Airbus A320 (Foto: Airhub Airlines).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Ausbau der Wartungskapazitäten: Airhub Aviation pachtet Areal am Flughafen Vilnius

Werbung

Die litauische Luftfahrtgesellschaft Airhub Aviation, eine Tochtergesellschaft der GetJet Group, hat den Zuschlag für ein Baugrundstück am internationalen Flughafen Vilnius (VNO) erhalten.

Im Rahmen einer von der staatlichen Betreibergesellschaft Lithuanian Airports organisierten Auktion sicherte sich das Unternehmen das Recht, eine Fläche von 11.200 Quadratmetern für die Dauer von 40 Jahren zu pachten. Für den Bau eines neuen Hangars zur Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen (MRO) sind Investitionen von rund 25 Millionen Euro vorgesehen. Nach der Fertigstellung des Komplexes sollen am Standort mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Mit dem Vorhaben erweitert die GetJet Group ihre Inhouse-Kapazitäten im Bereich der technischen Instandhaltung. Die Unternehmensgruppe betreibt vorwiegend Charter- und Wet-Lease-Dienste (ACMI) für andere Fluggesellschaften. Durch den Bau der eigenen Halleninfrastruktur strebt die Gruppe eine größere technische Unabhängigkeit von externen Dienstleistern an, um die Standzeiten der eigenen sowie von Kunden genutzten Passagierflugzeuge zu verringern.

Die Entwicklung reiht sich in die Pläne der litauischen Flughafengesellschaft ein, den Flughafen Vilnius stärker als regionales Zentrum für Luftfahrtdienstleistungen im Baltikum zu etablieren. Neben Passagier- und Frachtterminals wird der Ausbau technischer Wartungsstützpunkte seit Jahren durch die Vergabe langfristiger Erbpachtverträge gefördert. Die Region befindet sich im Wettbewerb mit Standorten in Polen und den baltischen Nachbarstaaten, die ebenfalls um Ansiedlungen im MRO-Sektor werben.

Branchenkenner weisen jedoch auf die Herausforderungen hin, die mit derartigen Großinvestitionen im Instandhaltungsbereich einhergehen. Die Rentabilität des geplanten Hangars hängt von einer dauerhaft hohen Auslastung sowie der Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal ab, das im europäischen Luftfahrtsektor derzeit knapp ist. Zudem erfordert der Betrieb kontinuierliche Zertifizierungen und Anpassungen an die regulatorischen Auflagen der europäischen Luftfahrtsicherheitsagentur EASA.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung