Jan Gruber

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Jan Gruber

Boeing 737-Max-7: FAA rechnet nicht mit Zulassung vor Jahresende 2022

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrtbehörde FAA geht nicht davon aus, dass dem Maschinentyp Boeing 737 Max 7 noch vor Ende dieses Jahres die Zertifizierung erteilt werden kann. Welche Auswirkungen das haben wird, ist noch offen. Der Hersteller drohte vor einigen Wochen mit der Einstellung des Programms. Boeing hat es aus gutem Grund besonders eilig, denn mit 1. Jänner 2023 treten neue Vorschriften in Kraft. Dies würde dazu führen, dass zusätzliche Komponenten verbaut werden müssen und Piloten für die einzelnen Max-Typen unterschiedliche Schulungen benötigen würden. Damit würde dem Flugzeugbauer ein wichtiges Verkaufsargument verloren gehen. Für Airlines dürfte es wenig attraktiv sein, wenn man B737-Max-Piloten nicht nach Belieben auf Max-7, -8, -9 und 10 einsetzen kann. Der Hersteller rechnet mit vielen Stornierungen. Boeing hat mittlerweile den Kongress um eine Ausnahmegenehmigung gebeten. Bislang hat dieser aber noch nicht entschieden, ob für die neue Sicherheitsnorm bei der Max-7 und der Max-10 eine Ausnahme gemacht wird. Der amtierende FAA-Leiter, Billy Nolen, sagte, dass er nicht damit rechnet, dass es noch vor Jahresende zu einer Zertifizierung kommen wird. Auch sagte er laut Reuters, dass er den Eindruck hat, dass die Arbeiten nach Ablauf der Frist nicht fortgesetzt werden könnten. Die jüngste Aussage des FAA-Chefs kann, wenn man es so will, auch als Druck in Richtung Kongress interpretiert werden. Dieser muss rasch darüber entscheiden, ob für die beiden Max-Modelle eine Ausnahme gemacht wird oder nicht. Ab 27. Dezember 2022 müssen alle Maschinen, die neu zertifiziert werden, über das modernisierte Sicherheitssystem verfügen. Wird die Zustimmung nicht gewährt, so müsste der

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Condor legt Fußball-Sonderflüge auf

Die Ferienfluggesellschaft Condor legt anlässlich der Fußballspiele von Borussia Dortmund, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt Sonderflüge aus. Die Vereine nehmen am Achtelfinale der Champions League teil. Besonders Eintracht Frankfurt-Anhänger dürften sich über die Nummer des Rückfluges freuen – DE1899. Anlässlich der Spiele wurden insgesamt drei Sonderflüge ab Düsseldorf, Frankfurt, und Leipzig aufgelegt, die ab sofort als Round-Trips buchbar sind. Die Flüge werden mit A321 und B757 durchgeführt. Borussia Dortmund gegen Chelsea London: Eintracht Frankfurt gegen SSC Neapel RB Leipzig gegen Manchester City

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Airbus A220: Kanada gibt dringende Sicherheitsanweisung aus

Die kanadische Zivilluftfahrtbehörde hat eine dringende Sicherheitsanweisung für den Maschinentyp Airbus A220 herausgegeben. Es geht um ein Problem mit dem Autopiloten, das sicherheitsrelevant sein kann. Betroffen sind folgende Maschinen: Modell BD-500-1A10, alle Seriennummern sowie Modell BD-500-1A11, alle Seriennummern. „Das Einschalten des Autopiloten während des Starts kann zu einer vorzeitigen zu einer vorzeitigen Drehung führen, die möglicherweise einen Tailstrike, Steigflugunfähigkeit oder Verlust der Kontrolle. Ein sofortiges Eingreifen der Besatzung ist erforderlich“, so die kanadische Zivilluftfahrtbehörde in einer Lufttüchtigkeitsanweisung. „Airbus Canada hat die Flugbetriebsübermittlung (FOT) A220-FOT-22-00-001 herausgegeben, die folgende Informationen enthält Betriebsempfehlungen und Verfahren für die Auswahl des Autothrottlereglers und für den Fall einer Autothrottle-Abschaltung während des Starts. Bediener sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Autothrottle nicht wieder aktiviert werden kann, wenn er beim Start oberhalb von 60 Knoten (kts) und unterhalb von 400 Fuß unterbrochen wird. Die Besatzung sollte nicht versuchen, den Autopiloten wieder einzuschalten, wenn er beim Start abgekoppelt wird, da dies zu einem unsicheren Zustand führen Zustand führen kann, wenn der Autopilot versehentlich eingeschaltet wird. Diese AD erfordert eine Änderung des Flughandbuchs, um eine neue Warnung bezüglich des Einschaltens des Autopiloten beim Start“, ist in der Direktive zu lesen.

