konsequenzen der Sicherheitsprobleme der 737 max resultiert. In dieser finanziellen Situation wird die Konzentration auf die Stabilisierung der laufenden Programme als die primäre Geschäftsstrategie angesehen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der 777x-Familie,

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Starke Last-Minute-Welle treibt Sunny Cars Buchungen im September an

Der Mietwagen-Broker Sunny Cars verzeichnete im September 2025 einen der stärksten Buchungsmonate des laufenden Jahres. Nach Angaben des Unternehmens aus München war der September, nach dem Januar, der zweitstärkste Monat in der bisherigen Bilanz. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis war ein massives Last-Minute-Geschäft. Fast drei Viertel aller im September getätigten Buchungen bezogen sich auf Mietwagen für den September oder Oktober 2025. Gleichzeitig zeigen die Buchungen auch ein wachsendes Vorausbuchungsverhalten, da jeder zehnte Kunde sein Ferienauto bereits für das Jahr 2026 reservierte. Parallel zum hohen Buchungsaufkommen verzeichnete Sunny Cars eine Senkung der Durchschnittspreise. Der durchschnittliche Buchungswert fiel im September auf 370 Euro, was den tiefsten Wert des Jahres darstellt und exakt dem Preisniveau des Vorjahresmonats September 2024 entspricht. Im Vormonat August 2025 hatte der Durchschnittspreis noch bei knapp 400 Euro gelegen. Dieser Abwärtstrend der Preise, der sich bereits in den Vormonaten abgezeichnet hatte, setzt sich somit in den Herbst hinein fort. Analysten führen diese Preisstabilisierung auf ein ausgeglicheneres Verhältnis von Mietwagen-Angebot und -Nachfrage im Vergleich zu den Extremjahren 2022 und 2023 zurück. Regional zeigten sich die Mietwagenpreise in Südeuropa besonders günstig. In den Top-Zielgebieten Griechenland, Portugal und Spanien lag der durchschnittliche Buchungswert im September sogar unter der 300-Euro-Marke. Lediglich Italien bildete mit einem Durchschnittspreis von 332 Euro in der Mittelmeerregion eine Ausnahme. Die Beliebtheit der südeuropäischen Länder als Reiseziel hält damit ungebrochen an. Die Top-5 der gebuchten Destinationen im September waren Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und überraschend die USA. Die starke Nachfrage nach Mietwagen in den Vereinigten Staaten ist insofern bemerkenswert, da

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Winterzauber im Kaukasus: Georgiens Traditionen und der Reiz des kalten Abenteuers

Georgien, eingebettet zwischen dem Schwarzen Meer und den majestätischen Gipfeln des Kaukasus, offenbart sich im Winter als ein Land tief verwurzelter Traditionen und herzlicher Gastlichkeit. Abseits der sommerlichen Wanderpfade und Weinregionen präsentiert sich die kaukasische Republik in den kalten Monaten mit einer lebendigen Festkultur und einer wärmenden Küche, die Besucher in ihren Bann zieht. Die Winterzeit ist geprägt von religiösen Feierlichkeiten nach dem Julianischen Kalender und der georgischen Supra, dem traditionellen Festmahl, das Gemeinschaft und Geselligkeit zelebriert. Eine Reise in dieser Saison bietet die Möglichkeit, das kulturelle Erbe des Landes in einer besonders authentischen und atmosphärischen Weise zu erleben. Die winterlichen Festtage der Orthodoxie Die festliche Saison in Georgien orientiert sich am Kalender der georgisch-orthodoxen Kirche, was zu einer zeitlichen Verschiebung der Hauptfeierlichkeiten im Vergleich zur Westkirche führt. Das Weihnachtsfest wird nicht am 25. Dezember, sondern am 7. Januar begangen. Dieser Tag, der als gesetzlicher Feiertag gilt, ist ein tief religiöses Ereignis, das die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt. Ein zentraler und farbenprächtiger Brauch ist die Alilo-Prozession. Diese festliche Wanderung, deren Ursprung bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen soll, zieht durch die Straßen der Hauptstadt Tbilisi und anderer georgischer Städte. Die Gläubigen, oft in festlichen Gewändern und begleitet von Priestern, singen traditionelle Weihnachtslieder und sammeln Spenden und Geschenke für Bedürftige. Die Alilo-Prozession symbolisiert die Verkündigung der Geburt Christi und den Geist der Nächstenliebe und ist ein eindrucksvolles Zeichen der tiefen Verankerung des orthodoxen Glaubens in der georgischen Gesellschaft. Anders als in vielen westlichen Kulturen ist Weihnachten in Georgien primär ein kirchliches

