Jan Gruber

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Jan Gruber

Emirates forciert pflanzliche Bordverpflegung durch Verzicht auf Fleischersatz

Die Fluggesellschaft Emirates kündigt eine strategische Neuausrichtung ihres kulinarischen Angebots an, die ab dem Jahr 2027 vollständig umgesetzt sein soll. Im Zentrum der Entwicklung steht ein „Back-to-Basics“-Ansatz, der konsequent auf den Einsatz industriell hergestellter Fleischersatzprodukte verzichtet. Stattdessen setzt das Team um Doxis Bekris, Vice President Food & Beverage Design, auf vollwertige pflanzliche Zutaten wie Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und saisonales Gemüse. Diese Philosophie soll die wachsende Nachfrage nach gesundheitsbewusster Ernährung und unverarbeiteten Lebensmitteln bedienen, wobei kulinarische Traditionen aus dem Mittelmeerraum, Asien und Afrika als Inspiration dienen. Bereits heute verzeichnet die Airline ein massives Wachstum im Segment der veganen Bordverpflegung. Mit 488 verfügbaren Rezepten auf Flügen zu 140 Destinationen hat sich das Angebot im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent erhöht. Jährlich serviert Emirates rund eine halbe Million pflanzliche Mahlzeiten, wobei insbesondere auf Strecken nach London, Sydney und Frankfurt eine überdurchschnittliche Nachfrage registriert wird. Interessant ist hierbei die Beobachtung des Bordpersonals, dass sich zunehmend auch Passagiere ohne veganen Lebensstil für diese Optionen entscheiden, da pflanzliche Gerichte während langer Flugreisen oft als leichtere und besser bekömmliche Alternative wahrgenommen werden. Ein wesentlicher Pfeiler für die Qualitätssicherung der neuen Menüs ist die Einbindung regionaler Produktionskapazitäten. Emirates nutzt für die Verpflegung Erzeugnisse von Bustanica, der weltweit größten hydroponischen vertikalen Farm in Dubai. Das Gemeinschaftsprojekt liefert chemiefreies Blattgemüse direkt an die Cateringbetriebe der Fluggesellschaft und sichert so die Frische der Zutaten für alle Reiseklassen. In der First und Business Class werden künftig komplexe Kreationen wie Kürbis-Graupen-Risotto oder geschmorte Pilze in Sojasauce serviert, während in der Economy Class

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Rechtsstreit um Grand Hotel Wien: Eigentümer Al Jaber kündigt Widerstand gegen Verkauf an

Der langjährige Eigentümer des traditionsreichen Grand Hotel Wien am Kärntner Ring, Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber, geht juristisch gegen den gerichtlich genehmigten Verkauf des Hauses vor. Nach Angaben des Unternehmers weist die Entscheidung zur Veräußerung gravierende wirtschaftliche und rechtliche Mängel auf. Al Jaber argumentiert, dass der operative Betrieb des ältesten Fünf-Sterne-Hotels der Stadt im Jahr 2025 trotz technischer Refinanzierungsschwierigkeiten der Holdinggesellschaft EWH AG stabil geblieben sei und hohe Überschüsse erwirtschaftet habe. Er sieht in der gerichtlichen Freigabe einen unzulässigen Notverkauf, der den tatsächlichen Marktwert des Luxushotels massiv unterschätze und alternative Sanierungsoptionen vorzeitig abgeschnitten habe. Ein zentraler Kritikpunkt Al Jabers richtet sich gegen die Bewertungsgrundlage des Verfahrens. Laut dem Eigentümer habe sich das herangezogene Gutachten lediglich auf den Immobilienwert konzentriert und den Wert des laufenden Betriebs – einschließlich der renommierten Markenrechte und des Inventars – ausgeblendet. Zudem wird die Geschwindigkeit des Verkaufsprozesses moniert, der ausgerechnet in die Ferienzeiten im Sommer und Winter gelegt worden sei, was einen Fokus auf ein rasches Closing statt auf den Werterhalt vermuten lasse. Al Jaber verweist darauf, dass er sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen über ein Finanzierungspaket von 220 Millionen Euro befunden habe, welches alle Gläubigerforderungen vollständig abgedeckt und Mittel für Renovierungen bereitgestellt hätte. Zusätzliche Recherchen im Wiener Hotelmarkt verdeutlichen die Tragweite des Falls für den Tourismusstandort. Das Grand Hotel, das 1870 eröffnet wurde, gilt als Flaggschiff der Wiener Luxushotellerie. Branchenexperten verfolgen mit Skepsis, dass die Käuferseite Berichten zufolge einer spanischen Hotelgruppe nahesteht, die bisher vornehmlich im Drei- bis Vier-Sterne-Segment agiert. Al Jaber warnt davor,

