Jan Gruber

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Jan Gruber

ICAO: „Erzwungene Landung von FR4978 war unrechtmäßig“

Die Zivilluftfahrtorganisation ICAO kommt in ihrem Bericht zu Ryanair-Flug FR4978 zum Schluss, dass die im Mai 2021 erzwungene Landung in Minsk ein unrechtmäßiger Eingriff der Regierung von Belarus war. Der Vertreter der Russischen Föderation erhob Protest gegen den Bericht. Die ICAO teilte mit, dass man nach Auswertung von neuem Material, darunter auch Tonaufnahmen, zum Schluss gekommen ist, dass die angebliche Bombendrohung absichtlich falsch war und auf Anweisung von weißrussischen Regierungsbeamten an die Buzz-Crew übermittelt wurde. Im Mai des Vorjahres führte die polnische Fluggesellschaft Buzz im Auftrag von Ryanair einen Flug von Athen nach Vilnius durch. Im Luftraum von Belarus wurde die Crew von der Flugsicherung mit einer angeblichen Bombendrohung konfrontiert und auch mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in Minsk gezwungen. An Bord befanden sich etwa 100 Passagiere, darunter auch der oppositionelle Blogger Roman Protassewitsch und seine damalige Freundin Sofia Sapega. Die beiden wurden unmittelbar nach der Landung verhaftet. Belarus bestreitet bis heute, dass man die Boeing 737-800 von Buzz zur Notlandung in Minsk gezwungen habe. Man beharrt darauf, dass es eine Bombendrohung gegeben habe. Die ICAO vertritt in ihrem Bericht die Ansicht, dass der Flugsicherung absichtlich falsche Informationen, die an die Crew weitergegeben wurden, zugeschoben wurden. Im Nachgang dieses Vorfalls haben die Europäische Union und andere Gebiete Sanktionen gegen Belarus verhängt. Unter anderem ist es weißrussischen Carriern bis heute untersagt den Luftraum der EU zu nutzen. Dies führte dazu, dass Belavia das komplette Flugangebot in Richtung Westeuropa einstellen musste. So ganz und gar nicht einverstanden mit dem Ermittlungsbericht zeigte

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Air Baltic gibt erste de Havilland Dash 8-400 an Leasinggeber zurück

Kurz nach dem Beginn der Coronapandemie hat sich die lettische Fluggesellschaft Air Baltic entschlossen die Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400 nicht mehr in den Liniendienst zu stellen. Nun werden die Maschinen ausgeflogen und an Leasinggeber Nordic Aviation Capital zurückgegeben. „Der erste Rücklieferungsflug markiert ein offizielles Ende unserer bisherigen Entwicklungsstufe. Unsere Q400 -Flotte hat uns geholfen, dorthin zu gelangen, wo wir heute sind – mit der jüngsten und modernsten Flotte Europas. Airbus A220-300 sind das Rückgrat unseres zukünftigen Wachstums“, so Firmenchef Martin Gauss. Im Frühjahr 2020 hat sich Air Baltic – kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie – entschieden, dass die 12 de Havilland Dash 8-400 nicht mehr in den Flugbetrieb zurückkehren werden. Seither ist man ein reiner Airbus-A220-300-Operator. Die Turbopropflugzeuge sind geleast und werden bis Jahresende sukzessive zurückgegeben. Eingeflottet wurde die erste de Havilland Dash 8-400 NextGen im Jahr 2010. Rasch wurde eine aus 12 Einheiten bestehende Teilflotte aufgebaut. Air Baltic erklärt, dass man seither rund 11 Millionen Passagiere auf 222.000 Dash-Flügen befördert habe.

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Easyjet bestätigt Bestellung von 38 A320neo und 18 A321neo

Nachdem die Aktionäre von Easyjet grünes Licht gegeben haben, bestätigte der Billigflieger eine Bestellung über 56 Flugzeuge der Airbus A320neo-Reihe. Bei 18 Exemplaren handelt es sich um A321neo. „Wir sind davon überzeugt, dass dieser Auftrag zu positiven Renditen für das Unternehmen und zur Erreichung unserer strategischen Ziele beitragen wird. Die neuen Flugzeuge stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Easyjet, wobei die Einführung der effizienteren Flugzeuge mit neuer Technologie eine Kernkomponente von Easyjets Weg zu Netto-Null-Emissionen darstellt. Darüber hinaus sind die neuen Flugzeuge deutlich leiser und haben einen halb so großen Lärmpegel wie die älteren Flugzeuge, die sie ersetzen“, so Easyjet-Finanzchef Kenton Jarvis. Der Billigflieger betreibt derzeit eine Flotte von mehr als 300 Flugzeugen der A320-Familie, darunter die Modelle A319, A320ceo, A320neo und A321neo, und ist damit der weltweit größte Betreiber von Single-Aisle-Flugzeugen von Airbus. Easyjet bedient mehr als 130 europäische Flughäfen in rund 31 Ländern und bedient über 1 000 Routen.

