Jan Gruber

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Jan Gruber

eroflot Group meldet Erfolg bei Triebwerkswartung und plant Expansionsschritte

Die russische Luftfahrtindustrie unternimmt signifikante Schritte zur technologischen Unabhängigkeit von westlichen Wartungsdienstleistern. Die Aeroflot-Gruppe gab bekannt, dass sie die erste eigenständige Überholung von drei Triebwerken des Typs CFM International CFM56-5B erfolgreich abgeschlossen hat. Diese Triebwerke sind das Herzstück der Airbus A320-200-Flotte des nationalen Flagcarriers. Die Durchführung der komplexen Instandsetzungsarbeiten erfolgte durch AeroTrustTechnics, eine spezialisierte Tochtergesellschaft des Konzerns, die sich auf die Triebwerkswartung konzentriert. Parallel zu diesen technischen Fortschritten kündigte Konzernchef Sergei Aleksandrovsky weitreichende Infrastrukturprojekte an, darunter die Eröffnung eines eigenen, großangelegten Werks zur Triebwerksinstandsetzung bis Ende 2027. Flankiert werden diese Maßnahmen durch Pläne zur Kapazitätserweiterung mittels Wet-Lease-Abkommen im kommenden Jahr, um der stabilen Inlandsnachfrage gerecht zu werden. Technologische Herausforderungen und operative Lösungen Der Abschluss der Überholungen an den CFM56-5B-Triebwerken markiert einen Wendepunkt für die operative Kontinuität der russischen Zivilluftfahrt. Seit dem Jahr 2022 ist der Zugang zu den globalen Wartungszentren der Originalhersteller sowie der Bezug von zertifizierten Ersatzteilen für Triebwerke von CFM International und Pratt & Whitney aufgrund internationaler Handelsbeschränkungen unterbunden. Dies zwang russische Fluggesellschaften dazu, interne Kompetenzen im Bereich des High-Tech-Engineerings massiv auszubauen. Die CFM56-Serie gilt weltweit als eines der meistgenutzten Triebwerke in der Kurz- und Mittelstreckenluftfahrt, weshalb die Fähigkeit zur eigenständigen Generalüberholung essentiell für den Erhalt der Flugfähigkeit der verbliebenen westlichen Bestandsflotte ist. Die Arbeiten bei AeroTrustTechnics umfassten nach Brancheninformationen nicht nur die reguläre Wartung, sondern auch komplexe Reparaturen an Heißteilen der Triebwerke sowie die Überholung der Niederdruckturbinen. Um die strengen Sicherheitsstandards zu erfüllen, mussten spezielle Prüfstände und Werkzeuge teilweise im Inland entwickelt oder über alternative Bezugswege beschafft

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Marktentwicklung im Billigflugsektor: Ryanair und Wizz Air melden Passagierzuwachs

Die führenden europäischen Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizz Air haben das Kalenderjahr 2025 mit einer erheblichen Steigerung ihrer Passagierzahlen abgeschlossen. Wie aus den aktuellen Verkehrsdaten für Dezember hervorgeht, beförderte die irische Ryanair 14,5 Millionen Fluggäste, was einem Zuwachs von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Unternehmen profitierte dabei von einer stabilisierten Lieferkette bei Boeing, die den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten im dritten Quartal ermöglichte. Mit einer Auslastung von 92 Prozent und insgesamt 82.000 durchgeführten Flügen im Berichtsmonat festigt der Konzern seine Marktposition und korrigierte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr auf 207 Millionen Passagiere nach oben. Im Gegensatz zur stabilen Expansion bei Ryanair zeigt die Entwicklung bei Wizz Air ein zweigeteiltes Bild. Zwar verzeichnete die ungarische Fluggesellschaft im Dezember 2025 ein massives Passagierplus von 15,5 Prozent auf 5,85 Millionen Reisende, doch sank die Auslastung der Maschinen zeitgleich auf 85,9 Prozent. Zusätzliche Branchenanalysen verdeutlichen, dass Wizz Air unter erheblichem operativem Druck steht. Massive Triebwerksprobleme bei den Pratt-and-Whitney-Aggregaten führten dazu, dass weite Teile der Flotte für außerplanmäßige Wartungen am Boden bleiben mussten. Um diese Engpässe und den daraus resultierenden Kostendruck abzufedern, sah sich die Airline gezwungen, strategisch wichtige Basen wie Wien und Abu Dhabi zu schließen und die Auslieferung von 88 neuen Airbus-Flugzeugen zeitlich zu verschieben. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass der Wettbewerb im Low-Cost-Segment durch die unterschiedliche Flottenstrategie der beiden Marktführer neu definiert wird. Während Ryanair durch die Vereinheitlichung auf Boeing-Modelle Skaleneffekte nutzt und derzeit weniger von technischen Serienfehlern betroffen ist, kämpft Wizz Air mit der Komplexität ihrer Airbus-Flotte. Dennoch bleibt

