Boeing 737-Max-8 (Foto: Mitchell R Hope).
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Australien: Bonza vor dem endgültigen Aus

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Ein abruptes Ende markiert das Schicksal von Bonza, der australischen Low-Cost-Carrier, der nun Insolvenz angemeldet hat. Die entmutigende Nachricht kommt nachdem der Verwalter der Fluggesellschaft, Hall Chadwick, die letzten Hoffnungen auf Rettung zerschlagen hat, indem er alle 323 Mitarbeiter entlassen und sämtliche zukünftige Flüge gestrichen hat. Die Lage verschärfte sich, als die Leasinggeber in einer nächtlichen Razzia die Flugzeuge beschlagnahmten, was das endgültige Aus für Bonza besiegelte.

Hall Chadwick hatte eine Frist bis zum 7. Juni 2024 für verbindliche Angebote gesetzt, jedoch blieben diese aus. Trotz des Engagements, potenzielle Käufer zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur gründlichen Prüfung zu geben, konnte keine Rettung für das Unternehmen gefunden werden. Bei einer Bürgerversammlung am 11. Juni wurden die bereits entlassenen Mitarbeiter darüber informiert, dass ihre Beschäftigung endgültig beendet ist, was eine Zeit der Unsicherheit und finanziellen Sorge für viele Familien bedeutet.

Die Zukunft von Bonza bleibt ungewiss, da Hall Chadwick noch nicht entschieden hat, ob das Unternehmen liquidiert werden soll. Die ehemaligen Mitarbeiter, denen noch Gehälter und Leistungen aus dem April fehlen, können solange keine staatliche Unterstützung beantragen. Hall Chadwick betont jedoch, dass das Hauptziel darin besteht, das bestmögliche Ergebnis für alle Gläubiger zu erzielen, nicht nur für die Mitarbeiter.

Bonza startete Anfang 2023 mit Unterstützung von 777 Partners. Doch trotz vielversprechenden Starts konnte die Fluggesellschaft nie das erforderliche Wachstum erreichen. Ihre wenigen B737-8 waren nicht für viele der 21 angeflogenen Flughäfen geeignet, und viele Strecken erwiesen sich als unrentabel. Die Tatsache, dass die Leasingfirmen nun alle Flugzeuge zurückgezogen haben, verschärft die finanzielle Misere von Bonza weiter.

Währenddessen untersucht der Insolvenzverwalter Behauptungen, dass Bonza während der Insolvenz unrechtmäßig gehandelt haben könnte, was, falls sich dies bewahrheitet, einen Verstoß gegen den australischen Corporations Act (2000) darstellen würde. Dies könnte nicht nur zu zivilrechtlichen, sondern auch zu strafrechtlichen Konsequenzen für die Geschäftsführer führen. Die Schließung von Bonza markiert einen weiteren Rückschlag in der australischen Luftfahrtbranche und wirft Fragen über die Stabilität und Rentabilität von Nischenfluggesellschaften auf.

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