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Fly2Sky hilft mit LZ-MDO bei Air Malta aus

Die bulgarische Fluggesellschaft Fly2Sky hilft mit der LZ-MDO bei Air Malta aus. Intergrund ist, dass der Airbus A320 mit der Registrierung 9H-AHS aufgrund technischer Probleme temporär nicht zur Verfügung steht. Derzeit ist vorgesehen, dass die München-Kurse KM306/307 von Fly2Sky bedient werden. Sofern die technische Wartung der 9H-AHS bis zum späten Nachmittag fertiggestellt ist, geht es dann um 16 Uhr 00 Lokalzeit als KM9307 wieder zurück nach Sofia. Der genannte Air-Malta-A320 musste am Donnerstag aufgrund von Rauchentwicklung in der Kabine einen Flug von Luqa nach Wien kurz nach dem Start abbrechen. Die Maschine konnte sicher auf dem maltesischen Airport landen. Alle Insassen und Besatzungsmitglieder konnten den Mittelstreckenjet unverletzt verlassen.

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Wien: Betriebsversammlungen des Sicherheitspersonals angekündigt

Am Dienstag wollen die Arbeitnehmervertreter eine Betriebsversammlung für das am Flughafen Wien tätige Sicherheitspersonal abhalten. Diese soll um 9 Uhr 00 beginnen. Es wird mit einer hohen Beteiligung gerechnet, so dass es zu Beeinträchtigungen bei der Passagierabfertigung kommen könnte. Betroffen sind die Beschäftigten der Vienna International Airport Security Services. Gegenüber dem Kurier sagte Betriebsratschef Walter Burianek, dass er damit rechnet, dass sich etwa 600 bis 800 Mitarbeiter an der Versammlung beteiligen werden. Gefordert werden höhere Löhne. Die Gewerkschaft Vida bezeichnet das momentane Niveau als „Hungerlöhne“. Der Flughafen Wien zeigte sich gegenüber dem „Kurier“ überrascht. Ein Sprecher sagte unter anderem: „Das hier von der Gewerkschaft zelebrierte Säbelrasseln auf dem Rücken der Passagiere ist aus Sicht des Flughafens völlig unnötig“. Auch verweist man darauf, dass das aktuelle Entlohnungssystem erst im Sommer 2022 mit Gewerkschaft und Betriebsrat vereinbart wurde.

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Air Seychelles konnte das Insolvenzverfahren verlassen

Die ehemalige Etihad-Airways-Beteiligung Air Seychelles konnte am 14. November 2022 das Insolvenzverfahren verlassen. Dieses hatte man im Oktober 2021 beantragt, um den Carrier neu aufstellen zu können Laut Verkehrsministerium hat der vom Gericht eingesetzte Sonderverwalter seine Arbeit beendet, so dass Air Seychelles wieder unter der der Führung des Managements steht. Zwischen der Regierung und Etihad Airways war es zu Unstimmigkeiten gekommen. Der Konzern aus Abu Dhabi trimmte den Carrier stark auf Expansion, so dass dieser einen beträchtlichen Schuldenberg anhäufte. Letztlich ging die 40-prozentige Beteiligung zurück an die Regierung der Seychellen. Allerdings versuchte EA Partners die Schulden, die aus einer Anleihe resultierten, geltend zu machen. Im August 2021 gipfelte dies in einem Antrag auf Liquidation von Air Seychelles. Der Carrier war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage die Schulden gänzlich zurückzubezahlen, weshalb man sich in ein Insolvenzverfahren begeben hat. Dieses führte auch dazu, dass die Gläubiger einer 66,67-prozentigen Reduktion ihrer Forderungen zugestimmt hatten. Nach Bezahlung des Vergleichs wurde der Antrag auf Liquidation im Mai 2022 zurückgezogen. Die Mittel wurden zumindest teilweise von der Regierung bereitgestellt. Weiters gewährte diese einen Kredit in der Höhe von 13 Millionen U.S.-Dollar. Dieser hat eine Laufzeit von sechs Jahren.

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Passagierzahlen: Dresden und Leipzig im Aufwind

Die deutschen Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle konnten im Oktober 2022 das höchste Passagieraufkommen seit dem Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen. Die Geschäftsführung der MDF AG vertritt die Ansicht, dass der Aufwärtstrend weiter anhaltend ist. Den Flughafen Leipzig/Halle nutzten im Oktober 219.556 Fluggäste, das waren 38 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Oktober zählte der Airport insgesamt 1.379.165 Passagiere, 147 Prozent mehr als im Jahr 2021. Der Flughafen Dresden begrüßte im Oktober 107.271 Passagiere. Damit steigerte sich das Aufkommen um 44 Prozent zum Vorjahresmonat. Insgesamt nutzten von Januar bis Oktober 740.080 Passagiere den Flughafen der Landeshauptstadt, 170 Prozent mehr als im Vorjahr 2021.