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Preisrückgang an den Tankstellen: Staat profitiert von hohen Abgabenlasten

Zum Jahreswechsel 2025/2026 hat sich die Situation an den österreichischen Tankstellen für Verbraucher spürbar entspannt. Nach einem deutlichen Preisanstieg im November sanken die Kosten für Kraftstoffe im Dezember 2025 signifikant. Diesel verbilligte sich im Monatsvergleich um sieben Cent auf durchschnittlich 1,507 Euro pro Liter, während Super mit 1,472 Euro pro Liter sogar einen Jahrestiefststand erreichte. Interessanterweise setzte sich dieser Trend rund um den Jahreswechsel fort, wobei Diesel mit 1,472 Euro und Super mit 1,444 Euro pro Liter notierten. Damit festigt sich das bereits länger beobachtete Phänomen, dass Diesel an der Zapfsäule keinen Preisvorteil mehr gegenüber Benzin bietet. Trotz der nominalen Preissenkungen bleibt die steuerliche Belastung für die Autofahrer massiv. Durch die Kombination aus Umsatzsteuer, Mineralölsteuer und der aktuellen Stufe der CO2-Bepreisung fließt mehr als die Hälfte des gezahlten Betrags direkt in das Staatsbudget. Aktuell entfallen etwa 80 Cent pro Liter auf staatliche Abgaben. Branchenexperten und Mobilitätsclubs weisen darauf hin, dass die Kraftstoffpreise ohne Berücksichtigung dieser Steuern seit dem Vorjahr lediglich um elf Prozent gesunken sind, obwohl die Rohölpreise am Weltmarkt im selben Zeitraum um 28 Prozent nachgegeben haben. Aufgrund dieser Diskrepanz hat das Finanzministerium eine genauere Untersuchung der Preisgestaltung angeordnet. Ein kritischer Punkt in der Marktanalyse bleibt die Entkopplung der Tankstellenpreise von den Rohölnotierungen. Die Mineralölindustrie begründet dies häufig mit den internationalen Preisen für Fertigprodukte an den Börsenplätzen wie Rotterdam. Ein Bericht des deutschen Bundeskartellamts vom Februar 2025 warnte jedoch davor, dass solche Notierungen die Gefahr einer stillschweigenden Einigung auf überhöhte Preise begünstigen könnten. Einzelne Marktteilnehmer stünden zudem im Verdacht,

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Erster Kollektivvertrag für Angestellte der DHL Air Austria tritt in Kraft

