Ansage zum Abschied: “Lauda behandelt die Mitarbeiter zum Teil menschenverachtend”

Heckflosse eines Lauda-A320 (Foto: Jan Gruber).
Heckflosse eines Lauda-A320 (Foto: Jan Gruber).

Ansage zum Abschied: “Lauda behandelt die Mitarbeiter zum Teil menschenverachtend”

Heckflosse eines Lauda-A320 (Foto: Jan Gruber).
Werbung

Nach 40 Dienstjahren verabschiedete sich ein Flugkapitän mit einer unmissverständlichen Ansprache über seinen letzten Arbeitgeber, die österreichische Ryanair-Tochter Lauda, in den Ruhestand. Seinen Worten folgte großer Applaus der Passagiere, denn er machte keinen Hehl daraus, dass die Unzufriedenheit der Düsseldorfer Mitarbeiter mit ihrem Dienstgeber sehr groß sein dürfte.

Die Stimmung an der Lauda-Basis Düsseldorf dürfte angesichts des Umstands, dass am 19. Oktober 2020 die letzten Flüge durchgeführt werden, alle Mitarbeiter bereits ihre Kündigungen erhalten haben und eine regelrechte Schwemme an Klagen vor den lokalen Gerichten anhängig ist, ohnehin am Boden sein. Ein Kapitän, der nach 40 Jahren Tätigkeit in Pension geht, fand klare und offene Worte über die Vorgehensweise der Ryanair Group. Der Arbeitgeber behandle das Personal zum Teil menschenverachtend, ist in einem Audio-File, das Passagiere an Aviation Direct geschickt haben, zu hören. Die Reisenden applaudierten nach der Ansage des in den Ruhestand tretenden Piloten deutlich hörbar. Auch die anschließende Verabschiedungsdurchsage der Kabine, die ebenfalls von Fluggästen aufgenommen wurde, hatte großen Applaus zur Folge.

Die klaren Worte des nunmehr pensionierten Lauda-Kapitäns hier zum Nachhören im O-Ton.

Die Verabschiedung der Kabine hier zum Nachhören im O-Ton.

5 Comments

  • RH , 14. Oktober 2020 @ 21:55

    Da kann man nur sagen, danke Niki! Dass Sie die Airline für und an diese Freibeutertruppe namens Ryanair auftragsgemäss aufgebaut und dann verkauft haben. Arbeitsrecht und betriebliche Mitbestimmung war schon für Sie ein Graus. Verkauft an Herrn o Leary. Er betreibt grenzüberschreitend Sozialabbau im grossen Stil und mit Hilfe einer Heerschar von Anwälten. Das alles unter Duldung und Unterstützung durch die EU Kommission und einiger Länder wie Malta und Irland. Diese Vorgangsweise solcher Unternehmer, die Verantwortungslosigkeit der EU Kommission und dieser Staaten sorgen dafür dass eine Vielzahl junger und älterer Menschen fragen was für sie der Vorteil einer EU ist. Sozialabbau, Deregulierung, Lohndumping und Ausbeutung sind es nicht. Erst wenn hier ein gravierendes Umdenken beginnt werden die Arbeitnehmer Europa wieder mit postivem Blick sehen können.

  • Daniel , 14. Oktober 2020 @ 23:48

    Und da das allen grundsätzlich bekannt ist, und die Flieger trorzdem nicht leer, hat der gemeine Passagier bei den “billigeren Leiharbeitern” vermutlich nur “oh, noch billigere Tickets! :)))” verstanden…

  • Martine , 15. Oktober 2020 @ 09:11

    Und die Menschen fliegen weiterhin mit dieser Airline. Einfach mal nachdenken und konsequent diese Airline
    meiden!!!

  • Six , 17. Oktober 2020 @ 01:36

    Einfach den dreck airline boykottieren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

5 Comments

  • RH , 14. Oktober 2020 @ 21:55

    Da kann man nur sagen, danke Niki! Dass Sie die Airline für und an diese Freibeutertruppe namens Ryanair auftragsgemäss aufgebaut und dann verkauft haben. Arbeitsrecht und betriebliche Mitbestimmung war schon für Sie ein Graus. Verkauft an Herrn o Leary. Er betreibt grenzüberschreitend Sozialabbau im grossen Stil und mit Hilfe einer Heerschar von Anwälten. Das alles unter Duldung und Unterstützung durch die EU Kommission und einiger Länder wie Malta und Irland. Diese Vorgangsweise solcher Unternehmer, die Verantwortungslosigkeit der EU Kommission und dieser Staaten sorgen dafür dass eine Vielzahl junger und älterer Menschen fragen was für sie der Vorteil einer EU ist. Sozialabbau, Deregulierung, Lohndumping und Ausbeutung sind es nicht. Erst wenn hier ein gravierendes Umdenken beginnt werden die Arbeitnehmer Europa wieder mit postivem Blick sehen können.

  • Daniel , 14. Oktober 2020 @ 23:48

    Und da das allen grundsätzlich bekannt ist, und die Flieger trorzdem nicht leer, hat der gemeine Passagier bei den “billigeren Leiharbeitern” vermutlich nur “oh, noch billigere Tickets! :)))” verstanden…

  • Martine , 15. Oktober 2020 @ 09:11

    Und die Menschen fliegen weiterhin mit dieser Airline. Einfach mal nachdenken und konsequent diese Airline
    meiden!!!

  • Six , 17. Oktober 2020 @ 01:36

    Einfach den dreck airline boykottieren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung