Jan Gruber

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Jan Gruber

Der sinkende Flugverkehr in Deutschland: Eine Branche unter Druck

Der deutsche Luftverkehr steht vor massiven Herausforderungen. Während andere europäische Länder sich von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie weitgehend erholt haben, bleibt Deutschland deutlich hinterher. Airlines wie Ryanair, Eurowings und nun auch Condor reduzieren ihre Flüge ab Hamburg und anderen Flughäfen. Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr warnt vor weiteren Einschnitten, da die Branche unter erheblichen Kostensteigerungen leidet und diese nicht länger schultern will. Die Diskussion um staatlich veranlasste Abgaben und neue Umweltauflagen hat sich in den letzten Monaten zugespitzt, und der deutsche Luftverkehr könnte in Zukunft weiter geschwächt werden. Ein Abwärtstrend im deutschen Luftverkehr Bereits seit Monaten schlagen die deutschen Fluggesellschaften Alarm: Hohe Steuern und Gebühren, steigende Kosten durch neue Auflagen und der Anstieg der Ticketpreise belasten die Branche. Laut dem Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) werden zwischen September 2024 und Februar 2025 von und nach Deutschland 115,7 Millionen Sitzplätze angeboten – ein Zuwachs von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch immer noch 13 Prozent weniger als vor der Pandemie. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern verdeutlicht die Misere: Während das Angebot in Deutschland nur 87 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, liegt der Rest Europas bereits bei 106 Prozent. Besonders betroffen sind mittelgroße Flughäfen wie Stuttgart, Düsseldorf, Köln und Berlin. Diese Flughäfen bieten deutlich weniger Flüge an als vor der Pandemie, und Hamburg, das bisher vergleichsweise gut dastand, wird nun ebenfalls von Flugkürzungen getroffen. Das Streichkonzert bei den Flugplänen zeigt, daß die Krise am deutschen Himmel noch lange nicht überwunden ist. Die Belastungen durch staatliche Abgaben Im Zentrum der Beschwerden der Fluggesellschaften stehen

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Iranische Fluggesellschaften stellen Flüge nach Europa ein

Nach der Verhängung neuer EU-Sanktionen streichen iranische Fluggesellschaften ihre Verbindungen nach Europa. Der Generalsekretär des Verbandes iranischer Fluggesellschaften, Maghsud Asadi Samani, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Ilna, dass „kein iranisches Flugzeug mehr nach Europa fliegen“ werde. Die EU hatte Anfang der Woche neue Strafmaßnahmen gegen den Iran beschlossen, die unter anderem die Lieferung ballistischer Raketen und Drohnen an Russland betreffen. Diese Sanktionen betreffen besonders die staatliche Fluggesellschaft Iran Air. Neben der Sperrung von Vermögenswerten verbieten die neuen Sanktionen auch das Betanken der Iran-Air-Flotte in Europa. Iran Air, eine der wenigen Airlines mit Direktverbindungen zwischen Europa und dem Iran, ist damit stark eingeschränkt. Trotz hoher Nachfrage nach Flügen in europäische Städte müssen Reisende nun auf alternative Routen, etwa über Istanbul oder Dubai, ausweichen. Die Türkei bleibt weiterhin ein wichtiges Drehkreuz für Passagiere, die zwischen dem Iran und Europa reisen.

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Notfallübung am Flughafen Graz absolviert

Am 15. Oktober 2024 fand am Flughafen Graz eine groß angelegte Notfallübung statt, bei der das Szenario einer Flugzeugentführung simuliert wurde. Rund 500 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten nahmen an der Übung teil, die sich auf die polizeiliche Arbeit und die Zusammenarbeit zwischen Behörden konzentrierte. Besonders im Fokus stand die Koordination zwischen Landespolizeidirektion, dem Einsatzkommando Cobra und weiteren Partnern. Ziel der Übung war es, die Notfallplanung zu überprüfen und die Zusammenarbeit im Ernstfall zu verbessern. Landespolizeidirektor Gerald Ortner betonte die Bedeutung solcher Übungen für den Schutz der Bevölkerung, während der Standortkommandant des EKO Cobra, Oberst Kurt Kornberger, die Komplexität der Lage und die Notwendigkeit einer reibungslosen Kooperation hervorhob. Auch der Geschäftsführer des Flughafens Graz, Wolfgang Grimus, lobte den erfolgreichen Verlauf der Übung und kündigte eine umfassende Nachbereitung an, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Als größter Airline-Partner des Flughafens stellte Eurowings ein Flugzeug für die Übung zur Verfügung.

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Icelandair und TAP unterzeichnen Codeshare-Abkommen

Icelandair und die portugiesische Fluggesellschaft TAP haben am 14. Oktober 2024 ein neues Codeshare-Abkommen unterzeichnet, um ihre langjährige Partnerschaft zu vertiefen. Die Unterzeichnung fand am Flughafen Lissabon statt. Mit diesem Abkommen wird es Passagieren der beiden Fluggesellschaften ermöglicht, mit nur einem Ticket im gesamten Flugnetz zu reisen, wobei das Gepäck durchgehend bis zum Zielort aufgegeben wird. Icelandair bedient rund 60 Ziele in Europa und Nordamerika, während TAP über ein umfangreiches Streckennetz mit 90 Zielen in Europa, Afrika und Südamerika verfügt. Beide Airlines sind bekannt für ihre Stopover-Programme, die es Reisenden erlauben, während ihres Fluges einen Zwischenstopp im Heimatland der jeweiligen Fluggesellschaft einzulegen, ohne zusätzliche Kosten. Die neue Codeshare-Partnerschaft wird in den kommenden Wochen in Kraft treten. Bogi Nils Bogason, CEO von Icelandair, betonte, dass das Codesharing die Vernetzung beider Airlines verbessere und den Reisenden neue Möglichkeiten biete. Luís Rodrigues, CEO von TAP, äußerte sich ebenfalls positiv und sieht die Partnerschaft als Bereicherung des Angebots für die Kunden.

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Flughafen BER  erwartet Anstieg der Passagierzahlen in den Herbstferien

In den bevorstehenden Herbstferien, die vom 18. Oktober bis zum 3. November 2024 dauern, rechnet der Flughafen Berlin Brandenburg mit mehr als 1,3 Millionen Passagieren. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 100.000 Reisenden im Vergleich zum Vorjahr. In dieser Zeit werden insgesamt 133 Ziele in 49 Ländern angeflogen, wobei insbesondere Urlaubsziele im Mittelmeerraum gefragt sind. Antalya in der Türkei führt mit 493 Flugbewegungen die Liste der beliebtesten Reiseziele an, gefolgt von Mallorca mit 329 Flügen. Ryanair wird mit rund 1.500 Starts und Landungen die meisten Flüge anbieten, gefolgt von easyJet mit etwa 1.400 Flügen und Eurowings mit 850. Zur Ferienbeginnwoche wird am Freitag mit rund 250.000 Passagieren gerechnet, allein an diesem Tag sollen etwa 96.000 Fluggäste den Flughafen nutzen. Das BER-Team wird an allen drei Tagen in Schichten vor Ort sein, um den Reisenden bei der Orientierung und dem Check-in zu helfen. Die Flughafengesellschaft weist auf mögliche Beeinträchtigungen aufgrund von Baumaßnahmen an den S-Bahnlinien S9 und S45 hin und empfiehlt den Reisenden, sich tagesaktuell über die Anreisemöglichkeiten zu informieren. Zudem kann es durch den Besuch von US-Präsident Joe Biden in Berlin zu Einschränkungen im Regionalverkehr kommen. Reisende werden ermutigt, die digitalen Services des Flughafens zu nutzen, um Wartezeiten zu minimieren.