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Wintertourismus im Süden Österreichs: Optimale Bedingungen durch Kälte und Sonnenschein in Kärnten

Das südlichste Bundesland Österreichs verzeichnet im Januar 2026 eine außergewöhnliche Wetterlage, die dem Tourismussektor der Region eine ideale Ausgangslage für die anstehende Hochsaison verschafft. Unter der meteorologischen Konstellation von stabilen Hochdruckgebieten über dem Alpenhauptkamm und polaren Kaltlufteinflüssen in den Nachtstunden präsentiert sich Kärnten derzeit als Zentrum für winterliche Aktivitäten. Während die nächtlichen Temperaturen tief in den Minusbereich sinken und damit die technische Präparierung der Abfahrten sowie das Gefrieren der Stillgewässer begünstigen, sorgen überdurchschnittlich viele Sonnenstunden am Tag für attraktive Bedingungen für Gäste und Einheimische. Diese Kombination, die unter der regionalen Kampagne als charakteristisches Merkmal des Standorts hervorgehoben wird, erstreckt sich über sämtliche touristischen Segmente – vom alpinen Skisport über das Eislaufen auf Naturgewässern bis hin zur Wellness-Infrastruktur. Die aktuelle Datenlage der Wetterdienste deutet auf eine Fortdauer dieser stabilen Bedingungen hin, was insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Semesterferien eine positive Buchungsentwicklung für die Beherbergungsbetriebe erwarten lässt. Technische Pistenpräparierung und alpine Infrastruktur In den Kärntner Bergregionen hat die aktuelle Wetterphase zu einer signifikanten Qualitätssteigerung der Wintersportinfrastruktur geführt. Die Betreiber der Bergbahnen nutzen die klaren, frostigen Nächte, um die Pistenoberflächen mit moderner Technik zu festigen und griffige Schneeverhältnisse zu schaffen, die auch bei hoher Beanspruchung tagsüber stabil bleiben. Auf den Bergen, von der Turracher Höhe über das Nassfeld bis hin zur Gerlitzen Alpe, berichten die Liftgesellschaften von einer vollen Auslastung der Beförderungsanlagen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Ausbau von mehrtägigen Angeboten wie dem Nockberge Trail. Diese Form des alpinen Wanderns und Skitourengehens profitiert massiv von der hohen Sichtweite

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Wizz Air verlegt Flugbetrieb aufgrund von Pistensanierung vorübergehend nach Stuttgart

Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air wird im Frühjahr 2026 ihr Angebot am Flughafen Stuttgart massiv ausweiten. Hintergrund dieser Entscheidung ist die umfassende Sanierung der Start- und Landebahn am EuroAirport Basel-Mulhouse, die eine vorübergehende Schließung des dortigen Flugbetriebs erforderlich macht.  Für den Zeitraum vom 15. April bis zum 20. Mai 2026 verlagert der Low-Cost-Carrier einen Großteil seiner Kapazitäten an den Standort im Südwesten Deutschlands. In diesen fünf Wochen werden zusätzlich zum regulären Programm bis zu 40 wöchentliche Flugbewegungen am Stuttgarter Flughafen abgewickelt, was eine signifikante logistische Herausforderung für die Bodenabfertigung darstellt. Das temporäre Ausweichprogramm umfasst insbesondere Ziele in Südosteuropa, die bisher primär über den Standort Basel bedient wurden. Hierzu zählen Verbindungen nach Ohrid, Tuzla, Banja Luka und Niš. Die Frequenzen variieren dabei zwischen drei wöchentlichen Flügen nach Ohrid und bis zu fünf Rotationen nach Tuzla. Parallel dazu nutzt die Fluggesellschaft die Verlagerung, um auch das bereits bestehende Streckennetz ab Stuttgart deutlich zu verdichten. So wird die wichtige Verbindung nach Budapest auf zwei tägliche Flüge verdoppelt, während die Hauptstädte Skopje und Sofia künftig täglich angeflogen werden. Auch die Frequenzen nach Tirana steigen von zwei auf fünf wöchentliche Termine an. Branchenanalysen verdeutlichen, dass solche großflächigen Betriebsverlagerungen aufgrund von Infrastrukturmaßnahmen an Flughäfen eine präzise Abstimmung zwischen den Fluggesellschaften und den betroffenen Airports erfordern. Der Flughafen Stuttgart verfügt über die notwendigen Kapazitäten, um das zusätzliche Passagieraufkommen während der Bauphase in Basel aufzunehmen. Für Wizz Air ist dieser Schritt essenziell, um die Konnektivität für Reisende in Richtung Balkan und Osteuropa aufrechtzuerhalten, ohne den Flugbetrieb vollständig einstellen

