Jan Gruber

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Jan Gruber

London: Jumbolino-Operator Jota Aviation wirft das Handtuch

Die britische Charterfluggesellschaft Jota Aviation, einer der letzten europäischen Betreiber der BAe 146 bzw. Avro RJ85/100, hat den Flugbetrieb eingestellt. Die letzte kommerzielle Bewegung fand bereits Mitte März 2022 statt, doch über das Osterwochenende wurde der Geschäftsbetrieb endgültig aufgegeben. Die operative Basis des Carriers befand sich auf dem Flughafen London-Biggin Hill. Von dort aus wurden zuletzt ein Avro RJ100, ein RJ85 und vier BAe 146-300QT eingesetzt. Der zuletzt genannte Maschinentyp waren Frachter. Spezialisiert war man auf die Durchführung von VIP-, Sport-, Musik- und Filmcharter. Auch war man mit zumindest einem Flugzeug im Bereich Express-Fracht tätig. Jota wurde in der heutigen Form im Jahr 2009 gegründet und erlitt unter anderem aufgrund des Brexits, aber auch wegen der Corona-Pandemie, enorme Umsatzrückgänge. Das Unternehmen löschte zwischenzeitlich sämtliche Social-Media-Kanäle und gibt sich zu den Gründen der Betriebseinstellung weitgehend zugeknöpft. Lokale Medien berichten von möglichen finanziellen Problemen. Die Cargo-Flugzeuge wurden schrittweise bis Feber 2022 ausgeflottet und sind mittlerweile bei einem Leasingvermittler mit sofortiger Verfügbarkeit gelistet. Selbiges gilt auch für die Avro 85/100. Laut Zahlen der britischen Zivilluftfahrtbehörde hatte Jota Aviation im Jahr 2019 etwa 28.000 Passagiere. Im Vorjahr waren es nur noch 10.421 Reisende. Das Unternehmen konnte sich somit nicht von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen und auch im Frachtbereich schnitt man wesentlich schlechter ab als Mitbewerber. Mittlerweile ist der Maschinentyp BAe 146 (inklusive dem Nachfolger Avro Regionaljet) in Europa selten geworden. Einst zählte der “Jumbolino” zum Rückgrat zahlreicher Regionalflotten, jedoch trennten sich viele Operators von den als treibstoffhungrig geltenden Maschinen. Jota Aviation war nicht

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Gerichtsurteil: Operator-Wechsel in Kaunas auf Buzz kommt Ryanair teuer zu stehen

In Litauen kommt Ryanair die Schließung der Basis Kaunas teuer zu stehen. Ein Gericht entschied, dass den Beschäftigten rund 600.000 Euro an Löhnen nachbezahlt werden musste. Eine wichtige Rolle spielte dabei, dass die polnische Buzz, die ebenfalls der Firmengruppe angehört, den Stützpunkt nahtlos übernommen hat. Ryanair begründete die Schließung mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Den beschäftigten wurde die Versetzung zum Flughafen London-Stansted kommuniziert, jedoch war dies laut Gericht nicht in den Arbeitsverträgen vorgesehen. Nachdem der Löwenanteil der Mitarbeiter am “neuen Dienstort” nicht erschienen ist, sprach der Billigflieger im Juni 2020 Kündigungen aus. Ungefähr zeitgleich wurde die Basis Kaunas an Buzz übergeben. Dieser Umstand war für das Gericht maßgeblich zu Gunsten der Arbeitgeber zu entscheiden. Das litauische Gericht gibt den ehemaligen Ryanair-Beschäftigten Recht und verurteilt die Fluggesellschaft zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 600.000 Euro. Mit der Hauptklage wegen der Entlassung wurde der Durchschnittslohn für den Zeitraum vom Zeitpunkt der Entlassung bis zur Vollstreckung des Urteils gefordert, höchstens jedoch für ein Jahr. Das Gericht stellte fest, dass die Versetzung an den Flughafen London-Stansted rechtswidrig war. Diese wäre weder in den Arbeitsverträgen vorgesehen gewesen, noch habe Ryanair auf die persönlichen Umstände der Beschäftigten Rücksicht genommen. Ebenso würdigte das Gericht, dass der irische Billigflieger von den Mitarbeitern verlangte, dass diese in einem Umkreis von maximal einer Stunde zum Flughafen Kaunas wohnen müssen. Gleichzeitig übertrug die Fluggesellschaft einen Teil ihres Betriebs am Flughafen Kaunas an ein Unternehmen, das zur selben Gruppe gehört. Der Fall zeigte jedoch, dass die Beschäftigten alle Möglichkeiten hatten, für