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Croatia Airlines: Auf dem Weg zu einem Ganzjahrestourismus

Die kroatische Fluggesellschaft Croatia Airlines plant eine umfassende Neuausrichtung ihrer Geschäftstätigkeit, um den saisonabhängigen Reisemarkt des Landes zu diversifizieren und langfristig zu stabilisieren. Jasmin Bajić, CEO von Croatia Airlines, betont die Bedeutung eines koordinierten Ansatzes, um sowohl den internationalen Flugverkehr als auch den inländischen Tourismus zu fördern. Im Rahmen eines Interviews mit der Monatszeitschrift „Poduzetnik“ erläuterte Bajić die Pläne zur Erweiterung der Flotte und zur Etablierung einer ganzjährigen Verbindung von Kroatien zu internationalen Drehkreuzen. Laut Bajić wird Croatia Airlines in den kommenden Jahren eine Flotte von fünfzehn neuen Airbus A220-Flugzeugen einführen, die nicht nur die bestehenden Flugverbindungen erweitern, sondern auch die Erschließung neuer Märkte ermöglichen sollen. Diese Maschinen werden vor allem auf längeren Strecken eingesetzt, während die Gesellschaft plant, ihre Flotte von regionalen Turboprop-Flugzeugen durch Wet-Lease-Angebote zu ersetzen. Die Entscheidung, die neuen Airbus-Flugzeuge in Betrieb zu nehmen, folgt dem Ziel, die Kundenzufriedenheit zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit in einem sich schnell verändernden Luftverkehrsmarkt zu sichern. Bajić hebt hervor, dass Kroatien, als beliebtes Reiseziel in Europa, ein großes Potenzial besitzt, das touristische Angebot auch in weniger nachgefragten Monaten auszubauen. „Wir haben die Vision, in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen nachhaltigen Ganzjahrestourismus zu entwickeln“, so der CEO. Dies erfordert einen integrativen Ansatz, bei dem die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren des Tourismussektors, wie Hotels und Reiseveranstaltern, im Vordergrund steht. Mit der Einführung von zusätzlichen Flugzeugen plant die Airline eine Erweiterung ihres Streckennetzes. Sechs neue Airbus A220 werden in den nächsten 14 Monaten erwartet, was die Möglichkeit eröffnet, neue Routen zu internationalen

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Sun Express plant weiteres Wachstum für 2025

Die Ferienfluggesellschaft Sun Express erwartet für das kommende Jahr ein starkes Wachstum und plant, ihre Flotte von derzeit 77 auf bis zu 85 Flugzeuge zu erweitern. Dies gab Airline-Chef Max Kownatzki in einem Interview mit Touristik Aktuell bekannt. Für das laufende Jahr wird ein Anstieg der Passagierzahlen auf rund 15 Millionen erwartet, was einem Zuwachs von 12,6 Millionen im Jahr 2023 entspricht. Die stabile Nachfrage für Reisen in die Türkei, das Hauptziel von Sun Express, spielt eine entscheidende Rolle für den anhaltenden Erfolg. Die Airline bietet nahezu 120 Strecken von 22 Flughäfen in den DACH-Ländern zu 18 Zielen in der Türkei an. Darüber hinaus expandiert Sun Express in neue Märkte wie Großbritannien und verstärkt ihre Kooperationen mit anderen Fluggesellschaften, darunter die Partnerschaft mit Air Cairo für Flüge nach Ägypten. Diese Kooperation hat mittlerweile zu fast 120 Flügen pro Woche zu Urlaubszielen in Ägypten geführt. Zudem wird eine Expansion nach Bulgarien mit Flügen zu den Zielen Burgas und Varna ab Mai 2025 in Aussicht gestellt. Kownatzki hebt auch die Zusammenarbeit mit Reisebüros hervor, die im Jahr 2024 zu einem Anstieg der Buchungen um zehn Prozent führte. Der neue B2B-Kanal „Sun Expert“, der im Mai 2024 eingeführt wurde, hat zur Verbesserung der Buchungserfahrungen beigetragen.