Die Sozialpartner in der österreichischen Luftfahrtbranche haben einen bedeutenden Verhandlungserfolg erzielt: Für die Angestellten der Frachtfluggesellschaft DHL Air Austria gilt rückwirkend zum 1. April 2025 erstmals ein eigener Kollektivvertrag. Diese Einigung markiert das Ende intensiver Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft GPA und den Unternehmensvertretern. Mit dem neuen Regelwerk werden erstmals verbindliche Mindestentgelte, klare Arbeitszeitregelungen und einheitliche arbeitsrechtliche Standards für das Bodenpersonal und die administrativen Angestellten des Unternehmens am Standort Österreich festgeschrieben. Bisher gab es für diese spezifische Beschäftigtengruppe innerhalb der DHL Air Austria keine vergleichbare tarifliche Absicherung. Ein zentraler Bestandteil des Abschlusses ist die signifikante Anpassung der Arbeitszeiten. Die wöchentliche Normalarbeitszeit wird durch den neuen Kollektivvertrag von bisher 40 auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich reduziert. Laut Sven Scherb, dem Betriebsratsvorsitzenden der DHL Air Austria, schafft dieser Schritt nicht nur mehr Gerechtigkeit innerhalb der Branche, sondern erhöht auch die Planbarkeit und Sicherheit für die Arbeitnehmer nachhaltig. Die Gewerkschaft GPA sieht in dem Abschluss ein wichtiges Signal für die gesamte Logistik- und Luftfahrtbranche, da er belegt, dass auch in einem hochgradig internationalen und dynamischen Marktumfeld stabile soziale Rahmenbedingungen durchgesetzt werden können. Zusätzliche Branchenrecherchen verdeutlichen die Bedeutung dieses Schrittes für den Luftfahrtstandort Österreich. DHL Air Austria wurde erst im Jahr 2021 gegründet und betreibt seither vom Flughafen Wien-Schwechat aus ein wachsendes Netzwerk an Frachtflügen innerhalb Europas. Das Unternehmen fungiert als wichtiger Teil des globalen Express-Netzwerks von DHL und beschäftigt eine dreistellige Anzahl an Mitarbeitern in der Alpenrepublik. Branchenexperten werten den neuen Kollektivvertrag als notwendige Professionalisierung der Personalstruktur, um im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte

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Rechtsstreit um Alaska Airlines Flug 1282: Kapitän verklagt Boeing wegen Rufschädigung und Fahrlässigkeit

Ein folgenschwerer Zwischenfall in der US-Luftfahrtgeschichte hat nun eine neue juristische Eskalationsstufe erreicht. Knapp zwei Jahre nach dem dramatischen Druckverlust an Bord einer Boeing 737 Max 9 der Alaska Airlines hat der verantwortliche Flugkapitän Brandon Fisher eine umfassende Klage gegen den Flugzeughersteller Boeing eingereicht. Am 30. Dezember 2025 reichte Fisher die Klageschrift beim Circuit Court des Staates Oregon für das Multnomah County ein und fordert Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen US-Dollar. Im Kern des Verfahrens steht der Vorwurf, Boeing habe nicht nur durch Produktionsfehler das Leben der Insassen gefährdet, sondern im Nachgang versucht, die Verantwortung für den Beinahe-Absturz durch gezielte Falschaussagen auf die Cockpitbesatzung abzuwälzen. Der Vorfall, bei dem am 5. Januar 2024 ein sogenannter Türstopfen (Door Plug) während des Steigflugs aus dem Rumpf gerissen wurde, hatte weltweit Schlagzeilen gemacht und die Boeing-Sicherheitskultur erneut unter scharfe Kritik gestellt. Kapitän Fisher und seine Co-Pilotin Emily Wiprud galten in der öffentlichen Wahrnehmung zunächst als Helden, da sie das schwer beschädigte Flugzeug sicher zurück zum Flughafen Portland führten. Doch laut der aktuellen Klageschrift habe Boeing hinter den Kulissen ein anderes Narrativ verfolgt. Der Hersteller soll versucht haben, Fehler der Piloten zu konstruieren, um von den eigenen systemischen Mängeln in der Fertigung abzulenken. Fisher gibt an, dass Boeing-Vertreter fälschlicherweise behaupteten, Handlungen der Crew hätten zum Versagen des Bauteils beigetragen oder die Situation verschlimmert. Diese Darstellungen seien von zahlreichen Medien aufgegriffen worden und hätten seinen Ruf in der Branche nachhaltig beschädigt sowie massive psychische Belastungen ausgelöst. Anstatt die fliegerische Leistung zu würdigen, die eine

