Die griechische Fluggesellschaft Sky Express weitet ihre Flugverbindungen zwischen Griechenland und Deutschland für die bevorstehende Wintersaison aus.
Wie das Unternehmen mitteilte, wird der bestehende Flugplan ab Anfang Dezember um zusätzliche wöchentliche Frequenzen ab der Basis am Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos ergänzt. Ab dem 1. Dezember bietet die Airline eine zusätzliche Dienstagsverbindung nach Hamburg an. Zudem startet ab dem 2. Dezember eine weitere Samstagsrotation zum Flughafen Berlin-Brandenburg, um die Kapazitäten auf diesen Strecken zu verdichten.
Die schrittweise Aufstockung der Flüge erfolgt im Rahmen der Flotten- und Netzwerkerneuerung des Unternehmens. Sky Express setzt auf den Strecken nach Deutschland vorwiegend Flugzeuge der Airbus-A320neo-Familie ein. Die Ausweitung des Flugangebots richtet sich sowohl an den Städte- und Geschäftsreiseverkehr als auch an den verbleibenden Urlaubsreiseverkehr in den Wintermonaten. Mit diesen Frequenzerhöhungen stärkt die Fluggesellschaft ihre Marktpräsenz im deutsch-griechischen Luftverkehr im Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie Aegean Airlines und der Lufthansa-Gruppe.
Der Ausbau der Direktverbindungen fällt in eine Phase, in der mehrere europäische Fluggesellschaften ihre Ganzjahreskapazitäten nach Südeuropa anpassen. Durch die Bereitstellung zusätzlicher Frequenzen an den Standorten Hamburg und Berlin erhöht Sky Express die Flexibilität für Passagiere bei der Reiseplanung. Gleichzeitig dient das Drehkreuz Athen als Umsteigepunkt für Anschlussflüge zu zahlreichen griechischen Inseln und regionalen Zielen, die auch außerhalb der Sommermonate im Linienverkehr angeflogen werden.
Luftfahrtanalysten verweisen jedoch darauf, dass die Aufstockung von Winterkapazitäten auf Verbindungen zwischen Deutschland und Griechenland mit betriebswirtschaftlichen Risiken verbunden ist. Die Nachfrage auf diesen Strecken unterliegt starken saisonalen Schwankungen, da das Passagieraufkommen im Winter deutlich unter den Werten der Sommermonate liegt. Ob die zusätzliche Sitzplatzkapazität auf den Routen nach Hamburg und Berlin auch in den nachfrageschwächeren Monaten von Dezember bis Februar zu wirtschaftlich tragfähigen Auslastungsquoten führt, bleibt abzuwarten.