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Malta MedAir hat dritten Airbus A320 übernommen

Die Fluggesellschaft Malta MedAir hat vergangene Woche einen weiteren Airbus A320 übernommen. Dieser soll ab 20. April 2022 im Auftrag der türkischen Corendon Airlines fliegen und in Antalya stationiert werden. Derzeit trägt der Mittelstreckenjet die Registrierung OE-IOB. Nach der Ummeldung in das maltesische Register wird er laut Mavio News als 9H-MMO in der Luft sein. Malta MedAir schloss mit Corendon Airlines einen Wetlease-Vertrag, der bis mindestens Ende Oktober 2022 laufen wird. Die künftige 9H-MMO hat laut Mavio News eine durchaus spannende Vorgeschichte in ihrem bisherigen Flugzeugleben gehabt. Sie wurde ursprünglich 2008 an TACA ausgeliefert. Anschließend wurde dieser A320 wurde von einer Reihe von Fluggesellschaften geflogen, darunter die wenig bekannte Bassaka Air aus Kambodscha als XU-118. Sie wurde hauptsächlich für die Beförderung von Spielern aus China eingesetzt. Vor seinem jüngsten Wechsel zu Malta MedAir flog das Flugzeug für die moldawische Fluggesellschaft Flyone.

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Flugbegleiter und Musikkünstler Tamer macht Branche mit neuem Song Mut

Unter seinem Künstlernamen Tamer hat ein ab dem Flughafen Köln/Bonn tätiger Flugbegleiter einen neuen Song, der der Luftfahrtbranche Mut und Hoffnung machen soll, veröffentlicht. Bekannt wurde der musikbegeisterte Tamer vor einigen Jahren als damaliges Mitglied der TV-Popband Jamatami, die 2011 für eine Dokusoap ausgewählt wurde. Hauptberuflich ist Tamer als Flugbegleiter für eine Airlines tätig, doch in seiner Freizeit hält ihn weiterhin seine musikalische Leidenschaft im Bann. Er veröffentlicht nun als Solokünstler einen selbst geschriebenen Song. Mit diesem möchte der junge Mann seine Leidenschaften verbinden, um mit seinem neuen Aviation-Song Vorfreude auf eine Zeit zu versprühen, in der Künstler wieder bedingungslos ihrer Leidenschaft nachgehen können und Crews ihre urlaubsfreudigen Gäste an ihre Reiseziele begleiten dürfen. ,,Ich möchte uns allen mit dem Lied Hoffnung auf einen Sommer voller Lebensfreude geben“, so Tamer über den Song, der das Gefühl des Fliegens und der Freiheit aufgreift und wiederspiegelt. Das Song-Video wurde am Ultraleichtflugzentrum Ekelenz e.V. gedreht. Dabei stellte eine A320-Kapitänin ihr privates Ultraleichtflugzeug zur Verfügung. Die für die Aufnahmen verwendete Drohne wurde ebenfalls von hauptberuflichem Airline-Personal bedient. Das Tanzstudio Kreiten aus Aachen griff Tamer mit Choreo, Bild und Ton unter die Arme. Die Take-Off-Transfers, die sonst Passagiere, Crews und andere Kunden chauffieren, stellten für die Videoaufnahmen eine Limousine zur Verfügung. Fazit des Teams, das mitgewirkt hat: “Zeigt uns: Wir alle in der Aviation freuen uns auf einen „normalen“ Sommer nach 2 Jahren Pandemie und Unsicherheit und mit unserer Leidenschaft möchten wir auch andere von diesem Thema begeistern.”