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Qatar Airways liebäugelt mit Aufstockung der B777X-Order

Golfcarrier Qatar Airways denkt laut über eine mögliche Erweiterung der Großbestellung für das Langstreckenmuster Boeing 777X nach. Dies könnte aufgrund des Dauerstreits, den man mit Airbus bezüglich behaupteter Qualitätsmängel beim A350 hat, auch notwendig werden, um die Wachstumspläne umsetzen zu können. Im Rahmen der Farnborough Air Show erklärte Qatar-Konzernchef Akba Al Baker, dass man derzeit mit dem Gedanken spielt weitere Boeing 777X zu bestellen. Derzeit hat man bereits 60 Stück auf Order und ist darüber hinaus auch Erstkundin für die Frachtversion dieses Musters. Das B777X-Programm befindet sich deutlich hinter dem Zeitplan. Es sind einige Verzögerungen eingetreten, so dass der U.S.-amerikanische Hersteller derzeit damit rechnet, dass man erst im Jahr 2025 das erste Exemplar an einen Kunden ausliefern kann. Man befindet sich bereits ein paar Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Davon betroffen ist auch Lufthansa, denn die deutsche Fluggesellschaft hat dieses Muster ebenfalls bestellt.

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Leasinggeber 777 Partners bestellt 30 Boeing 737-Max-200

Das Investmentunternehmen 777 Partners hat im Rahmen der Farnborough Air Show kommuniziert, dass man bis zu 66 weitere Boeing 737-Max erwerben wird. Bereits fixiert wurde eine Order über 30 B737-Max-200. Es handelt sich bereits um die fünfte Max-Bestellung von 777 Partners. Das Unternehmen ist an verschiedenen Fluggesellschaften, darunter auch Flair Airlines, beteiligt. Die Maschinen werden in erster Linie an Beteiligungen verleast. Die Boeing 737-Max-200 ist eine spezielle Variante der Max-8, die über eine erhöhte Sitzplatzkapazität verfügt. Entwickelt wurde diese Version für Billigflieger. Erstkunde war Ryanair. Josh Wander, Managing Partner von 777 Partners, bezeichnete die neuerliche Großbestellung als wichtigen Meilenstein in der Geschäftsbeziehung mit Boeing. Mit dieser würde das geplante Wachstum der von ihm geleiteten Leasinggesellschaft abgesichert werden.

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Nigeria: Aero Contractors muss Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit einstellen

Die nigerianische Fluggesellschaft Aero Contractors musste am Mittwoch bekanntgeben, dass der Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit eingestellt wurde. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass fast alle Flugzeuge gewartet werden müssen. Daher könne man den Flugplan nicht aufrechterhalten. Wie auch andere Fluggesellschaften mit Sitz in Nigeria befindet sich dieser Carrier seit einiger Zeit in einer tiefen Finanzkrise, die unter anderem auch durch die Corona-Pandemie hervorgerufen wurde. Derzeit betreibt man die Maschinentypen Boeing 737-400, 737-500 und de Havilland Dash 8-300. Man fliegt überwiegend innerhalb des Landes, hat jedoch auch einige Ziele in den Nachbarstaaten im Portfolio. Laut einem Bericht der „The Daily Sun“ sollen die Finanzprobleme auch auf den Umstand, dass man mit der Einflottung zweier geleaster Airbus A320 nicht wie geplant voran gekommen ist. Eine der beiden Maschinen ist seit einiger Zeit defekt und kann daher nicht eingesetzt werden. Der Leasinggeber forderte den zweiten Airbus A320 zurück, weil man mit den Raten im Rückstand sein soll. Zusätzlich soll die älteste Fluggesellschaft Nigerias unter den stark gestiegenen Kerosinpreisen leiden. Dazu kommt der Umstand, dass an manchen Airports der Treibstoff knapp oder gar nicht mehr vorhanden ist. „Diese Entscheidung wurde sorgfältig erwogen und getroffen, da die meisten unserer Flugzeuge derzeit gewartet werden und wir unseren geschätzten Kunden daher keinen nahtlosen und effizienten Service bieten können“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung von Aero Contractors. „Wir arbeiten daran, diese Flugzeuge in den nächsten Wochen wieder in Betrieb zu nehmen, damit wir unseren Passagieren weiterhin den sicheren, effizienten und zuverlässigen Service bieten können,

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Leipzig: Air Moldova nimmt Chisinau auf

Mit Leipzig nimmt die Fluggesellschaft Air Moldova eine dritte Deutschland-Destination auf. Diese soll ab 16. August 2022 zunächst zweimal wöchentlich bedient werden. Laut Mitteilung des Carriers will man zunächst an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag fliegen. Bei entsprechender Nachfrage will man einen dritten Umlauf hinzufügen. Leipzig wird die dritte Stadt, die Air Moldova ab Chisinau ansteuert, sein. Bislang ist man in Frankfurt und Düsseldorf präsent. Die Flotte des Carriers besteht derzeit aus fünf Flugzeugen. Dabei handelt es sich um zwei Airbus A321, einen A320 und zwei A319. Gegründet wurde Air Moldova im Jahr 1993. Eigenen Angaben nach hat man Chisinau einen Marktanteil von 50 Prozent.

