Airbus A321neo (Foto: David Ucher/Eurowings).
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Anpassungen im Streckennetz: Eurowings reduziert Balkan-Verbindungen im Sommer 2026

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Die Lufthansa-Tochter Eurowings nimmt für den kommenden Sommerflugplan signifikante Kapazitätsanpassungen auf mehreren Routen in Richtung Südosteuropa vor. Wie aus einem Bericht von Ex-Yu-Aviation.com hervorgeht, sind von den Kürzungen insgesamt fünf Flugverbindungen betroffen, die von den Standorten Stuttgart, Hamburg und Düsseldorf bedient werden.

Insbesondere im Zeitraum zwischen Mitte Juni und Ende Juli werden zentrale Strecken vorübergehend vollständig eingestellt. So wird die Verbindung von Stuttgart nach Sarajevo vom 19. Juni bis zum 27. Juli 2026 ausgesetzt, ebenso wie die Route von Stuttgart nach Zadar. Diese strategischen Strereichungen erfolgen zu einer Zeit, in der die Airline ihre Ressourcen auf hochfrequentierte Urlaubsziele konzentriert, während saisonale Schwankungen auf dem Balkanmarkt zu einer Neukalkulation führten.

Die Planungen für die kroatische Küstenstadt Zadar sehen nach der Zwangspause im August eine vorübergehende Erhöhung auf fünf wöchentliche Flüge vor, bevor die Frequenz im September auf lediglich eine Verbindung pro Woche sinkt. Auch die kroatische Hauptstadt Zagreb ist von den Kürzungen betroffen: Die Verbindung ab Stuttgart wird bis August von fünf auf vier wöchentliche Flüge reduziert. Im weiteren Saisonverlauf sind fünf statt der im Vorjahr angebotenen sechs Flüge geplant. Diese Anpassungen spiegeln einen breiteren Trend bei europäischen Billigfliegern wider, die ihre Flugpläne aufgrund gestiegener Betriebskosten an deutschen Flughäfen und einer Verschiebung der Passagierströme kurzfristig optimieren.

In Nord- und Westdeutschland fallen die Korrekturen ebenfalls deutlich aus. Die Route von Düsseldorf nach Belgrad, die ursprünglich bereits im April vollumfänglich starten sollte, wird nach einem einzelnen Flug am 4. April bis zum 4. Juli pausieren. Auch Reisende ab Hamburg müssen sich einschränken: Die Frequenz nach Pristina wird bis Juli auf einen wöchentlichen Flug halbiert. Selbst in der anschließenden Hochphase bleibt das Angebot mit zwei Flügen pro Woche hinter dem Vorjahresniveau von drei Rotationen zurück. Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass Eurowings mit diesen Maßnahmen auf den verstärkten Wettbewerb durch regionale Anbieter und die angespannte Personalsituation bei Bodenverkehrsdiensten reagiert, um die Stabilität des restlichen Flugplans zu gewährleisten.

Hintergrund dieser Maßnahmen ist unter anderem die wirtschaftliche Priorisierung von Strecken mit höherer Gewinnmarge während der Kernferienzeit. Während der Balkan traditionell ein starkes Segment für Familienbesuche und ethnischen Verkehr darstellt, belasten hohe Flughafengebühren in Deutschland die Rentabilität dieser Routen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die betroffenen Passagiere teilweise auf Umsteigeverbindungen über die Drehkreuze Frankfurt oder München verwiesen werden müssen. Für die Standorte Stuttgart und Hamburg bedeutet die Reduzierung einen vorübergehenden Rückgang der Konnektivität in den südosteuropäischen Raum, was insbesondere die Reiseplanungen der dort ansässigen Diaspora in den Sommermonaten erschwert.

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