Austrian Airlines hat das erste Halbjahr 2025 mit einem verbesserten Ergebnis abgeschlossen. Das Adjusted EBIT stieg um 31 Prozent auf minus 43 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, obwohl das Unternehmen weiterhin mit Verlusten kämpft. Die Einnahmen erhöhten sich um 10 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt beförderte die Fluggesellschaft 6,6 Millionen Passagiere, was einem leichten Zuwachs von einem Prozent entspricht.
Die Vorstandsvorsitzende Annette Mann betonte, daß sich Austrian Airlines in puncto Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit deutlich verbessert habe. Dennoch würden die geopolitische Lage in wichtigen Kernmärkten, insbesondere im Nahen Osten, und die ungünstigen Rahmenbedingungen in Österreich die Profitabilität stark beeinträchtigen. Die gestiegenen An- und Abfluggebühren allein in Österreich um 23 Prozent sowie die überdurchschnittliche Inflation und hohe Kollektivvertragssteigerungen hätten sich negativ auf die Kosten ausgewirkt.
Im zweiten Quartal 2025 konnte Austrian Airlines mit einem Adjusted EBIT von 68 Millionen Euro einen Gewinn erzielen, was einer Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Dies zeigt, daß das Unternehmen in den reisestarken Monaten profitabler operiert. Die Fluggesellschaft hat zudem neue Ziele wie Ivalo, Edinburgh, die Lofoten, Sylt und Burgas ins Programm aufgenommen, um das Angebot zu erweitern und die Nachfrage zu bedienen. Bewährt hat sich auch die zweimal tägliche Verbindung nach Bangkok. Die operative Leistung der Airline wurde von den Passagieren honoriert: Bei den renommierten Skytrax Awards erhielt Austrian Airlines die Auszeichnungen für den „Best Airline Staff Service in Europe“ und die „Best Cabin Crew in Europe“. COO Francesco Sciortino hob die Wichtigkeit dieses direkten Feedbacks der Passagiere hervor. Trotz der Herausforderungen bleibt das Ziel von Austrian Airlines, das Jahresergebnis 2024 deutlich zu übertreffen. Die Airline plant weiterhin große Investitionen, wie die geplante Erweiterung der Langstreckenflotte mit Boeing 787-9 Dreamlinern sowie die Umrüstung der Kurz- und Mittelstreckenflotte mit neuen Flugzeugen der Airbus A320-Familie. Zusätzlich sind 35 Millionen Euro für neue Lounges am Drehkreuz Wien und jährlich über 10 Millionen Euro für digitale Kundenservices vorgesehen.