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KLM und Thalys bringen Kooperationszüge auf Schiene

Die Fluggesellschaft KLM und der Eisenbahnbetreiber Thalys haben die schon vor einiger Zeit angekündigte Kooperation zwischen Amsterdam und Brüssel auf die Schiene gebracht. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Flugbewegungen zwischen den beiden Städten um einen täglichen Umlauf. Ziel des Vorhabens ist es, die Zahl der Umsteigepassagiere auf der Schiene zwischen Brüssel und Schiphol zu erhöhen. Fast alle Passagiere auf dieser Strecke steigen von und zu KLM-Flügen am Flughafen Amsterdam-Schiphol um. Seitens der Fluggesellschaft hält man den Start der Kooperation für einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung des Aktionsplans der niederländischen Regierung für Schienen- und Flugdienste. Dieser sieht Aktionen und Maßnahmen vor, die sicherstellen, dass der internationale Schienenverkehr auf Strecken unter 700 Kilometern eine logische Alternative zur Ergänzung der Flugdienste wird. Seit einiger Zeit bietet KLM Transferpassagieren die Möglichkeit, auf der Strecke Brüssel-Schiphol statt eines Fluges in einen Thalys-Hochgeschwindigkeitszug einzusteigen (oder umgekehrt). Vor der Covid-19-Pandemie haben 20 bis 25 Prozent dieser Passagiere (rund 36.000 Kunden) diese Option gewählt. Darüber hinaus arbeitet KLM mit NS Dutch Railways und anderen europäischen Eisenbahnunternehmen zusammen, um die Möglichkeiten zusätzlicher komfortabler Hochgeschwindigkeitszüge für Transferpassagiere zu anderen Zielen zu erkunden. „Das neue Luft-Schienen-Produkt ist das erste konkrete Ergebnis des Aktionsplans für Schienen- und Flugdienste. Wir sind stolz auf diese Leistung. Gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und  Wasserwirtschaft, dem Amsterdamer Flughafen Schiphol, ProRail und NS Dutch Railways streben wir danach, eine nahtlose Customer Journey mit besseren Verbindungen zwischen Bahn- und Flugreisen zu gewährleisten“, so Boet Kreiken, Executive Vice President Kundenerlebnis KLM. Während dem Versuchslauf, der bis

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Alaska Air Group ordert acht weitere Embraer E175

Die Alaska Air Group hat acht weitere Regionaljets des Typs Embraer 175 bestellt. Gleichzeitig sicherte man sich Optionen für bis zu 13 weitete Flugzeuge dieses Typs. Die Order wurde auf der Farnborough Air Show 2022 bekannt gegeben. Die Auslieferungen sollen ab dem zweiten Quartal 2023 über einen Zeitraum von vier Jahren verteilt erfolgen. Die 76-sitzigen Regionaljets werden von Horizon Air im Auftrag von Alaska Airlines betrieben werden. Bestuhlt werden diese mit 12 Sitzen in der Business-, 12 in der Premium-, und 52 in der Economy-Class. Derzeit fliegt Horizon Air mit 30 Embraer 175 und 32 de Havilland Dash 8-400 für Alaska Airlines. Bereits vor einiger Zeit hat man 12 Embraer 175 bestellt, so dass die Order nun auf 20 Exemplare angewachsen ist. SkyWest Airlines fliegt mit 42 Embraer 175 für Alaska Airlines, wobei die Maschinen Eigentum des Auftraggebers sind.

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Kanada: Porter Airlines bestellt 20 weitere Embraer E195-E2

Die kanadische Fluggesellschaft Porter Airlines hat im Rahmen der Farnborough Air Show bekanntgegeben, dass eine bestehende Embraer E195-E2-Order um 20 Exemplare aufgestockt wird. Das Gesamtauftragsvolumen besteht nun auf 50 Exemplaren. Im Juli 2021 gab der Regio-Carrier bekannt, dass man 30 Embraer E195-E2 fix bestellt hat. Gleichzeitig sicherte man sich Optionen für bis zu 50 weitere Einheiten. Die Anzahl der Kaufrechte bleibt unverändert, da die zusätzlich georderten Maschinen nicht aus diesem Kontingent stammen. Derzeit geht man davon aus, dass der erste E2-Jet im Laufe des zweiten Halbjahres 2022 übernommen werden kann. Die Regionaljets sollen ab Ottawa, Montréal Trudeau, Halifax und Toronto Pearson zu Geschäfts- und Urlaubszielen in ganz Kanada, den Vereinigten Staaten, Mexiko und der Karibik eingesetzt werden. Derzeit betreibt Porter Airlines 29 Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400. Das wichtigste Drehkreuz unterhält man am innerstädtischen Billy Bishop Toronto City Airport. Dieser darf aufgrund der Lärmbestimmungen nicht von Jets angeflogen werden.

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