Jan Gruber

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Jan Gruber

Air Europa will Vorkrisenniveau noch heuer um fünf Prozent übertreffen

Die Fluggesellschaft Air Europa rechnet damit, dass man im zweiten Halbjahr 2022 wieder mit jener Kapazität in der Luft sein wird, die man vor der Corona Pandemie hatte. Die Zeichen stehen wieder auf Expansion. Vor der Krise war Air Europa stark unter Druck geraten. Eigentümer Globalia wollte das Unternehmen an die International Airlines Group verkaufen. Nach dem Beginn der Pandemie wurde der Kaufpreis deutlich nach unten gesenkt und letztlich platzte der Deal. Air Europa will standalone weitermachen, jedoch führt man auch Gespräche mit der IAG und anderen Interessenten. Kürzlich wurde bekannt, dass man vier Boeing 787 im Rahmen einer Subleasing-Vereinbarung von Norse Atlantic Airways übernehmen wird. Mit Hilfe dieser zusätzlichen Maschinen will Air Europa die Hauptstrecken ab Madrid stärken. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, dass man im zweiten Halbjahr 2022 eine gegenüber dem Vorkrisenniveau um fünf Prozent erhöhte Kapazität haben wird. Air Europa geht davon aus, dass die Zahl der verfügbaren Sitze auf den wichtigsten Strecken ab ihrem Drehkreuz am Flughafen Madrid Barajas steigen wird. Darüber hinaus wird Air Europa ihr Angebot mit 11 neuen Flugzeugen im Laufe des Jahres weiter ausbauen. Unter diesen neuen Flugzeugen befinden sich vier Boeing 787 Dreamliner, die Air Europa von Norse Atlantic leasen wird. Die Flotte besteht derzeit aus 35 Flugzeugen.

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BGH: Fluglärm ist ein Grund für eine Reisepreisminderung

Bei Pauschalreisen kann nächtlicher Fluglärm rund um das Hotel zu einem Preisminderungsanspruch führen und zwar dann, wenn in den Unterlagen des Tour Operators kein expliziter Hinweis auf diesen Umstand enthalten ist, entschied der deutsche Bundesgerichtshof. In gegenständlichem Fall (Geschäftszahl: X ZR 97/20) klagte ein Urlauber, der eine Pauschalreise auf die Insel Kos gebucht hatte. Dieser machte den Umstand, dass in der Nacht Flugzeuge im Landeanflug auf den Airport über dem Hotel waren, als Reisemangel geltend. Er argumentierte unter anderem damit, dass er in seiner nächtlichen Ruhe gestört wurde. Der Reiseveranstalter lehnte den Anspruch ab, so dass der Fall vor Gericht landete. Die erste Instanz entschied zunächst zu Gunsten des Tour Operators, da die nächtlichen Störungen nicht konkret nachgewiesen werden konnten. Der Urlauber ging in Berufung und obsiegte. Das wollte aber der Reiseveranstalter nicht auf sich sitzen lassen und zog vor das Höchstgericht. Die Richter des deutschen Bundesgerichtshofs gaben nun dem Kläger recht, denn aus dem Reisekatalog hätte man nicht den Schluss ziehen können, dass sich die Unterkunft direkt in der Einflugschneise des Flughafens Kos befindet. Insbesondere die Angabe, dass die Entfernung zum Airport neun Kilometer beträgt und der Bodentransfer etwa eine halbe Stunde in Anspruch nimmt, würden nicht auf diesen Umstand hindeuten. Auch ist es nach Ansicht des BGH nicht Sache des Urlaubers, dass dieser beim Veranstalter und/oder Hotel nachfragen muss, ob sich das Haus in einer Einflugschneise befindet. Der Tour Operator hätte spätestens in den Reiseunterlagen explizit darauf hinweisen müssen. Die Entscheidung der Vorinstanz, dass der Reiseveranstalter wegen des

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Deutschland: Luftverkehrssteuer brachte 526,4 Millionen Euro ein

