Analyse: Parkplatzkosten an Deutschlands Flughäfen stark gestiegen

Verkehrsschilder am Flughafen Stuttgart (Foto: Robert Spohr).
Verkehrsschilder am Flughafen Stuttgart (Foto: Robert Spohr).

Analyse: Parkplatzkosten an Deutschlands Flughäfen stark gestiegen

Verkehrsschilder am Flughafen Stuttgart (Foto: Robert Spohr).
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Viele Deutsche Verkehrsflughäfen haben die Kosten für das Abstellen von Fahrzeugen auf den Parkplätzen im direkten Vergleich mit dem Vorjahr zum Teil saftig erhöht. Zu diesem Schluss kommt eine vom Verbraucherschutzverein Berlin/Brandenburg vorgenommene Analyse.

Parken an Flughäfen war noch nie eine billige Angelegenheit. Es gab schon immer deutliche Preisunterschiede, denn an manchen Airports ist das Abstellen von Autos im direkten Vergleich mit anderen schon fast ein Schnäppchen. Anderenorts wird so richtig kräftig zur Kasse gebeten. Im Durchschnitt fallen laut Verbraucherschutzverein pro Woche 54 Euro für den jeweils günstigsten Parkplatz an. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 42 Euro wöchentlich.

Auch bei den teuersten Abstellflächen, die sich im Regelfall dem Eingang sehr nahe befinden, sind die durchschnittlichen Kosten stark angehoben wurden. Im Vorjahr mussten Passagiere im Schnitt 143 Euro pro Woche berappen und nun sind es stolze 177 Euro. Wie bereits erwähnt: Die Unterschiede unter den deutschen Flughäfen sind enorm.

Laut der Verbraucherschutzorganisation kann man in Dresden und Leipzig/Halle bereits ab 15 Euro pro Woche nahe am Terminal parken. Es handelt sich im das günstigste Angebot, das im Rahmen der Erhebung gefunden wurde. Zum Vergleich: In Dortmund fallen hierfür stolze 99 Euro pro Woche an. Ein wenig günstiger sind Hamburg mit 89 Euro und München mit 87 Euro.

In Köln/Bonn kann man sparen, wenn man den Parkplatz vorab online bucht. Im günstigsten Fall kann man für 29 Euro pro Woche sein Fahrzeug abstellen. Richtig teuer wird es aber, wenn man eine Stunde im „Kiss&Fly-Bereich“ vor dem Terminal steht: Hierfür sind stolze 35 Euro zu berappen. Diese Zone ist für Bringer und Abholer gedacht, denn zehn Minuten darf man kostenfrei stehen.

Kurzparken verteuerte sich besonders stark

Die Analyse des Verbraucherschutzvereins Berlin/Brandenburg hat auch festgestellt, dass besonders heftige Preiserhöhungen im Bereich des Kurzparkens stattgefunden haben. Die durchschnittlichen Preise sind im Jahresvergleich von neun Euro auf 12 Euro pro Stunde angehoben worden. Dies trifft in erster Linie zwei Personengruppen: Abholer, die auf ihre Freunde bzw. Verwandten warten und Geschäftsreisende, die im doppelten Tagesrand unterwegs sind.

Der Stuttgarter Flughafen soll dabei besonders negativ hervorstechen. Im Vorjahr bat dieser Airport noch mit etwa sieben Euro pro Stunde zur Kasse. Mittlerweile hat man die Systematik komplett verändert, denn es wurde eine „Kiss&Fly-Zone“ eingeführt. Diese umfasst auch vormalige Parkzonen, die von Abholern und Bringern genutzt wurden. Offiziell darf man diese Parkzonen nur noch maximal eine halbe Stunde nutzen und dafür soll man stolze 40 Euro auf den Tisch legen. Für die bloße Nutzung des „Kiss&Fly-Bereichs“ gibt es eine kostenlose Nutzung von nur wenigen Minuten.

Terminalnah: Stuttgart mit 294 Euro pro Woche teuerster Airport Deutschlands

Will man sein Auto während dem Urlaub nahe der Stuttgarter Terminals abstellen und hat nicht vorab online reserviert, so fallen in den Garagen P3 und P5 stolze 294 Euro pro Woche an. Laut der Verbraucherschutzorganisation soll das der deutschlandweit höchste Tarif sein. An keinem anderen Airport sollen so hohe Parkkosten pro Woche verlangt werden. Allerdings gibt es an diesem Flughafen auch günstigere Möglichkeiten, jedoch sind diese mit mehr Fußweg bis zur Abfertigungshalle verbunden.

In Düsseldorf sollen für eine Woche nahe dem Terminal parken 266 Euro verlangt werden. In dieser Gebühr ist der Zutritt zu einer Lounge inkludiert. In Hamburg werden 245 Euro fällig, in Frankfurt 234 Euro und in Köln 231 Euro. Bei den genannten Preisen handelt es sich jeweils um Abstellflächen, die sich besonders nahe der Fluggastterminals befinden. Alle genannten Flughäfen haben günstigere Alternativen, die mit einem zum Teil deutlich längeren Fußweg verbunden sind.

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