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Trotz Kritik: Corsair will Mali-Flüge reaktivieren

Die französische Fluggesellschaft Corsair International sorgt derzeit in Frankreich für politischen Wirbel, denn der Carrier will die Nonstop-Flüge zwischen Paris-Orly und Bamako wiederaufnehmen. Das passt einigen politischen Kräften so ganz und gar nicht in den Kram. Hintergrund ist, dass die diplomatische Stimmung zwischen Mali und Frankreich seit dem Militärputsch im August 2020 angespannt ist. Der europäische Staat war früher Kolonialmacht im afrikanischen Land. Corsair International will die Route zwischen Orly und Bamako ab 16. Juni 2022 dreimal wöchentlich mit Airbus A330 bedienen. Vorerst ist geplant, dass diese saisonal bis zum 18. September 2022 angeboten wird. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer hohen Nachfrage nach Flugverbindungen zwischen Frankreich und Mali. Zuletzt flog man im Jahr 2019 in den genannten afrikanischen Staat. Der Mitbewerber Air France steuert Bamako seit Mitte Feber 2022 wieder mehr oder weniger regelmäßig an. Teile der französischen Politik vertreten die Ansicht, dass sich durch den Ausbau der Flugverbindungen die Militärjunta in Mali international etablieren würde. Diese verhängt regelmäßig Sanktionen im Luftfahrtbereich. Beispielsweise forderte man die Fluggesellschaften dazu auf, dass sie ihre Slots nutzen sollen oder aber diese verlieren werden. Auch verweigerte man wiederholt europäischen Fluggesellschaften den Überflug. Selbiges gilt immer wieder für ausländische Militärflugzeuge. Das bekam auch die deutsche Bundeswehr zu spüren.

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EASA will Preighter-Einsätze beenden

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit will den Einsatz von so genannten Preightern nicht über den 31. Juli 2022 verlängern. Man ist zum Schluss gekommen, dass sich die logistischen Herausforderungen verändert hätten und daher will man die Ausnahmegenehmigungen nicht mehr gewähren, so die EASA in einer Mitteilung. Seit dem 24. März 2020 konnten Luftfahrtunternehmen vereinfacht die Bewilligung für den Transport von Fracht in Passagierkabinen erhalten. Dies diente auch um mehr Schutzgüter, besonders aus Asien, nach Europa fliegen zu können. Die EASA gab grünes Licht für das Ausbauen der Sitze als auch für den Transport auf den Sitzbänken. MIt dieser Praxis soll nun Schluss sein. Für Fluggesellschaften bedeutet dies, dass rechtzeitig neue Genehmigungen beantragt werden müssen. Diese haben in der Regel eine Laufzeit von rund acht Monaten. Nach dem 31. Juli 2022 sollen diese nicht mehr im vereinfachten Verfahren verteilt werden. Einige Carrier haben sich bereits entschieden, dass man die “Preighter” wieder als Passagierflugzeuge einsetzen wird. Laut CH-Aviation.com sind derzeit 43 Passagiermaschinen, die von Airlines mit Sitz in der Europäischen Union betrieben werden, als “Preighter” im Einsatz. Diese werden nach und nach rückgebaut werden. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass sich der eine oder andere Anbieter für dauerhafte Konvertierungen entscheiden wird. Dann müssen alle Standards, die für Cargoflugzeuge gelten, erfüllt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte man diese seit 24. März 2020 aufgeweicht. Auch Austrian Airlines setzte zeitweise Passagierflugzeuge als Preighter ein, jedoch wurden diese wieder rückgebaut.

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Sparpaket verärgert AUA-Mitarbeiter zunehmend