Das deutsche Finanzministerium erlitt im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einreise- und Quarantänebeschränkungen einen starken Einnahmenrückgang im Bereich der umstrittenen Luftverkehrssteuer. Im Vorjahr ist eine leichte Erholung eingetreten. Im Jahr 2021 nahm die Bundesrepublik Deutschland 526,4 Millionen Euro aus der Besteuerung von Flugtickets ein. Damit liegt man weiterhin deutlich unter dem Einnahmenniveau, das man vor der Krise hatte, jedoch erheblich über dem Wert von 2020. Dies geht aus Zahlen hervor, die das deutsche Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Die Steigerung gegenüber 2020 wird mit 49,8 Prozent ausgewiesen. Man lag um 55,7 Prozent unter den Einnahmen, die man im Rekordjahr 2020 hatte. Deutschland hat die umstrittene Luftverkehrsabgabe im Jahr 2011 eingeführt und die Sätze mitten in der Pandemie erhöht. Dies wurde von Fluggesellschaften und Airlines scharf kritisiert. Auch Österreich hob im Jahr 2020 die lokale Ticketsteuer an.

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Air Moldova meldet sich in Düsseldorf zurück

Die Fluggesellschaft Air Moldova ist zurück auf dem deutschen Flughafen Düsseldorf. Der Carrier führte am Sonntag aus Chisinau kommend den „Erstflug“ durch. Das Luftfahrtunternehmen mit Sitz in der Republik Moldau bedient diese Strecke zweimal wöchentlich. Derzeit werden an den Verkehrstagen Mittwoch und Sonntag angeboten. Als Maschinentyp kommen Airbus A319 und Airbus A320 zum Einsatz. Derzeit besteht die Flotte von Air Moldova aus fünf Flugzeugen. Dabei handelt es sich um zwei A319, einen A319 und einen A321. Eine weitere Einheit des zuletzt genannten Typs wird von Aerro Direkt im Rahmen eines Wetlease-Vertrags betrieben.

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Wizz Air UK kauft Vueling Slots in London-Luton ab

Die spanische Billigfluggesellschaft Vueling hat Start- und Landerechte am Flughafen London-Luton an den Mitbewerber Wizz Air UK veräußert. Der pinkfarbene Lowcoster wird die Slotpaare zur Aufstockung bestehender Verbindungen nach Rumänien und Polen nutzen. Zuletzt expandierte Wizz Air insbesondere am Gatwick Airport. Beispielsweise verlegte man die Wien-Strecke von Luton zum zweitgrößten Airport des Vereinigten Königreichs. Nun will man zusätzlich wieder an der Homebase des UK-Ablegers wachsen. Mit Hilfe der zwei täglichen Slot-Paare, die man von der IAG-Tochter Vueling gekauft hat, sollen die Frequenzen nach Bacau, Craiova, Iasi, Sibiu und Timisoara sowie nach Wroclaw angehoben werden. Die Aufstockung werden laut Wizz Air ab dem 11. Mai 2022 wirksam. Die Erhöhung der Kapazität beziffert das Unternehmen mit 167.000 Sitzen. Während der Sommerperiode 2022 wird man ab Luton rund 5,6 Millionen Sitzplätze anbieten. Angeboten werden Flüge zu 75 Destinationen.

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Österreich: Stark steigende Kosten bringen Erholung der Touristik in Gefahr

