Airbus A321neo (Foto: SugarDaddyDelight).
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Ausweichlandung nach Geruchsbelästigung an Bord eines Airbus A321neo von Delta Air Lines

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Ein Flug der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines von der hawaiianischen Insel Maui nach Seattle musste am Samstagabend wegen einer plötzlichen Geruchsentwicklung in der Passagierkabine abgebrochen werden.

Die Besatzung des Airbus A321neo entschied sich kurz nach dem Start vom Kahului Airport zur Umkehr und leitete eine Sicherheitslandung auf dem Daniel K. Inouye International Airport in Honolulu ein. Nach der Landung klagten mehrere Passagiere über Übelkeit und Kopfschmerzen, woraufhin vier Personen zur medizinischen Versorgung in Notaufnahmen lokaler Krankenhäuser gebracht wurden. Auch ein Mitglied des Kabinenpersonals begab sich in ärztliche Behandlung. Ursache und Herkunft der aufgetretenen Dämpfe sind bislang ungeklärt und Gegenstand technischer Untersuchungen durch die Fluggesellschaft sowie die zuständigen Luftfahrtbehörden.

Sicherheitsrelevanter Vorfall auf der Pazifikroute

Der Flug mit der Flugnummer Delta 394 befand sich mit 189 Passagieren an Bord auf dem Weg über den Pazifischen Ozean in Richtung des Seattle-Tacoma International Airport. Kurz nach dem Steigflug bemerkten sowohl Besatzungsmitglieder als auch Fluggäste einen ungewöhnlichen Geruch im Innenraum. Um Risiken durch eine unbekannte Substanz oder eine mögliche Beeinträchtigung der Flugfähigkeit zu vermeiden, entschied die Flugkapitänin im Einklang mit den Standardverfahren der Fluggesellschaft, die Überquerung des Ozeans abzubrechen und den nächstgelegenen Großflughafen anzusteuern.

Die Maschine landete gegen 23:00 Uhr Ortszeit sicher in Honolulu. Nach dem Ausrollen auf der Landebahn verließen die Passagiere das Flugzeug über mobile Passagiertreppen und wurden mit Bussen zum Terminalgebäude gebracht. Am Boden stellten Einsatzkräfte zudem fest, dass aus dem Flugzeug Treibstoff austrat. Ob dieser Kraftstoffaustritt in einem direkten Zusammenhang mit der Geruchsentwicklung in der Kabine steht oder ein unabhängiges technisches Problem darstellt, ist derzeit noch unklar.

Medizinischer Großeinsatz und Betreuung der Fluggäste

Der Rettungsdienst von Honolulu sowie Einheiten der Bundessicherheitsfeuerwehr trafen kurz nach der Landung am Flughafen ein. Drei Frauen im Alter von 27, 31 und 42 Jahren sowie ein weiterer Passagier wurden vor Ort erstversorgt und anschließend in stabilem Zustand in Notaufnahmen eingeliefert. Die Symptome reichten von starken Kopfschmerzen bis hin zu ausgeprägter Übelkeit, was auf eine Reizung durch eingeatmete Dämpfe hindeutet. Lebensgefahr bestand nach Auskunft der behandelnden Ärzte für keinen der Betroffenen.

Die Fluggesellschaft organisierte für die verbleibenden Fluggäste eine Ersatzmaschine, die am folgenden Morgen den Weiterflug nach Seattle antrat. Den betroffenen Passagieren wurden Erstattungen der Ticketkosten sowie Unterstützung bei der Weiterreise angeboten. Das Vorfallsmanagement verdeutlicht die Notwendigkeit von Sicherheitslandungen bei unklaren Geruchsentwicklungen im Passagierraum, da eine Beeinträchtigung des Piloten- oder Kabinenpersonals auf langen Strecken über See ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Technische Überprüfung und Sicherheitsanalysen bei Triebwerk und Klimatisierung

Kabinenluft in modernen Strahlflugzeugen wird bei den meisten Mustern als sogenannte Zapfluft aus den Verdichterstufen der Triebwerke gewonnen und vor der Einleitung in den Passagierraum gekühlt und gefiltert. Bei Undichtigkeiten an Öldichtungen oder Hydraulikleitungen können Zersetzungsprodukte von Schmierstoffen in das Belüftungssystem gelangen und sogenannte Fume Events auslösen. Der eingesetzte Airbus A321neo gehört zu den neuesten Schmalrumpfflugzeugen der Delta-Flotte und wird von modernen Turbofan-Triebwerken angetrieben.

Techniker der Fluggesellschaft und Ermittler der Flugsicherheitsbehörden haben das betroffene Flugzeug vorübergehend aus dem Liniendienst genommen. Die anstehenden Inspektionen umfassen die Überprüfung der Belüftungskanäle, der Triebwerksdichtungen sowie der Treibstoffleitungen. Erst nach Identifikation der Ursache, Behebung der Mängel und Durchführung von Testflügen wird das Luftfahrt-Bundesamt der USA eine Freigabe für den erneuten Einsatz im Passagierverkehr erteilen.

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