Die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines unternimmt Schritte zur finanziellen Stärkung ihrer Tochtergesellschaften Air Seoul und Air Busan. Wie aus einer Mitteilung vom 13. Mai 2025 hervorgeht, hat Asiana ihren Anteil an der Tochtergesellschaft Air Seoul auf 100 Prozent erhöht, indem sie weitere 36 Millionen Aktien für 180 Milliarden Won (etwa 128 Millionen US-Dollar) erwarb. Dieser Schritt zielt laut Asiana darauf ab, die finanzielle Struktur von Air Seoul zu verbessern.
Gleichzeitig kündigte Asiana Airlines an, das Grundkapital von Air Seoul durch eine Aktienzusammenlegung zu restrukturieren. Dabei sollen acht bestehende Aktien zu einer neuen Aktie mit dem gleichen Nennwert von 5.000 Won (etwa 3,57 US-Dollar) zusammengefaßt werden.
Diese Maßnahme soll das Defizit von Air Seoul ausgleichen und führt zu einer Reduzierung der ausgegebenen Aktien von 39,5 Millionen auf 4.937.500. Ein Sprecher von Asiana erklärte gegenüber der Zeitung Chosun Ilbo, daß die Muttergesellschaft sich zu dieser Kapitalerhöhung entschlossen habe, um die finanzielle Basis von Air Seoul zu stabilisieren und einen stabilen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, insbesondere im Hinblick auf die Kapitalerosion der letzten drei Jahre, trotz steigender Umsätze seit dem Ende der COVID-19-Pandemie.
Finanzielle Unterstützung auch für Air Busan
Neben Air Seoul wird auch die andere Billigfluggesellschaft-Tochter von Asiana, Air Busan, finanziell unterstützt. Asiana Airlines plant, wandelbare Anleihen im Wert von 100 Milliarden Won (etwa 71 Millionen US-Dollar) zu erwerben, die von Air Busan ausgegeben werden.
Laut einem Sprecher von Asiana dient dieser Schritt dazu, Air Busan auf interne und externe Unsicherheiten vorzubereiten und die Verbesserung ihrer finanziellen Struktur zu unterstützen. Die Anleihen haben eine jährliche Verzinsung von 5,55 Prozent und laufen am 14. Mai 2055 aus.
Langfristige Pläne zur Integration der Billigfluglinien
Trotz dieser finanziellen Unterstützung durch Asiana plant die Muttergesellschaft Korean Air, beide Billigfluglinien-Töchter, Air Seoul und Air Busan, mit ihrer eigenen Billigfluglinie Jin Air zu verschmelzen, um eine größere, gemeinsame Fluggesellschaft zu schaffen. Einen konkreten Zeitplan für diese Integration gibt es jedoch noch nicht.
Korean Air hatte Ende letzten Jahres den Kauf eines 63,9-prozentigen Anteils an Asiana Airlines abgeschlossen. Diese Übernahme markiert eine bedeutende Konsolidierung in der südkoreanischen Luftfahrtindustrie. Die Integration der drei Billigfluglinien würde eine der größten Low-Cost-Carrier-Konzentrationen in Südkorea schaffen und den Wettbewerb in diesem Segment neu gestalten. Es wird erwartet, daß dieser Schritt die Effizienz steigert und Kosten senkt.