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Norwegian Cruise Line stellt neues Flottenflaggschiff Aura vor

Die Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) hat die Buchungen für ihr neuestes und bisher größtes Schiff, die Norwegian Aura, freigeschaltet. Der Neubau, der derzeit bei der italienischen Werft Fincantieri gefertigt wird, soll im Mai 2027 seine Premiere feiern. Mit einer Länge von rund 345 Metern und einer Vermessung von 169.000 BRZ übertrifft die Norwegian Aura ihre Vorgänger der Prima-Klasse um etwa zehn Prozent. Das Schiff ist für 3.840 Gäste ausgelegt und markiert einen neuen Größendurchschnitt innerhalb der Flotte. Nach einer kurzen Einführungssaison im Mittelmeer wird das Schiff ab Juni 2027 dauerhaft in Miami stationiert, um von dort aus siebentägige Routen in die Karibik zu bedienen. Ein zentrales Merkmal der technischen Ausstattung und des Entertainment-Angebots ist der neue Open-Air-Bereich „Ocean Heights“. Dieser Komplex erstreckt sich über mehrere Decks und beherbergt die umfangreichste Rutschenlandschaft der gesamten Reederei, darunter eine über 120 Meter lange Duell-Mattenrutsche. Zudem verfügt das Schiff über einen 25 Meter hohen Hochseilgarten sowie eine Kletterwand. Für die Gestaltung der Innenbereiche verpflichtete die Reederei namhafte Designbüros wie die Rockwell Group und Piero Lissoni. Letzterer zeichnet insbesondere für den exklusiven Suiten-Bereich „The Haven“ verantwortlich, der auf diesem Neubau die größte Anzahl an Wohneinheiten innerhalb der NCL-Flotte umfasst. Die Routenplanung sieht vor, dass die Norwegian Aura regelmäßig die privat betriebenen Inselresorts der Reederei ansteuert. Dazu zählen Great Stirrup Cay auf den Bahamas sowie Harvest Caye in Belize. Die Bahamas-Insel wurde hierfür umfassend ausgebaut und um eine großflächige Lagunenlandschaft sowie einen Wasserpark mit 19 Rutschen ergänzt, der pünktlich zur Indienststellung des Schiffes im Jahr

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Strategische Allianz zwischen Air India und Singapore Airlines wird massiv ausgebaut

Air India und Singapore Airlines haben ein umfassendes kommerzielles Kooperationsrahmenabkommen geschlossen, um ihre bestehende Partnerschaft auf eine neue Ebene zu heben. Die Vereinbarung sieht vor, das Streckennetz deutlich zu erweitern, Flugpläne enger aufeinander abzustimmen und die Zusammenarbeit auch auf Märkte außerhalb Indiens und Singapurs auszudehnen. Ein zentraler Bestandteil des Abkommens ist die Integration und Erweiterung der Geschäftsreiseprogramme. Da Firmenkunden für beide Carrier eine essenzielle Quelle für margenstarke Erlöse darstellen, versprechen sich die Unternehmen durch die Bündelung ihrer Angebote eine stärkere Position im globalen Wettbewerb um Geschäftskunden. Die Umsetzung steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen in beiden Ländern. Zusätzliche Recherchen im Branchenumfeld verdeutlichen die Dringlichkeit dieser Allianz. Singapore Airlines ist bereits mit 25,1 Prozent an Air India beteiligt, während die Tata Group die restlichen Anteile kontrolliert. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer massiven Konsolidierung im indischen Luftfahrtmarkt, insbesondere nach der Fusion von Air India mit Vistara. Durch die engere Verzahnung mit dem Drehkreuz Singapur kann Air India seine Abhängigkeit von Direktverbindungen reduzieren, die derzeit durch geopolitische Spannungen belastet sind. Insbesondere das Überflugverbot im pakistanischen Luftraum stellt die Airline auf Routen in die USA und nach Europa vor große wirtschaftliche und logistische Herausforderungen, die durch koordinierte Anschlussflüge via Singapur teilweise kompensiert werden können. Analysten sehen in dem Abkommen zudem eine Antwort auf die wachsende Dominanz von Golf-Airlines wie Emirates oder Qatar Airways, die bisher einen Großteil des indischen Transitverkehrs kontrollieren. Die Kooperation ermöglicht es beiden Fluggesellschaften, ihre Kapazitäten auf den lukrativen Routen nach Südostasien und Australien besser zu bündeln. Während

