Am Morgen des St. Patrick’s Day kam es am Dubliner Flughafen zu einem Zwischenfall, bei dem ein Passagier nach dem Verpassen seines Fluges erheblichen Sachschaden verursachte. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das zunehmende Problem ungebührlichen Verhaltens von Fluggästen an Flughäfen weltweit.
Gegen 7:20 Uhr morgens erreichte ein Mann in den Zwanzigern den Dubliner Flughafen in offenbar stark alkoholisiertem Zustand. Nachdem er seinen Anschlussflug verpasst hatte, reagierte er mit einem Wutanfall, der in erheblichem Vandalismus im Abflugbereich von Terminal 1 gipfelte. Augenzeugenberichten zufolge entkleidete er sich oberkörperfrei, zerrte elektronische Geräte von den Schaltern der Fluggesellschaft und warf Mobiliar, darunter Stühle und Tische, durch die Gegend. Ein Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt, wie der Mann Gegenstände über Sitzreihen hinwegschleudert und dabei beinahe andere Passagiere trifft.
Das Flughafenpersonal reagierte umgehend auf den Vorfall. Mitarbeiter der Flughafenpolizei überwältigten den Randalierer und übergaben ihn an die irische Polizei, An Garda Síochána. Der Mann wurde festgenommen und noch am selben Tag vor Gericht gestellt. Ein Sprecher der Flughafenbehörde DAA äußerte sich wie folgt: „Wir hoffen, dass das Justizsystem angemessen mit ihm verfährt und dass wir ihn nie wieder am Dubliner Flughafen sehen.“
Zunehmende Vorfälle von Passagierunruhe
Der Vorfall am Dubliner Flughafen ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren gab es weltweit einen Anstieg von Zwischenfällen mit unruhigen Passagieren. Allein in Australien registrierte die Bundespolizei während der Sommerferienperiode 2024/2025 durchschnittlich 68 Vorfälle pro Tag an Flughäfen und in Flugzeugen, insgesamt 4.205 Störungen im Dezember und Januar. Diese führten zu 93 Festnahmen und 132 Anklagen, darunter schwere Delikte wie Angriffe auf Beamte und störendes Verhalten während des Fluges.
Die Ursachen für das zunehmende Fehlverhalten von Passagieren sind vielfältig. Längere Wartezeiten aufgrund von Flugverspätungen führen oft zu erhöhtem Alkoholkonsum in Flughafenbars. Michael O’Leary, CEO von Ryanair, äußerte in diesem Zusammenhang Bedenken über die Zunahme von Zwischenfällen mit betrunkenen Passagieren, insbesondere an schottischen Flughäfen. Er forderte Maßnahmen wie ein Limit von zwei alkoholischen Getränken pro Passagier in Flughafenbars und strengere Geldstrafen für Störenfriede.
Reaktionen der Flughäfen
Einige Flughäfen haben bereits auf die Problematik reagiert. Die Flughäfen in Edinburgh und Glasgow haben Kampagnen gestartet, um störendes Verhalten einzudämmen. Trotzdem bleibt die Herausforderung bestehen, ein Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Dienstleistungen und der Gewährleistung der Sicherheit und des Komforts aller Passagiere zu finden.
Der Vorfall am Dubliner Flughafen am St. Patrick’s Day unterstreicht die Notwendigkeit eines entschlossenen Vorgehens gegen ungebührliches Verhalten von Passagieren. Flughäfen und Fluggesellschaften weltweit sind gefordert, präventive Maßnahmen zu ergreifen und im Ernstfall konsequent durchzugreifen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Reisenden zu gewährleisten.