Die Touristiker der Wirtschaftskammer Österreich warnen, dass der Krieg in der Ukraine die erhoffte Erholung des österreichischen Tourismus in Gefahr bringen könnte. Stark steigende Kosten, insbesondere in den Bereichen Energie und Kraftstoffe, führen dazu, dass die Preise für die Gäste steigen und möglicherweise mit Stornierungen zu rechnen ist. „Nach zwei Jahren Pandemie sehnen sich Menschen nach Urlaub. Deshalb hat sich die Buchungslage in den Tourismus- und Freizeitbranchen zuletzt positiv entwickelt und auch mit Blick auf den Sommer standen die Vorzeichen durchaus gut. Leider droht uns der Ukainekrieg in Hinblick auf die erhofften ‚Nachholeffekte‘ einen Strich durch die Rechnung zu machen: Unsere Betriebe sind mit stetig steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen konfrontiert, die sie teilweise auch an ihre Gäste weitergeben werden müssen. Dieser drohenden Teuerungswelle muss die Politik rasch gegensteuern“, sagt Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Besonders stark sind Tourismusbetriebe, die viel Energie benötigen, betroffen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Schwimmbäder und Großküchen mit eigenen Kühlräumen. Die Wirtschaftskammer fordert nun, dass die Regierung gezielte Entlastungsmaßnahmen und/oder einen Energiezuschuss gewähren soll. Auch hält man die temporäre Absenkung der Mineralölsteuer für eine kurzfristig zielführende Maßnahme. Diese schloss Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) nach anfänglicher Zustimmung explizit aus. Innerhalb der Regierung soll sich die Grünen gegen Steuersenkungen auf Mineralölprodukte stemmen. Hotels und Gastronomie rechnen mit steigenden Preisen für die Gäste Auch die Hoteliers sind nach Ansicht der Wirtschaftskammer von stark steigenden Kosten betroffen. Diese können nicht mehr vollständig selbst getragen werden, so dass mit gestiegenen Übernachtungskosten zu

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Kopenhagen: SAS Link ist in der Luft

Die Fluggesellschaft SAS Link hat den ersten kommerziellen Flug im Auftrag der Konzernmutter SAS durchgeführt. Dieser führte am Sonntag von Kopenhagen nach Nizza. AOC und Betriebsgenehmigung hat man erst wenige Tage zuvor von der schwedischen Zivilluftfahrtbehörde erteilt bekommen. SAS Connect, die im Rahmen der Neuausrichtung ebenfalls für SAS fliegen soll, ist in firmenrechtlich in Irland angesiedelt. Mit der SE-RSK hat SAS Link am 6. April 2022 den ersten von vorerst sechs Embraer 195 übernommen. Zuvor wurden Wartungsarbeiten in Exeter vorgenommen. Die Maschine kam zwischenzeitlich auch nach Paris-Charles de Gaulle, Bergen, Bologna und Aalborg zum Einsatz. Die größte Fluggesellschaft Skandinaviens, SAS, will mit Hilfe der Töchter SAS Connect und SAS Link die Kosten senken. Das zuerst genannte Unternehmen ist formell eine irische Airline und der andere Carrier verfügt über schwedische Zulassungen. Das Projekt wird von den Gewerkschaften scharf kritisiert, da man unter anderem vorwirft, dass SAS bestehende Tarifverträge unterlaufen will. Das Management argumentiert mit starkem Kostendruck, der nicht zuletzt von Billigfluggesellschaften ausgehen soll.

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Zu viele Flugzeuge geleast: Norse Atlantic reicht vier Dreamliner an Air Europa weiter

Noch hat das norwegische Langstrecken-Startup Norse Atlantic Airways keinen einzigen Langstreckenflug durchgeführt, jedoch hat man sich bereits zahlreiche Boeing Dreamliner über Leasinggeber gesichert. Offenbar zu viele, denn vier Stück gibt man nun an Air Europa ab. Immer wieder kommt es vor, dass sich Fluggesellschaften gegenseitig Flugzeuge verlasen. Fliegt der eine Carrier im Auftrag des anderen spricht man von Wetlease oder ACMI und wenn nur die Maschine vermietet wird, handelt es sich um Drylease. Norse Atlantic Airways ist Leasingnehmerin jener vier Boeing 787, die für 18 Monate an Air Europa weitergereicht werden. Es handelt sich um je zwei B787-8 und 787-9. Im Rahmen einer Sublease-Vereinbarung vermietet man diese „dry“ an den Mitbewerber Air Europa. Für beide Unternehmen ist das eine Win-Win-Situation, denn der spanische Carrier ist auf der Suche nach jungem Langstreckenfluggerät und die norwegische Fluggesellschaft hat den Bedarf an Billigflügen offensichtlich erheblich überschätzt. Norse Atlantic Airways ist im Besitz von AOC und Betriebsgenehmigung. Auch hat man die Zulassung für USA-Flüge bereits in der Tasche. Für die Start-up-Phase zu viele Flugzeuge geleast Selbstverständlich gibt Norse Atlantic Airways nicht direkt zu, dass man zu viele Flugzeuge geleast hat, jedoch kann man dies leicht zwischen den Zeilen herauslesen. So schreibt das Unternehmen in einer Medienerklärung unter anderem, dass der Sublease-Vertrag mit Air Europa eine „großartige Möglichkeit positiven Cashflow aus Flugzeugen generieren zu können, die in der Anlaufphase nicht voll ausgeschöpft werden können“. Mit anderen Worten: Man hat sich mehr Flugzeuge ans Bein gebunden als benötigt werden. Daher vermietet man vier Stück an Air

