Foto: Anikka Bauer/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.
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Ausbau des Nordamerika-Geschäfts und Frequenzsteigerungen im Sommerflugplan am BER

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Mit dem Inkrafttreten des Sommerflugplans am 29. März 2026 verzeichnet der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eine deutliche Stärkung seines Langstreckennetzes und eine signifikante Expansion im europäischen Low-Cost-Segment. Bis zum 24. Oktober bedienen 80 Fluggesellschaften insgesamt 155 Destinationen.

Ein strategischer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem kanadischen Markt: Während Air Transat ihre Verbindung nach Toronto bereits ab Mai wieder aufnimmt und die Frequenz erhöht, feiert Air Canada am 3. Juli Premiere mit einer neuen Nonstop-Verbindung nach Montréal. Diese Route wird zunächst dreimal und in der Hochsaison viermal wöchentlich bedient, was die Anbindung der Hauptstadtregion an die wichtigen nordamerikanischen Drehkreuze erheblich verbessert.

Auch der Flugverkehr in die USA erfährt eine Kapazitätsausweitung. Delta Air Lines kehrt früher als in den Vorjahren auf die Strecke nach New York JFK zurück und bietet ab Mai tägliche Flüge an. Zusammen mit der bestehenden täglichen Verbindung von United Airlines nach Newark ist die Metropole New York somit doppelt an den BER angebunden. In Richtung Asien bleibt Hainan Airlines mit fünf wöchentlichen Flügen nach Peking ein stabiler Partner für den Wirtschafts- und Tourismusverkehr. Die zusätzlichen Kapazitäten auf der Langstrecke werden durch optimierte Codeshare-Abkommen ergänzt, die Reisenden über die Hubs in Kanada und den USA zahlreiche Anschlussmöglichkeiten in ganz Nordamerika eröffnen.

Innerhalb Europas treiben vor allem Eurowings und Wizz Air das Wachstum voran. Eurowings vergrößert seine Basis am BER auf neun stationierte Flugzeuge und nimmt neue Ziele wie Sarajevo, Lissabon und Kavala in den Flugplan auf. Besonders hervorzuheben ist das massive Engagement von Wizz Air, die ihre Sitzplatzkapazität im Vergleich zum Vorjahr um 90 Prozent steigert. Die Airline fokussiert sich dabei stark auf Osteuropa mit neuen oder verstärkten Verbindungen nach Rumänien, Moldau und Bosnien-Herzegowina. Auch etablierte Anbieter wie airBaltic reagieren auf die steigende Nachfrage und erhöhen die Frequenzen nach Riga und Vilnius, während easyJet sein Italien-Angebot durch zusätzliche Flüge zum Flughafen Mailand-Malpensa diversifiziert.

Branchenexperten werten diese Entwicklungen als klares Zeichen für die Erholung und Stabilisierung des Luftverkehrsstandortes Berlin-Brandenburg. Die Mischung aus neuen Interkontinentalverbindungen und einer hohen Dichte an europäischen Städte- und Ferienzielangeboten bedient sowohl den Bedarf an Geschäftsreisen als auch den klassischen Sommertourismus. Trotz der Konkurrenz durch andere europäische Hubs gelingt es dem BER, durch die Ansiedlung neuer Airlines wie Air Canada und die Wachstumsstrategien der Bestandsgesellschaften sein Profil als wichtiges Ein- und Ausreisetor für den Nordosten Deutschlands zu schärfen. Die verstärkte Präsenz von Fluggesellschaften im Premium- und Discountsegment sorgt zudem für einen intensiven Wettbewerb auf den Hauptrouten nach Mallorca, Paris und Wien.

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