Check-in-Schalter Flughafen Klagenfurt (Foto: Angelika Evergreen).
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Amadeus-Bericht prognostiziert Ende des Check-ins und automatische Erkennung auf Reisen

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Einem neuen Bericht des Technologieunternehmens Amadeus zufolge steht die Reisebranche vor einer grundlegenden Veränderung. In Zukunft sollen Reisende in vielen Teilen der Welt auf den herkömmlichen Check-in verzichten können und während ihrer gesamten Reise, vom Flughafen über Mietwagenstationen bis zu Hotels, automatisch erkannt werden. Ermöglicht werde dies durch die Verwendung eines einzigen, übergreifenden Identifikators anstelle verschiedener Reisedokumente. Der Bericht basiert auf Erkenntnissen von Branchenexperten, die an der Entwicklung der nächsten Generation von Technologien für das sogenannte Delivery Management von Fluggesellschaften arbeiten.

Die Luftfahrtindustrie befindet sich inmitten einer umfassenden technologischen Umstellung. Fluggesellschaften lösen traditionelle Branchenstandards ab und setzen auf neue Technologien in den Bereichen Angebot, Buchung und Durchführung, um Flugreisen stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Reisenden auszurichten. Das Delivery Management stellt dabei die letzte Phase dieser Transformation dar. Entwickler von Amadeus arbeiten derzeit mit Fluggesellschaften, Bodenabfertigern und Flughäfen an der Realisierung dieser neuen Systeme.

Laut dem Bericht sollen sogenannte Delivery Management Systeme (DMS) schrittweise die heutigen Departure Control Systeme (DCS) ersetzen. Ziel ist es, eine neue Generation offener und flexibler Technologien zu schaffen, die die Systeme von Fluggesellschaften und ihren Partnern wie Flughäfen, Bodenabfertigern und Drittanbietern besser miteinander vernetzen. Diese Transformation wird dazu beitragen, veraltete, von Fluggesellschaften an Flughäfen genutzte Systeme überflüssig zu machen. Flughafenmitarbeiter sollen sich künftig freier im Terminal bewegen können, um Passagiere direkt über mobile Endgeräte zu unterstützen.

Die Ablösung jahrzehntelang etablierter Standards und Prozesse soll in mehreren Schlüsselbereichen ein reibungsloseres und stärker vernetztes Reiseerlebnis ermöglichen. Dazu gehört die Ankunft am Flughafen ohne Notwendigkeit des Check-ins, da die Identifizierung des Reisenden und notwendige Kontrollen wie Visa- und Grenzformalitäten bereits im Vorfeld digital abgewickelt sein sollen. Statt zum Check-in-Schalter zu gehen, geben Reisende ihr Gepäck ab und begeben sich direkt zur Sicherheitskontrolle. Zudem sollen Reisende während ihrer gesamten Reise automatisch erkannt werden, ohne dass sie mehrere Dokumente vorlegen müssen. Ihre Berechtigungen werden mit einem biometrischen Identifikator oder dem Reisepass verknüpft. Auch bei Störungen im Reiseablauf sollen Passagiere umgehend personalisierte Informationen und alternative Reisemöglichkeiten erhalten, die auch andere Verkehrsmittel berücksichtigen können.

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