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Strategien zur Urlaubsoptimierung 2026: Effiziente Nutzung von Feier- und Brückentagen in Deutschland und Österreich

Die Planung des kommenden Urlaubsjahres 2026 stellt Erwerbstätige in Mitteleuropa vor interessante logistische Möglichkeiten. Durch die spezifische Konstellation der gesetzlichen Feiertage ergibt sich für Arbeitnehmer die Gelegenheit, durch den gezielten Einsatz von Brückentagen die tatsächliche Erholungszeit signifikant zu verlängern. Während die Lage der Feiertage in Deutschland und Österreich Ähnlichkeiten aufweist, bieten regionale Besonderheiten und zusätzliche kirchliche Feiertage in Österreich spezifische Optionen für die Gestaltung von Kurzreisen oder ausgedehnten Fernreisen. Eine vorausschauende Koordination mit betrieblichen Urlaubsplänen ermöglicht es, mit einem Minimum an investierten Urlaubstagen ein Maximum an arbeitsfreier Zeit zu generieren. Dies betrifft insbesondere die klassischen Reisezeiten im Frühjahr sowie die Feiertagskonstellationen zum Jahresende, die im Jahr 2026 besonders arbeitnehmerfreundlich fallen. Das Frühjahr 2026 präsentiert sich als eine der ertragreichsten Phasen für die Urlaubsplanung. In Deutschland bietet das Osterfest, bei dem der Ostermontag auf den 6. April fällt, die erste große Chance des Jahres. Wer acht Urlaubstage rund um die Osterwoche einsetzt, kann insgesamt 16 zusammenhängende freie Tage erreichen. Diese Zeitspanne eignet sich nicht nur für die Regeneration im häuslichen Umfeld, sondern bildet die Basis für Reisen in Regionen, die bereits im April mit stabilen klimatischen Bedingungen aufwarten. In Österreich bietet sich ein ähnliches Bild: Hier ermöglichen neun Urlaubstage vom 28. März bis zum 12. April eine 16-tägige Auszeit. Für Reisende aus der Alpenrepublik stehen zu dieser Zeit Ziele wie die Kanarischen Inseln, Kreta oder die ägyptische Küstenregion rund um Hurghada im Fokus, wo bereits frühsommerliche Temperaturen um die 20 Grad und eine hohe tägliche Sonnenscheindauer zu erwarten sind. Maximierung der

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Luftverkehrsverband prognostiziert deutliches Passagierwachstum für 2026

Der Flughafenverband ADV blickt mit vorsichtigem Optimismus auf das laufende Jahr 2026. Nach einer Phase struktureller Stagnation am Luftverkehrsstandort Deutschland rechnen die Experten mit einem Anstieg der Passagierzahlen um insgesamt 4,2 Prozent. Damit würde das Gesamtaufkommen an den deutschen Mitgliedsflughäfen auf rund 225 Millionen Reisende steigen. Dieses Volumen entspricht etwa 91 Prozent des Niveaus vor der Krise von 2019. Die stärksten Zuwächse werden mit 5,2 Prozent im europäischen Reiseverkehr erwartet, während der innerdeutsche Markt um 2,9 Prozent und die Langstreckenverbindungen um 3,1 Prozent zulegen sollen. Haupttreiber dieser Entwicklung sind laut Verbandsangaben das anhaltend starke Tourismus- und Privatreisesegment sowie konkrete politische Weichenstellungen der Bundesregierung. Insbesondere die für den 1. Juli 2026 angekündigte Senkung der Luftverkehrsteuer gilt als zentraler Faktor für die Erholung der Standortattraktivität. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel betont, dass nach einer langen Phase des politischen Stillstands nun ein Umdenken stattfinde. Die Flughäfen würden zunehmend wieder als strategisch wichtige Infrastrukturen mit hoher volkswirtschaftlicher Hebelwirkung wahrgenommen, was die Bereitschaft der Airlines zur Aufnahme neuer Strecken erhöhen dürfte. Ergänzend zu den steuerpolitischen Maßnahmen erwartet die Branche eine Entspannung bei den verfügbaren Flugkapazitäten. Nachdem in den Vorjahren zahlreiche Maschinen aufgrund von Triebwerksproblemen am Boden bleiben mussten, steht der Luftverkehrswirtschaft im Sommerflugplan 2026 wieder mehr einsatzbereites Gerät zur Verfügung. Diese zusätzliche Kapazität trifft auf eine robuste Nachfrage, wie auch aktuelle Buchungszahlen großer Reiseveranstalter bestätigen. Die deutsche Prognose liegt damit nur geringfügig unter dem weltweiten Wachstumstrend des Airline-Verbandes IATA, der für das globale Passagieraufkommen ein Plus von 4,4 Prozent voraussagt. Trotz der positiven Signale mahnt der Verband

