Die kanadische Fluggesellschaft Westjet und die skandinavische Airline SAS haben eine signifikante Erweiterung ihrer bestehenden Codeshare-Vereinbarung angekündigt.
Mit dem Start des Sommerflugplans am 29. März 2026 wird die Kooperation auf neun zusätzliche innereuropäische Strecken ausgeweitet, die von Kopenhagen aus bedient werden. Zu den neuen Zielen, die unter Westjet-Flugnummer vermarktet werden, gehören wichtige Wirtschaftszentren und Hauptstädte wie Düsseldorf, Oslo, Helsinki und Stockholm. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Konnektivität für Reisende aus Nordamerika zu erhöhen und den Zugang zum skandinavischen sowie nordeuropäischen Markt durch das Drehkreuz Kopenhagen zu optimieren.
Branchenanalysen verdeutlichen, dass dieser Schritt in eine Phase verstärkter transatlantischer Partnerschaften fällt. SAS, die kürzlich den Wechsel von der Star Alliance zur SkyTeam-Allianz vollzogen hat, nutzt Kopenhagen zunehmend als strategisches Tor für Partnergesellschaften. Für Westjet bedeutet die Erweiterung eine Stärkung der eigenen Marktposition in Europa, ohne selbst zusätzliche Flugzeuge auf diesen Kurzstrecken einsetzen zu müssen. Die Passagiere profitieren dabei von durchgehenden Ticketbuchungen und aufeinander abgestimmten Gepäckbestimmungen, was den Umstieg am Flughafen Kopenhagen effizienter gestaltet. Neben den genannten Metropolen umfasst die Vereinbarung auch regionale Anbindungen innerhalb Skandinaviens, die für Geschäftsreisende von hoher Relevanz sind.
Zusätzliche Daten aus dem Luftverkehrssektor zeigen, dass Westjet seine Kapazitäten nach Europa in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut hat, wobei der Fokus verstärkt auf Direktverbindungen von Calgary und Toronto zu europäischen Knotenpunkten liegt. Die Kooperation mit SAS ergänzt diese Langstreckenflüge durch ein dichtes Netz an Anschlussverbindungen. Experten weisen darauf hin, dass solche Partnerschaften für Fluggesellschaften wirtschaftlich äußerst attraktiv sind, da sie die Auslastung der Maschinen erhöhen und die Vertriebsreichweite in fremden Märkten vergrößern. Die Integration der neuen Flugstrecken in die Buchungssysteme erfolgt rechtzeitig vor der Hauptreisesaison im Sommer, um der steigenden Nachfrage im transatlantischen Sektor gerecht zu werden.
Die operative Umsetzung am Flughafen Kopenhagen Kastrup sieht vor, dass Westjet-Passagiere nahtlos in das Streckennetz der SAS übergehen können. Dies stärkt den Standort Kopenhagen im Wettbewerb mit anderen europäischen Drehkreuzen wie Frankfurt oder Amsterdam. Für die beteiligten Unternehmen bedeutet die Ausweitung des Codeshare-Abkommens eine Optimierung der Ertragsstruktur pro Flugmeile. Während SAS von der Zufuhr nordamerikanischer Fluggäste in ihr europäisches Netzwerk profitiert, kann Westjet ihren Kunden ein deutlich breiteres Spektrum an Zielen in Nordeuropa anbieten, was die Attraktivität der Airline für Langstreckenreisende nachhaltig sichert.