Das aufgrund der Corona-Pandemie mit Gewerkschaft und Betriebsrat vereinbarte Sparpaket bei Austrian Airlines sorgt zunehmend für Unmut in der Belegschaft. Die ÖGB-Teilgewerkschaft Vida fordert eine Neuverhandlung, denn dieses wäre unter völlig anderen Voraussetzungen als jene, die momentan der Fall sind, vereinbart worden. Beim fliegenden Personal verdienen Co-Piloten und junge Flugbegleiter bei den immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik stehenden Mitbewerbern Lauda Europe und Wizz Air mittlerweile deutlich besser als bei Austrian Airlines. Hintergrund ist, dass die Gehälter zum Teil drastisch gekürzt sind und das mit Zustimmung von Betriebsrat und Gewerkschaft. Im Rahmen des Sparpakets müssen die Bediensteten drei Jahre lang auf Teile ihrer Bezüge verzichten. Heuer gibt es zehn Prozent weniger, im kommenden Jahr um 13 Prozent weniger und im Jahr drei um sieben Prozent weniger. Offiziell ist die Rede von “Verzicht”, jedoch kann von Freiwilligkeit keine Rede sein, denn Geschäftsführung, Gewerkschaft und Betriebsrat haben dies gemeinsam als “Krisenbeitrag” beschlossen. Eine echte Einspruchsmöglichkeit für die Betroffenen bestand nicht, dennoch hat die Belegschaft mit großer Mehrheit zugestimmt. Offenbar dachten viele nur kurzfristig an den Joberhalt und nicht an die Folgewirkung ihrer Zustimmung gegenüber ihren Arbeitnehmervertretern. Mittlerweile haben einige Flugbegleiter Austrian Airlines verlassen, denn selbst für das Reinigen der Dienstkleidung muss das Personal mittlerweile selbst aufkommen. Bis zu 25 Euro pro Putzerei-Vorgang fallen an. Über das gesamte Monat gesehen kann sich ein stolzer Betrag ansammeln, was besonderes das Kabinenpersonal, das neben dem Boden-Servicemitarbeitern stark von den Lohnkürzungen betroffen ist. Kein Frühstück im Hotel, keine Crew-Meals und Uniform-Reinigung muss selbst bezahlt werden Dazu

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Armenien: Erster A320 trägt Flyarna-Livery und Crews zeigen sich in ihren Uniformen

DIe neugegründete Fluggesellschaft Flyarna hat den ersten Kurs für Flugbegleiter erfolgreich abgeschlossen. Aus diesem Anlass stellte der Carrier, an dem der Billigflieger Air Arabia mit 49 Prozent beteiligt ist, die künftigen Uniformen des Kabinenpersonals vor. Auch wurde bereits der erste Airbus A320 in die Livery des armenischen Startups umlackiert. Das erste Flugzeug der Flotte trägt noch die Interimsregistrierung OE-LAP. Diese Woche wurde der Mittelstreckenjet im tschechischen Ostrava aus dem Paintshop geschoben. Künftig wird die Maschine als ER-YRA für Flyarna in der Luft sein. Das Flugzeug ist 6,6 Jahre alt und trägt die Seriennummer 6782. Ursprünglich flog dieser Airbus A320, der sich im Eigentum von SMBC Aviation Capital für Batik Air. Fast zeitgleich wurde der erste Kurs für angehende Flugbegleiter erfolgreich abgeschlossen. Das Kabinenpersonal bekam am Ende der Ausbildung die Uniformen ausgeteilt. Flyarna nützte dies auch gleich, um mit Hilfe von Gruppenfotos die Dienstkleidung vorzustellen. Diese ist in blau gehalten und im direkten Vergleich mit anderen Airlines eher schlicht. Eigenen Angaben nach haben die ersten 20 Flugbegleiter ihren Kurs bereits abgeschlossen. Weitere Ausbildungen laufen derzeit auf Hochtouren. Flyarna erklärte auf Anfrage, dass mit die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung durch die Luftfahrtbehörde von Armenien in den nächsten Tagen erwartet. Der kommerzielle Erstflug soll dann im Mai 2022 durchgeführt werden. Der genaue Termin hängt von der offiziellen Zulassung als Fluggesellschaft ab. Flyarna ist ein Joint-Venture von Air Arabia (49 Prozent) und dem staatlichen Armenian National Interests Fund (51 Prozent). Zunächst will man mit zwei Airbus A320 abheben. Der Carrier soll als Billigflieger

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Basel: Pristina-Flugstreichungen sorgen für Ärger und Chaos