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FAA-Personalmangel wegen Shutdown: Über 4000 Flüge verspätet

Die anhaltende Haushaltskrise in den USA und der damit verbundene Regierungsstillstand („Shutdown“) wirken sich drastisch auf den Flugverkehr aus. Aufgrund von Personalengpässen bei der US-Luftfahrtbehörde FAA verzeichneten Flugverfolgungsdienste am jüngsten Montag mehr als 4000 verspätete Flüge. Betroffen waren dabei wichtige Drehkreuze wie die Flughäfen in Newark, Phoenix, Denver und Las Vegas. Die FAA selbst bestätigte die massiven Verzögerungen, wies jedoch darauf hin, dass auch ungünstige Witterungsverhältnisse die Situation zusätzlich verschärft hätten. Der Kern des Problems liegt im Umstand, dass Tausende von Bundesbediensteten, deren Tätigkeiten als systemrelevant eingestuft sind, weiterhin ohne sofortige Bezahlung arbeiten müssen. Dies betrifft insbesondere die rund 13.000 Fluglotsen der FAA sowie etwa 50.000 Mitarbeiter der Transportsicherheitsbehörde (TSA), die für die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen zuständig sind. Während diese Mitarbeiter ihren Dienst notgedrungen fortsetzen, um die Flugsicherheit und grundlegende Abläufe zu gewährleisten, entfällt ihr Gehalt, wobei die erste ausbleibende Lohnzahlung für Fluglotsen am 14. Oktober erwartet wird. Die ungewisse finanzielle Situation der Mitarbeiter führt laut Experten zu steigendem Stress und einer erhöhten Krankenstandsrate – ein Phänomen, das bereits bei früheren, längeren Shutdowns beobachtet wurde, etwa während der 34-tägigen Haushaltssperre von 2018/2019. Schon damals sank die Kapazität der Fluglotsen, was unweigerlich zu Flugverspätungen und längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen führte. Der Branchenverband Airlines for America, der große US-Fluggesellschaften wie United, Delta und American Airlines vertritt, warnte bereits im Vorfeld des Shutdowns vor einer Verlangsamung und Ineffizienz des gesamten Flugsystems. Darüber hinaus droht der Personalmangel längerfristige Folgen: Nicht wesentliche, aber wichtige Tätigkeiten der FAA, darunter Inspektionen, Audits und die Ausbildung

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Die stillen Opfer der Krise: Jordanischer Tourismus bricht im Schatten regionaler Konflikte ein

Die Bilder von Raketen, die am Abendhimmel über der jordanischen Wüste Wadi Rum auf dem Weg in ein Nachbarland ihre Spuren ziehen, sind eine schmerzhafte Metapher für die aktuelle Lage in Jordanien. Das Königreich, das für seine gastfreundliche Kultur und seine unvergleichlichen historischen Stätten bekannt ist, befindet sich inmitten einer existenzbedrohenden Tourismuskrise – nicht durch eigene Fehler, sondern als unverschuldetes Opfer regionaler Spannungen. Der Ausbruch des Gaza-Krieges nach dem Überfall der Hamas auf Israel führte praktisch über Nacht zu einem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen. Malia Asfour von der jordanischen Tourismusbehörde Visit Jordan fasst die Situation drastisch zusammen: „Wir sind von einem ‚Overtourism‘ zu einem ‚No Tourism‘ übergegangen.“ Die Konsequenzen für die jordanische Wirtschaft sind verheerend und zeigen, wie fragil der internationale Reiseverkehr im Nahen Osten auf geostrategische Ereignisse reagiert. Wirtschaftlicher Schock: Bis zu 90 Prozent Besucherverlust Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache des Schocks: Bis zu 90 Prozent der internationalen Besucher sind seit Beginn der Kampfhandlungen im Nachbarland ausgeblieben. Diese Abwärtsspirale trifft das Land ins Mark, da der Tourismus für Jordanien eine Schlüsselindustrie und laut der Jordanien-Werberin Asfour „unser Öl“ ist. Besonders drastisch zeigt sich das Ausmaß des Einbruchs in der weltberühmten Felsenstadt Petra, einem UNESCO-Welterbe. Wo in der Hochsaison teils über 20.000 Besucher täglich den berühmten Siq durchquerten, um zum Schatzhaus zu gelangen, sind es aktuell nur noch wenige Hundert pro Tag. Die gähnende Leere in der einst überlaufenen archäologischen Stätte spiegelt die wirtschaftliche Not der Einheimischen wider. Souvenirverkäufer und Betreiber von Erfrischungsständen entlang der Hauptwege kämpfen ums Überleben.

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