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UFO-Mitglieder nehmen Lufthansa-Tarifabschluss an

Die von der Gewerkschaft UFO vertretenen Lufthansa-Flugbegleiter haben den Tarifabschluss vom 1. November 2022 mit einer 86,6-prozentigen Mehrheit angenommen. Die Abstimmung endete am Donnerstag. Vorgesehen ist unter anderem, dass der Krisentarifvertrag beendet wird, die Funktionszulagen um bis zu 30 Prozent angehoben werden, die Spesen um 20 Prozent erhöht werden und die Löhne um etwa 12 Prozent nach oben geschraubt werden. Weiters soll ein Teilzeitmodell abgeschafft werden.  „Wir freuen uns sehr über die große Zustimmung unserer Mitgliedschaft. Das bestätigt auch unsere Einschätzung, dass wir hier ein gutes und ausgewogenes Tarifergebnis erreichen konnten, bei dem alle Mitarbeiter der Lufthansa-Kabine erst einmal nur gewinnen können. Denn die Vergütungserhöhungen wurden nicht mit teuren Zugeständnissen „erkauft“, so Stefan Schwerthelm, UFO-Vorstand für Tarifpolitik.

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Für Tui: Enterair stationiert Boeing 737-800 in Karlsruhe/Baden-Baden

Die polnische Fluggesellschaft Enterair wird im Sommerflugplan 2023 eine Boeing 737-800 auf dem deutschen Airport Karlsruhe/Baden-Baden stationieren. Mit dieser Maschine wird man im Auftrag von Tui Charterflüge zu diversen Ferienzielen durchführen. Derzeit ist geplant, dass der Mittelstreckenjet ab Anfang Juni 2023 auf dem Baden-Airpark stationiert werden soll. Dem aktuellen Stand der Dinge nach sollen für den Reiseveranstalter insgesamt sechs Ferienziele bedient werden. Derzeit ist der Einsatz von Enterair saisonal angelegt und zunächst für den Sommerflugplan 2023 befristet. Mit Boeing 737-800 von Enterair sollen Tui-Gäste je einmal pro Woche nach Fuerteventura und Gran Canaria geflogen werden. Zwei wöchentliche Rotationen sind nach Kos und Rhodos geplant. Nach Heraklion soll es dreimal pro Woche gehen. Palma de Mallorca wird mit fünf Umläufen am häufigsten angesteuert werden.

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Urteil im MH17-Prozess: Lebenslange Haft in Abwesenheit

Ein niederländisches Gericht hat mehr als acht Jahre nach dem Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug MH17 drei angeklagte Personen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Entscheidung des Strafgerichts hat aber einen Haken: Verhandelt wurde in Abwesenheit der Angeklagten, denn man weiß nicht wo diese sich momentan aufhalten. Es ist auch vollkommen ungewiss, ob die in den Niederlanden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilten Personen jemals ins Gefängnis müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland Amtshilfe leistet oder gar ausliefern wird, ist sehr niedrig. Daher hat das am Donnerstag verkündete Urteil vorerst eher symbolischen Charakter. Der vierte Angeklagte wurde – ebenfalls in Abwesenheit – freigesprochen. Am 17. Juli 2014 wurde Flug MH17 über der Ostukraine abgeschossen. Dadurch sind etwa 298 Personen ums Leben gekommen. Da sich überdurchschnittlich viele niederländische Staatsbürger an Bord befunden haben und die Maschine in Amsterdam-Schiphol gestartet ist, hat die Justiz der Niederlande die Strafverfolgung übernommen. Drei von vier Angeklagten haben den Prozess ignoriert Das Gericht hat entschieden, dass die russischen Staatsbürger Igor Girkin und Sergej Dubinski sowie der Ukrainer die Schuld für den Abschuss tragen. Hingegen wurde der Russe Oleg Pulatow freigesprochen. Wie bereits erwähnt: Die vier Angeklagten haben zu keinem Zeitpunkt persönlich am seit März 2020 laufenden Verfahren teilgenommen. Pulatow hat sich wenigstens durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen, jedoch haben die drei anderen Personen das Verfahren komplett ignoriert. Zum Zeitpunkt des Abschusses hatten die Angeklagten hohe Positionen bei den prorussischen Separatisten in der Osukraine. Der ehemalige Geheimdienstoffizier Girkin fungierte als Kommandant im Donbass. Seine „rechte Hand“, Dubinski war vormals Offizier bei der Armee

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