Ein Airbus A330-300 der Fluggesellschaft Swiss International Air Lines musste auf dem Weg von Zürich nach Boston eine unplanmäßige Zwischenlandung am Flughafen Dublin einlegen.
Grund für das Ausweichmanöver war eine Rauchentwicklung in der Passagierkabine, die nach offiziellen Angaben der Airline durch eine defekte Powerbank ausgelöst wurde. Der Flug mit der Flugnummer LX52 war am Sonntag, dem 9. August 2026, um 18:11 Uhr in Zürich gestartet. Als das Kabinenpersonal den Rauch bemerkte, forderte die Cockpitbesatzung umgehend eine Prioritätslandung in der irischen Hauptstadt an.
Das Flugzeug mit der Registrierung HB-JHN setzte am frühen Montagmorgen um 03:07 Uhr Ortszeit sicher in Dublin auf. Alle 206 Passagiere an Bord blieben bei dem Zwischenfall unverletzt und wurden für die Nacht in einem örtlichen Hotel untergebracht. Technische Teams führten vor Ort eine Überprüfung des Flugzeugs und des betroffenen Bereichs durch. Genauere Einzelheiten dazu, wie das externe Akkuladegerät in Brand geriet oder Rauch entwickelte, gab die Fluggesellschaft nicht bekannt.
Nach Abschluss der Überprüfungen wurde die Maschine am Montag, dem 10. August 2026, ohne weitere Zwischenfälle nach Zürich zurücküberführt. Das Flugzeug wurde noch am selben Abend wieder für den regulären Linienbetrieb freigegeben und für den Flug LX18 von Zürich nach New York Newark eingeplant, der sich allerdings um mehr als vier Stunden verzögerte. Der Vorfall unterstreicht die betrieblichen Risiken, die von Lithium-Ionen-Akkus im Passagiergepäck ausgehen.
Gefahrgutvorschriften im Luftverkehr verlangen zwar, dass Powerbanks ausschließlich im Handgepäck mitgeführt werden dürfen, damit eventuelle Brände von der Besatzung schnell entdeckt und bekämpft werden können. Dennoch stellen thermische Durchgehen von Akkus eine fortlaufende Herausforderung für den Flugbetrieb dar. Sicherheitsbehörden prüfen regelmäßig die Richtlinien für die Mitnahme elektronischer Geräte an Bord, um das Risiko von Kabinenbränden weiter zu minimieren.