Mit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg verzeichnen die regionalen Flughäfen im Südwesten Deutschlands sowie im Grenzgebiet ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen.
Am Flughafen Stuttgart stehen zum Ferienauftakt an einem einzigen Tag knapp 250 Starts und Landungen im Flugplan. Um den Andrang in den Terminals zu bewältigen, haben die Betreiber zusätzliches Personal an den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckabfertigung bereitgestellt. Dennoch wird Fluggästen geraten, mehr Zeit für die Formalitäten vor dem Abflug einzuplanen.
Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden rechnet in den ersten Tagen der Schulausfallzeit mit rund 43.000 Passagieren. Zu den am stärksten nachgefragten Destinationen gehört wie in den Vorjahren die spanische Baleareninsel Mallorca, gefolgt von verschiedenen Zielen im Mittelmeerraum und in Südosteuropa. Auch der binationale Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg bereitet sich auf die verkehrsreichste Phase des Jahres vor. Dort wird ein Aufkommen von etwa 38.000 Passagieren an den ersten Ferientagen erwartet, was den Standort vor organisatorische Herausforderungen bei der Parkplatzkapazität und Passagierleitung stellt.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die drastische Konzentration des Reiseverkehrs auf die ersten Ferienwochen die operative Belastungsgrenze der regionalen Luftfahrtinfrastruktur aufzeigt. Trotz verbesserter digitaler Check-in-Prozesse und automatisierter Passkontrollen kommt es an Peak-Tagen regelmäßig zu Engpässen am Boden. Zudem sorgen Engpässe im europäischen Luftraum und personelle Kapazitätsgrenzen bei der Flugsicherung immer wieder für Verspätungen, die sich auf den gesamten Tagesflugplan der Regionalflughäfen auswirken können.
Wirtschaftlich sind die Sommermonate für die Betreibergesellschaften der regionalen Verkehrsflughäfen von zentraler Bedeutung, um die schwächeren Erträge der Wintermonate auszugleichen. Die hohe Abhängigkeit vom touristischen Verfasser- und Charterverkehr macht die Standorte jedoch anfällig für kurzfristige Buchungsschwankungen und Kapazitätsverschiebungen der ausführenden Fluggesellschaften.