Smartphone unter Palmen am Strand (Foto: Unsplash/Ragnar Vorel).
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Automatische Mobilbox kann im Urlaub teuer werden

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Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AK NÖ) warnt vor unerwartet hohen Roaming-Kosten im Ausland, die selbst bei deaktiviertem Datenroaming entstehen können. Ein aktueller Fall aus dem Bezirk St. Pölten zeigt, daß die Mobilbox zur Kostenfalle werden kann. Eine Urlauberin sah sich nach einer Ägyptenreise mit einer Rechnung von 850 Euro konfrontiert, obwohl sie das Datenroaming vorsorglich ausgeschaltet hatte. Die AK NÖ konnte in diesem Fall eine Reduzierung der Forderung um 90 Prozent erwirken, so daß aus 850 Euro schließlich 85 Euro wurden.

Markus Wieser, Präsident der AK Niederösterreich und ÖGB NÖ-Vorsitzender, hob die Bedeutung der Konsumentenberatung hervor: „Zum Glück kam die Frau zu uns.“ Der Fall verdeutlicht ein weitverbreitetes Problem: Viele Reisende wissen nicht, daß auch unbeantwortete Anrufe im Ausland außerhalb der Europäischen Union (EU) erhebliche Kosten verursachen können, wenn sie auf der Mobilbox landen. Dies liegt daran, daß der Anruf vom österreichischen Netzbetreiber ins Urlaubsland weitergeleitet wird. Wird der Anruf nicht angenommen und landet in der Mobilbox, entstehen doppelte Roaming-Kosten: einmal für die Weiterleitung ins Ausland und einmal für das Speichern auf der Box. Das Abhören der Mobilbox im Ausland kostet zudem extra.

Innerhalb der EU sowie in Norwegen, Liechtenstein und Island gilt das sogenannte „Roam like at home“-Prinzip, welches die Nutzung eines Teils des inkludierten Datenvolumens ohne Zusatzkosten erlaubt. Außerhalb dieser Zone, etwa in Ländern wie der Türkei, Ägypten oder der Schweiz, gelten jedoch andere Regeln. Die AK rät dringend, vor Reisen in diese Länder das Roaming zu deaktivieren. Zwar gibt es Schutzmechanismen wie eine Info-SMS des Netzbetreibers über die Konditionen und eine automatische Sperre nach Erreichen von 60 Euro Kosten für Datenroaming, diese greifen jedoch nur, wenn die Dienste nicht vom Nutzer deaktiviert wurden.

Um sich vor solchen Kostenfallen zu schützen, empfiehlt die AK NÖ, sich vor jeder Reise über die geltenden Bedingungen im Reiseland und die Roaming-Optionen des eigenen Tarifs zu informieren. Besonders wichtig ist die Deaktivierung der Mobilbox für die Dauer der Reise in Nicht-EU-Länder, am einfachsten durch den Anruf der Kurzwahl ##002#. Alternativ kann die Mobilbox auch über die Einstellungen des Smartphones oder die Hotline des Netzbetreibers ausgeschaltet werden. Zudem wird geraten, Datenroaming bereits in Österreich zu deaktivieren und im Urlaub kostenlose WLAN-Netzwerke zu nutzen, wobei auf die Sicherheit unverschlüsselter Netze zu achten ist. Eine weitere Kostenfalle stellen Mobilfunkverbindungen auf Schiffen und Fähren dar, wo „Roam like at home“ ebenfalls nicht gilt und hohe Kosten entstehen können, weshalb dort Mobilbox und Roaming ebenfalls deaktiviert werden sollten.

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