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Croatia Airlines hat die Maskenpflicht abgeschafft

Nachdem die Regierung von Kroatien die Maskenpflicht nahezu vollständig aufgehoben hat, verlangt auch Croatia Airlines das Tragen von Mund-Nasen-Schutz nicht mehr. Dies gilt allerdings nur dann, wenn es keine gegenteilige Anweisung der Zieldestination gibt. Kroatien hat die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, zu denen auch Passagierflugzeuge zählen, abgeschafft. Die Folge draus ist, dass die Carrier nun ihre Passagiere nicht mehr zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen verpflichten müssen. Der größte Anbieter des Landes, Croatia Airlines, hat sich bereits entschieden, dass die Masken fallen. Man empfiehlt nur noch das Tragen von Masken, schreibt es jedoch nicht mehr vor. Ohne Mund-Nasen-Schutz kann man aber nur dann an Bord von Croatia Airlines fliegen, wenn es keine explizite Anweisung des Zielstaats gibt. Beispielsweise schreibt Österreich explizit das Tragen von FFP2-Masken auf allen Flügen von/nach Österreich vor. Auch Deutschland hat eine vergleichbare Vorschrift, so dass sich auf diesen Verbindungen vorläufig nichts ändert.

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Nürnberg feiert Eröffnung der Ryanair-Basis

Der Billigflieger Ryanair hat am Dienstag die von der Tochtergesellschaft Malta Air betriebene Basis Nürnberg offiziell eröffnet. Im Sommerflugplan 2022 wird der Carrier 29 Strecken ab dem fränkischen Airport anbieten. Darunter befinden sich 15 neue Ziele. Während dem Hochsommer wird der Lowcoster rund 90 Flüge pro Woche ab diesem Flughafen durchführen. Neu fliegt man unter anderem nach Banja Luka, Bologna, Cagliari, Chania, Dublin, Faro, Girona, Ibiza, Lamezia, Madeira, Ponta Delgada, Sofia, Tallinn, Valencia und Venedig. „Das Engagement von Ryanair in Nürnberg wird unser Streckennetz deutlich bereichern: Vom ausgewogenen Mix aus touristischen Zielen rund ums Mittelmeer, attraktiven Städteverbindungen und Zielen für Familienbesuche in Mittel- und Osteuropa profitieren Privat- wie Geschäftsreisende. Es ist aber auch eine gute Nachricht für die Nürnberger Hotellerie, Gastronomie und den Einzelhandel, denn viele Reisende aus dem Ausland werden an Bord von Ryanair zu uns in die Metropolregion Nürnberg kommen und unser attraktives touristisches Angebot nutzen“, erklärt Flughafenchef Michael Hupe. Ryanairs Marketingdirektor Dara Brady sagte: „Ryanair freut sich, ihren größten Flugplan für Nürnberg bekannt zu geben, der über 90 wöchentliche Flüge auf 29 Strecken bietet, darunter 15 neue Strecken zu fantastischen Zielen wie Chania, Valencia und Dublin. Die Eröffnung dieser Basis und die Einführung dieser neuen Strecken ab Nürnberg unterstreicht unser Engagement für eine bessere Anbindung, mehr Reisemöglichkeiten und mehr Einreiseverkehr in die Region, denn Ryanair bietet nun 28 Prozent mehr Kapazität als vor der Pandemie. Wir freuen uns, diese neue Basis zu eröffnen und unsere Beziehung zum Flughafen Nürnberg zu stärken, der nun eine Flotte von zwei

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