Die Stadt Amsterdam plant, die Anläufe von Flußkreuzfahrtschiffen zu reduzieren. Als Maßnahme gegen den sogenannten Overtourism sollen die Stopps im Jahr 2026 um rund zehn Prozent gesenkt werden.
Nach Angaben der Stadtverwaltung steuerten im letzten Jahr 1.950 Flußschiffe die Stadt an. Den Reedereien wird zukünftig eine feste Quote für die Liegeplätze zugewiesen. Einige Reiseanbieter rechnen dennoch mit geringen Auswirkungen auf ihre Flotte und die Reiseplanung.
Das Branchenkollektiv IG RiverCruise argumentiert, daß die Passagiere von Flußkreuzfahrten nur einen geringen Anteil an den jährlichen Besuchern ausmachen, aber erhebliche Einnahmen generieren. Als Reaktion auf die neuen Regeln verlegen einige Unternehmen ihre Liegeplätze in andere Städte wie Zaandam, welche rund 20 Minuten von Amsterdam entfernt liegt.
Die Regulierung der Flußschiffe ist Teil der Bemühungen der Stadt, den Massentourismus zu bekämpfen. Weitere Maßnahmen umfassen die Begrenzung der Anzahl von Hochseekreuzfahrtschiffen sowie die Beschränkung von Hotels und bestimmten Aktivitäten im Zentrum.