Austrian Airlines hat bei einer Pressekonferenz aktuelle Entwicklungen zur Flugzeugflotte und den wirtschaftlichen Ergebnissen vorgestellt. CEO Annette Mann hatte zunächst die Boeing 737 Max 8 als möglichen Nachfolger für die Kurz- und Mittelstreckenflotte ins Gespräch gebracht, doch COO Francesco Sciortino gab nun bekannt, dass die Airline auf die 737 verzichten werde, da dieses Modell keine Container-Lademöglichkeiten bietet. Eine endgültige Entscheidung über die Flotte könnte möglicherweise noch vor der Flottensitzung im Mai 2025 fallen.
Während der Präsentation der Quartalszahlen für den Zeitraum von Juli bis September wurde bekannt, dass sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr halbiert hat. Mann führte die schlechten Ergebnisse auf verschiedene Faktoren zurück, darunter hohe Standortkosten in Österreich. Der Abflug eines A320 in Wien kostet laut Mann 3.715 Euro, während die Kosten in Prag bei nur 540 Euro liegen.
Des Weiteren wies der Vorstand von Austrian Airlines Vorwürfe zurück, die Trainingsunterlagen für das Wettertraining von Piloten manipuliert zu haben. In diesem Zusammenhang wurde eine mögliche Klage wegen Rufschädigung angedeutet.
Im Hinblick auf die Umweltpolitik wurde eine neue Abgabe angekündigt, die ab dem 1. Januar 2025 für alle Flüge innerhalb der EU gilt und zwischen ein und 36 Euro beträgt, je nach Streckenlänge und Buchungsklasse. Diese Abgabe soll die Umstellung auf klimaneutrales Fliegen unterstützen. Ab 2025 müssen alle Kerosinlieferungen in der EU zu zwei Prozent mit nachhaltigem Flugkraftstoff gemischt werden.