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Flughafen Graz: Bilanz 2025 und Ausblick auf das Flugjahr 2026

Der Flughafen Graz hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen und verzeichnete sowohl im Passagiersegment als auch im Frachtwesen einen deutlichen Aufwärtstrend. Mit insgesamt 831.095 betreuten Fluggästen konnte das Vorjahresergebnis um rund 12.000 Personen übertroffen werden, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent entspricht. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei der Charterverkehr, der als wesentlicher Wachstumstreiber fungierte. Parallel zu den operativen Erfolgen wurden zu Beginn des Jahres 2026 tiefgreifende organisatorische Veränderungen innerhalb der Holding Graz vollzogen, um den Flughafen als zentralen Mobilitätsknotenpunkt im Süden Österreichs weiter zu stärken. Durch die Zuordnung zur Vorstandssparte Mobilität und Freizeit sowie die Einrichtung eines hochkarätig besetzten Aufsichtsrats sollen die strategischen Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden. Für das Jahr 2026 signalisiert das Management Zuversicht, gestützt auf eine hohe Nachfrage nach neuen Linienverbindungen und einem erweiterten Angebot an Urlaubsdestinationen, das nun auch das sardische Olbia umfasst. Positive Verkehrsentwicklung und Rekordwerte im Frachtbereich Die detaillierte Betrachtung der Verkehrszahlen des Jahres 2025 unterstreicht die stabile Marktposition des Flughafens Graz in einem für Regionalflughäfen kompetitiven Umfeld. Während der Linienverkehr mit 617.554 Passagieren ein leichtes Plus von 0,6 Prozent verzeichnete, konnte der Charterbereich um 3,9 Prozent auf 213.541 Reisende zulegen. Die Geschäftsführung führt diese Entwicklung auf eine ungebrochene Reiselust im Privatreisesegment zurück, die sich sowohl in klassischen Strandurlauben als auch in Städtereisen widerspiegelt. Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Graz Airport, betonte in diesem Zusammenhang die positive Tendenz der letzten drei Berichtsmonate, die als Indikator für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im Jahr 2026 gewertet wird. Ein besonderer Erfolg gelang im

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Turkish Airlines Holidays forciert Markteintritt im deutschsprachigen Raum

Auf der CMT Stuttgart 2026, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, präsentiert sich Turkish Airlines Holidays erstmals mit einem umfassenden Angebot für den deutschsprachigen Markt. Der offizielle Pauschalreiseanbieter der türkischen Nationalfluggesellschaft nutzt die Branchenplattform, um sein Konzept des „Smart-Reisens“ vorzustellen. Dabei werden Flüge, Hotelunterkünfte, Transfers und Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Touren in einer einzigen Buchungsstruktur gebündelt. Mit über 200 Destinationen in mehr als 60 Ländern zielt das Unternehmen darauf ab, die bestehende Flugnetz-Expertise der Muttergesellschaft in das Segment der Pauschalreisen zu übertragen und so Marktanteile bei preisbewussten Urlaubern zu gewinnen. Um den Buchungsanreiz für das Reisejahr 2026 zu erhöhen, bietet der Veranstalter während des Messezeitraums bis zum 26. Januar spezielle Konditionen an. Dazu gehört ein Rabatt von 250 Euro auf Paketbuchungen ab einem bestimmten Mindestwert sowie eine Bestpreisgarantie, bei der Differenzbeträge zu günstigeren Konkurrenzangeboten doppelt als Gutschein erstattet werden. Zusätzliche Anreize werden durch die Integration in das Vielfliegerprogramm Miles&Smiles geschaffen, bei dem Kunden für das gesamte Reisepaket Meilen sammeln können. Inkludiertes Aufgabegepäck bei allen Buchungen sowie flexible Ratenzahlungsoptionen sollen die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber etablierten europäischen Reiseveranstaltern stärken. Branchenanalysen verdeutlichen, dass dieser Vorstoß Teil einer globalen Expansionsstrategie der Turkish Airlines Group ist, um die Wertschöpfungskette im Tourismussektor zu vertiefen. Durch den direkten Zugriff auf Flugkapazitäten kann der Anbieter exklusive Paketpreise kalkulieren, die insbesondere auf Routen über das Drehkreuz Istanbul Vorteile bieten. Experten sehen in der Präsenz auf der CMT Stuttgart einen gezielten Angriff auf das Segment der Individualreisen, da das System eine hohe Personalisierung von Touren und Aktivitäten erlaubt, während

