Check-in-Schalter im City Air Terminal (Foto: Jan Gruber).
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Ausbau der Selbstbedienungs-Services für Eva Air-Passagiere in Wien

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Die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air hat ihr Serviceangebot am Standort Wien durch die Einführung automatisierter Check-in- und Gepäckaufgabesysteme erweitert. Passagiere können ab sofort sowohl direkt am Flughafen Wien als auch am City Airport Train (CAT)-Terminal im Bahnhof Wien Mitte eigenständig einchecken.

Am Flughafen steht das System ab vier Stunden bis spätestens 65 Minuten vor dem Abflug zur Verfügung. Reisende drucken ihre Bordkarte sowie die Gepäcketiketten an Selbstbedienungsgeräten aus und geben ihre Koffer anschließend an dedizierten „Bag Drop“-Automaten ab. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Wartezeiten an den Schaltern zu verkürzen und die Abfertigungsprozesse vor den täglichen Flügen nach Asien effizienter zu gestalten.

Ein besonderes Merkmal der Erweiterung ist die Einbindung des CAT-Terminals im Stadtzentrum. Inhaber eines gültigen Fahrscheins für den Flughafen-Expresszug können ihr Gepäck bereits ab zehn Stunden und bis spätestens zwei Stunden vor dem Abflug in Wien Mitte aufgeben. Dieser Service ermöglicht es Reisenden, den Rest des Tages ohne schweres Gepäck in der Stadt zu verbringen, bevor sie die 16-minütige Fahrt zum Flughafen antreten. Die Koffer werden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen direkt zum Flughafen transportiert und automatisch in das Gepäcksystem des jeweiligen Fluges eingespeist. Wien gehört damit zu einem kleinen Kreis internationaler Standorte, die einen derart frühen Check-in im Stadtzentrum anbieten.

Die Fluggesellschaft bedient die Strecke Wien–Taipeh aktuell täglich mit einem Boeing 787-9 oder 787-10 „Dreamliner“. Während drei der wöchentlichen Verbindungen nonstop in die taiwanesische Hauptstadt führen, werden die restlichen vier Flüge mit einem Zwischenstopp in Bangkok durchgeführt. Der Einsatz des Dreamliners bietet je nach Konfiguration bis zu drei Serviceklassen, darunter die exklusive Royal Laurel Class. Branchenanalysen zufolge stärkt Eva Air durch die Prozessautomatisierung ihre Position im Wettbewerb auf der Langstrecke nach Südostasien, da die Zeitersparnis am Boden ein wesentliches Kriterium für Geschäftsreisende und anspruchsvolle Privaturlauber darstellt.

Hintergrund der Modernisierung ist die allgemeine Strategie des Flughafens Wien, den Anteil der Self-Service-Technologien massiv zu erhöhen. Mit der Integration von Eva Air in das bestehende Bag-Drop-System folgt die Airline dem Beispiel großer europäischer Netzcarrier. Die technische Infrastruktur in Wien Mitte und am Flughafen ist darauf ausgelegt, die Passagierströme auch bei hoher Auslastung der Großraumflugzeuge flüssig zu halten. Da die Boeing 787 von Eva Air regelmäßig über 300 Passagiere befördert, reduziert die dezentrale Gepäckaufgabe den Druck auf die zentrale Check-in-Halle am Flughafen erheblich.

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