Auf dem Euroairport Basel-Mulhouse sorgt der Ausfall von mehreren Charterflügen in Richtung Pristina für Verärgerung. Beispielsweise wurden von Fly2Sky und Alk Airlines als Operating Carrier angekündigte Verbindungen kurzfristig gestrichen. Den Gründonnerstag wollten viele Menschen mit Wurzeln und/oder Verwandten bzw. Freunden im Kosovo für eine Reise nach Pristina nutzen. Die Nachfrage ist traditionell hoch, so dass es einige Charterflüge gibt. Allerdings sind jene, die von Fly2Sky und Alk Airlines durchgeführt werden sollten, ersatzlos gestrichen wurden. Die Umbuchung auf Verbindungen anderer Fluggesellschaften soll nach Angaben von Betroffenen nicht möglich gewesen sein, da diese komplett ausgebucht waren. Im Bereich der Check-In-Schalter des Euroairports soll es chaotischen Szenen gekommen sein, denn die Passagiere mit gültigen Tickets wollten reisen, jedoch soll das Bodenpersonal nur die Information gehabt haben, dass die Flüge nicht stattfinden werden. Nach und nach baute sich eine Mischung aus Wut und Verzweiflung auf. Weder der Flughafen noch die beiden Airlines wollten Angaben zu den Gründen der Streichungen machen. Alk Airlines hat auch die Pristina-Flüge für die nächsten Tage abgesagt. Auch die Auftraggeber der Charterflüge hüllen sich in Schweigen und verweisen auf die Operating-Carrier, die wiederum der Ansicht sind, dass die beiden Operating Carrier der richtige Ansprechpartner sein sollen. Letztlich entsteht der Eindruck, dass niemand die Verantwortung dafür übernehmen möchte, dass hunderte Reisende ihre bezahlten Flüge nach Pristina nicht antreten können. Der Flughafen Basel-Mulhouse wurde eigenen Angaben nach weder von den Reisebüros, die die Flugzeuge gechartet haben, noch von den Operating Carriern über die Gründe der Absagen informiert. Man weiß lediglich, dass nicht

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Flughafen Wien: Zoll beschlagnahmt 1.140 E-Zigaretten

Der österreichische Zoll führte bei einer am Flughafen Wien ansässigen Spedition Paketkontrollen durch und fand in an Privatpersonen adressierten Warensendungen stolze 1.140  Stück E-Zigaretten verschiedener Geschmacksrichtungen. Das Finanzministerium geht davon aus, dass es sich nicht um Waren für den Privatgebrauch handelt, sondern dass durch das Aufsplitten auf zahlreiche Einzelsendungen das Versandhandelsverbot für Tabakwaren und Einfuhrzölle umgangen werden sollten. Die am Flughafen Wien tätigen Zöllner wurden erstmals Anfang März 2022 fündig, beschlagnahmte 900 Stück und dem nicht genug: Anfang April stießen die Zöllnerinnen und Zöllner auf eine weitere Sendung mit rund 140 E-Zigaretten. Bei den beschlagnahmten Produkten handelt es sich um rauchfertige Einweg-E-Zigaretten mit einem geschätzten Warenwert zwischen 5 und 10 Euro pro Stück. Trotz der Adressierung der Sendungen an Privatpersonen, ist aufgrund der Warenmengen davon auszugehen, dass die E-Zigaretten in Österreich hätten verkauft werden sollen. Durch das aufmerksame Handeln der Zollorgane konnten die illegal eingeführten Waren jedoch beschlagnahmt werden. „Unsere Zöllnerinnen und Zöllner haben damit wieder ihr Können und ihren Einsatz bewiesen. Durch ihre gewissenhafte Arbeit tragen sie jeden Tag zum Schutz unseres Wirtschaftsstandortes, aber auch der Menschen in Österreich bei. Diese Fälle zeigen das sehr eindrücklich: Wettbewerbsverzerrung und der Handel mit illegal eingeführten Waren konnten verhindert werden, gleichzeitig wurden auch die Verbraucherinnen und Verbraucher vor diesen Waren geschützt. Denn das Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz verbietet den Versandhandel mit Tabakwaren nicht ohne Grund. Jugendliche und Erwachsene können so nicht ausreichend geschützt werden, da weder das Alter der Konsumenten kontrollierbar ist, noch, ob die Produkte nicht andere gesundheitsschädliche Komponenten, über

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