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Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bei der Revo Hospitality Group

Die europäische Hotellandschaft steht am Beginn des Jahres 2026 vor einer Zäsur. Die Revo Hospitality Group, die erst im vergangenen Jahr durch die Umfirmierung der bekannten HR Group entstand und als größter Multibrand-Hotelbetreiber des Kontinents gilt, hat am 16. Januar 2026 beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenzanträge in Eigenverwaltung für rund 140 ihrer Gesellschaften gestellt. Dieser Schritt folgt auf eine Phase massiver Expansion, die das Unternehmen zuletzt an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit geführt hat. Betroffen sind vor allem die operativen Einheiten in Deutschland und Österreich, die insgesamt rund 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern umfassen. Trotz der Einleitung des Verfahrens soll der Hotelbetrieb vollumfänglich fortgeführt werden, während spezialisierte Sanierungsexperten versuchen, das Unternehmen durch eine Neustrukturierung und die Suche nach internationalen Investoren zu retten. Die Krise des Branchenführers verdeutlicht die ökonomischen Risiken aggressiver Wachstumsstrategien in einem Marktumfeld, das hinter den Umsatzprognosen der vergangenen Jahre zurückgeblieben ist. Strukturelle Überdehnung nach Jahren des Wachstums Die Geschichte der Revo Hospitality Group war über zwei Jahrzehnte hinweg von einem beispiellosen Aufstieg geprägt. Was im Jahr 2008 mit einem einzelnen Hotelstandort in Leipzig begann, entwickelte sich bis zum Jahr 2020 zu einem Portfolio von 51 Häusern. In der Zeit nach der globalen Pandemie forcierte das Unternehmen unter der Leitung der Gründer und Anteilseigner eine Expansionswelle, die das Netzwerk auf insgesamt 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern anwachsen ließ. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 1,3 Milliarden Euro und einer Belegschaft von 8.300 Mitarbeitern besetzte die Gruppe eine dominante Stellung als Partner großer internationaler Marken wie Accor, Marriott

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Flughafen Klagenfurt verzeichnet deutliches Wachstum und forciert strategische Flächenentwicklung

Der Flughafen Klagenfurt blickt auf ein durchaus erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einer Steigerung der Passagierzahlen um 27,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konnte der Kärntner Airport den stärksten Zuspruch seit über einem Jahrzehnt generieren. Parallel zur positiven Entwicklung im Linien- und Charterverkehr verzeichnete das Unternehmen signifikante Zuwächse bei den Flugbewegungen sowie in der General Aviation. Diese Dynamik ist das Resultat einer gezielten Netzwerkerweiterung und der erfolgreichen Reintegration namhafter Fluggesellschaften in den Flugplan. Neben dem operativen Kerngeschäft rückten im vergangenen Jahr strategische Weichenstellungen in den Fokus, insbesondere im Bereich der großflächigen Immobilien- und Flächenentwicklung auf dem Flughafengelände. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 plant die Flughafenführung eine weitere Verdichtung der Flugfrequenzen sowie die Erschließung neuer Destinationen, um die Anbindung Kärntens an internationale Wirtschaftszentren und Tourismusmärkte langfristig abzusichern. Signifikante Steigerung der Verkehrszahlen im Geschäftsjahr 2025 Die Bilanz des Jahres 2025 verdeutlicht die Erholung und den Expansionskurs des Standortes. Insgesamt 175.347 Fluggäste nutzten die Infrastruktur des Klagenfurter Flughafens, was einem Zuwachs von mehr als einem Viertel gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders die Sommermonate erwiesen sich als frequenzstark und lieferten die besten Ergebnisse der letzten zwölf Jahre. Dieser Aufschwung spiegelt sich auch in der Zahl der Starts und Landungen wider: Im Bereich Linie und Charter stiegen die Bewegungen um 20,4 Prozent auf insgesamt 2.114. Auch das Segment der Privat- und Businessflüge, die sogenannte General Aviation, trug mit einem Zuwachs von 7 Prozent auf 3.059 Gäste zur positiven Gesamtbilanz bei. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung war die Rückkehr von Eurowings. Die Anbindung an den

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