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DDSG: Rock ’n’ Roll auf der Donau zwischen Skyline und Nostalgie

Die Wiener Donauschifffahrt hat in den letzten Jahren eine spürbare Wandlung vollzogen. Weg vom reinen Transportmittel hin zu schwimmenden Eventlocations, die Kulinarik mit themenspezifischer Unterhaltung verknüpfen. Ein neues Element in diesem Portfolio der Reederei DDSG Blue Danube ist die Themenfahrt „Elvis Forever – Rock in on the River“. Diese Veranstaltung kombiniert eine abendliche Rundfahrt auf der MS Admiral Tegetthoff mit einer Live-Show, die dem King of Rock n Roll gewidmet ist, sowie einem thematisch abgestimmten Buffet. Während das Schiff die nächtliche Kulisse Wiens passiert, steht an Bord die Ära der 1950er bis 1970er Jahre im Mittelpunkt. Musikalische Zeitreise mit The Rolling Company Das Herzstück des Abends bildet der Auftritt der steirischen Band The Rolling Company. Das Ensemble hat sich darauf spezialisiert, das musikalische Erbe von Elvis Presley nicht als bloße Kopie, sondern als energiegeladene Live-Performance zu präsentieren. Die Besetzung umfasst klassische Instrumente wie Schlagzeug, Bass, E-Gitarre und Piano, ergänzt durch Acoustic Guitar und Blues Harp. Das Repertoire der Band deckt die verschiedenen Phasen in der Karriere Presleys ab. Von den frühen Rockabilly-Nummern über die Beat-Ära der 1960er Jahre bis hin zu den pompösen Las-Vegas-Shows der 1970er Jahre reicht die Palette. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der stimmlichen Umsetzung und dem mehrstimmigen Gesang, der darauf abzielt, die typische Atmosphäre eines Elvis-Konzerts einzufangen. Die Interaktion mit dem Publikum, das oft passend im Stil der Zeit mit Pettycoats oder Lederjacken erscheint, ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Kulinarisches Angebot im Zeichen des King Parallel zur musikalischen Darbietung wird ein Buffet serviert, das

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Rechtsstreit um Klagenfurter Flughafen: Erstinstanzliches Urteil erschüttert Eigentumsverhältnisse