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FlyArystan erhält neuen IATA-Code und positioniert sich eigenständig

Die kasachische Low-Cost-Fluggesellschaft FlyArystan, Teil der Air Astana Group, wird ab dem 1. Januar 2025 unter dem IATA-Code FS operieren. Bis zu diesem Datum nutzt die Airline noch den Code KC von ihrer Schwester-Airline Air Astana. Diese Änderung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, um FlyArystan und Air Astana klarer zu differenzieren. FlyArystan nahm im Mai 2019 ihren Flugbetrieb auf und bedient heute ein umfassendes Streckennetz innerhalb Kasachstans sowie nachfragestarke internationale Routen, darunter Ziele in Aserbaidschan, China, Georgien und Usbekistan. Seit Frühjahr 2024 verfügt FlyArystan zudem über ein eigenes Air Operator Certificate (AOC), das die regulatorischen Anforderungen für den Betrieb von Luftfahrzeugen bescheinigt. Mit der Einführung des neuen IATA-Codes FS erhält FlyArystan auch ein eigenes dreistelliges IATA Airline Prefix, welches die ersten drei Ziffern der Flugticketnummer darstellt und mit 164 beginnt.Die kasachische Low-Cost-Fluggesellschaft FlyArystan, Teil der Air Astana Group, wird ab dem 1. Januar 2025 unter dem IATA-Code FS operieren. Bis zu diesem Datum nutzt die Airline noch den Code KC von ihrer Schwester-Airline Air Astana. Diese Änderung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, um FlyArystan und Air Astana klarer zu differenzieren.

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Münchner Flughafen verzeichnet Wachstum bei Passagieren und Fracht

Der Münchner Flughafen konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 ein anhaltendes Wachstum verzeichnen. Mit knapp 31,4 Millionen Fluggästen wurde ein Anstieg von 4,5 Millionen Reisenden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt, was einem Zuwachs von 12,5 Prozent entspricht. Die positive Entwicklung setzte sich im September fort, auch wenn die Passagierzahlen mit 4,1 Millionen aufgrund des kürzeren Monats hinter den 4,2 Millionen Gästen im August zurückblieben. Besonders in der zweiten Septemberhälfte reisten über eine Million Passagiere über den Flughafen. Neben den Fluggästen stieg auch die Anzahl der Starts und Landungen: Über 247.000 Flugbewegungen wurden von Januar bis September registriert, was einem Plus von knapp neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zudem wuchs das Frachtaufkommen auf fast 228.000 Tonnen, ebenfalls ein Anstieg von knapp neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Münchner Flughafen zeigt sich somit als ein zentraler Hub im Luftverkehr mit steigenden Passagierzahlen und wachsendem Frachtaufkommen.

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Frankfurt verzeichnet im September 2024 ein Passagierwachstum von 1,2 Prozent

Im September 2024 begrüßte der Flughafen Frankfurt rund 5,8 Millionen Passagiere, was einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Während der Inlandsverkehr um 1,3 Prozent und der Europaverkehr um 2,6 Prozent zulegen konnten, verzeichnete der Interkontinentalverkehr einen Rückgang von 1,1 Prozent. Besonders stark betroffen war die Nahost-Region mit einem Minus von 27,8 Prozent, hauptsächlich bedingt durch die geopolitische Lage. Trotz des positiven Wachstums in anderen Fernostmärkten, wie China (plus 30,4 Prozent), konnte dies den Rückgang im Nahen Osten nicht ausgleichen. Das Frachtaufkommen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent, während die Anzahl der Flugbewegungen leicht um 0,4 Prozent zunahm. Im gesamten Fraport-Portfolio konnte das Passagieraufkommen ebenfalls wachsen, insbesondere am slowenischen Flughafen Ljubljana (+11,0 Prozent) und am peruanischen Flughafen Lima (+13,2 Prozent). Dagegen mussten brasilianische Flughäfen wie Porto Alegre aufgrund von Naturkatastrophen deutliche Rückgänge hinnehmen.

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