Die juristische Aufarbeitung der Privatisierung und anschließenden Rückverstaatlichung des Klagenfurter Flughafens hat eine überraschende Wende genommen. Das Handelsgericht Wien gab in einem erstinstanzlichen Urteil der Feststellungsklage der Lilihill-Gruppe des Immobilieninvestors Franz-Peter Orasch statt. Damit wurde die Wirksamkeit der sogenannten Call-Option infrage gestellt, mit der das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt im Jahr 2023 die Mehrheitsanteile am Flughafen zurückerworben hatten. Kernpunkt der gerichtlichen Entscheidung ist die Bewertung der Passagierzahlen während der Ausläufer der globalen Pandemie. Während das Land auf das Nichterreichen der vertraglich fixierten Mindestmarke von 100.000 Fluggästen pocht, wertete das Gericht die damaligen Einschränkungen als höhere Gewalt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, weshalb die operativen Eigentumsverhältnisse vorerst unverändert bleiben. Die Vorgeschichte des Konflikts reicht zurück in das Jahr 2018, als Lilihill die Mehrheit am Kärntner Landesflughafen übernahm. Die damaligen Pläne sahen massive Investitionen in die Infrastruktur und den Ausbau zu einem modernen Luftfahrt-Drehkreuz vor. In den Folgejahren kam es jedoch zu erheblichen Differenzen zwischen dem privaten Investor und den öffentlichen Anteilseignern. Kritiker warfen der Lilihill-Gruppe vor, das Hauptaugenmerk nicht auf den Flugbetrieb, sondern auf die Entwicklung der umfangreichen, nicht betriebsnotwendigen Grundstücke zu legen. Als die Passagierzahlen in den Jahren 2021 und 2022 deutlich unter der kritischen Marke von 100.000 blieben, sahen das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt die vertragliche Grundlage für einen Rückkauf gegeben und zogen die Call-Option. Juristische Bewertung der Pandemie-Folgen Das Handelsgericht Wien stützt seine 77 Seiten umfassende Entscheidung maßgeblich auf die Argumentation der Klägerseite, wonach der Flugverkehr im Jahr 2022 noch massiv unter

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Debatte um österreichische Flugabgabe: Verkehrsminister lehnt Abschaffung ab

Mit dem Beginn der Wintersaison rücken die österreichischen Regionalflughäfen in Innsbruck, Salzburg und Linz wieder in das Zentrum der wirtschaftlichen Aufmerksamkeit. Besonders in Innsbruck werden zwei Drittel des jährlichen Passagieraufkommens in den Wintermonaten abgewickelt, wobei Urlauber aus Großbritannien und den Niederlanden die wichtigste Kundengruppe darstellen. Vor diesem Hintergrund fordern die Tourismuslandesräte aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich eine vollständige Abschaffung der nationalen Flugabgabe, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Standorte zu sichern. Nach Ansicht der Landespolitiker belastet die Ticketsteuer, die Flüge pro Strecke um etwa 12 bis 15 Euro verteuert, den Tourismusstandort und schwächt die globale Anbindung der Regionen. Verkehrsminister Peter Hanke hat diesen Forderungen jedoch eine deutliche Absage erteilt. Unter Verweis auf die angespannte Haushaltslage des Bundes erklärte sein Büro gegenüber dem Kurier, dass man auf die Einnahmen aus der Flugabgabe nicht verzichten könne. Jährlich fließen durch diese Steuer rund 168 Millionen Euro in den Staatshaushalt. Die Argumentation der Politik steht dabei im Kontrast zur aktuellen Marktlage: Trotz der Abgabe bleiben Flugverbindungen von Regionalflughäfen nach London oder Amsterdam mit Preisen ab etwa 130 Euro für Hin- und Rückflug oft kostengünstiger als vergleichbare Bahnreisen innerhalb Österreichs. Branchenkenner beobachten, dass Billigfluggesellschaften die Steuerkosten bisher weitgehend abfedern konnten, ohne dass die Passagierzahlen im Wintersegment einbrachen. Luftfahrtexperten bewerten die Wirksamkeit einer möglichen Steuerstreichung für die Anbindung an große Drehkreuze skeptisch. Zwar könnte der Wegfall der Abgabe zusätzliche Billigflieger anlocken, das Kernproblem der Regionalflughäfen – der Verlust wichtiger Zubringerflüge – bliebe jedoch bestehen. So haben Innsbruck und Linz ihre direkten Verbindungen zum Drehkreuz Frankfurt verloren. Experten

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