Die Fluggesellschaft Avanti Air hat den regulären Flugbetrieb am Bodensee-Airport Friedrichshafen im Auftrag ihres neuen Vertragspartners Air Uniqon offiziell gestartet. In der Anfangsphase kam für die ersten Verbindungen das Flugzeug mit der Kennung D-AASG zum Einsatz, welches noch die standardmäßige Lackierung von Avanti Air trägt.
Grund für diese kurzzeitige Abweichung vom ursprünglichen Einsatzplan war eine Verzögerung bei der Fertigstellung der speziellen optischen Gestaltung des eigentlich vorgesehenen Flugzeugs. Seit dem 19. Januar 2026 ist nun jedoch die Maschine mit der Registrierung D-AASH im Dienst, die das Branding von Air Uniqon inklusive eines markanten Schriftzugs und eines großen Buchstabens „Q“ auf dem Rumpf trägt. Lediglich das Leitwerk behält weiterhin das Firmenlogo des Betreibers Avanti Air bei.
Zusätzliche Branchenrecherchen ergeben, dass die eingesetzte De Havilland Canada Dash 8-400 eine Schlüsselrolle in der Expansionsstrategie des virtuellen Anbieters Air Uniqon spielt. Das Unternehmen nutzt das Flugzeug im Rahmen eines sogenannten Wet-Lease-Abkommens, bei dem Avanti Air sowohl das Gerät als auch die Besatzung und die technische Wartung stellt. Die Dash 8-400 ist am Flughafen Friedrichshafen fest stationiert, um von dort aus wichtige europäische Wirtschaftszentren und Nischenziele zu bedienen, die für größere Jet-Flugzeuge weniger rentabel sind. Der Regionalflughafen Friedrichshafen versucht durch solche Kooperationen, sein Streckennetz nach den Rückgängen der letzten Jahre wieder zu stabilisieren und die Attraktivität des Standorts für Geschäftsreisende aus dem Dreiländereck zu erhöhen.
Die technische Einsatzbereitschaft der Flotte wird durch die Wartungsbasis von Avanti Air sichergestellt, die auf diesen Turboprop-Typ spezialisiert ist. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Dash 8-400 durch ihre hohe Geschwindigkeit und Effizienz auf Kurzstrecken besonders für den Regionalverkehr geeignet ist. Air Uniqon plant, durch die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Operator Avanti Air eine hohe Zuverlässigkeit im Flugplan zu gewährleisten. Die Verzögerung bei der Lackierung der D-AASH im zuständigen Wartungsbetrieb war auf Lieferengpässe bei speziellen Farbstoffen und eine hohe Auslastung der Lackierhallen zurückzuführen, konnte jedoch pünktlich zur ersten vollen Betriebswoche im Januar behoben werden.
Wirtschaftlich betrachtet stellt die Stationierung der Maschine in Friedrichshafen eine wichtige Investition in die regionale Infrastruktur dar. Der Bodensee-Airport konnte damit eine Kapazitätslücke füllen, die durch den Rückzug anderer Regionalfluglinien entstanden war. Für Avanti Air bedeutet der Auftrag eine weitere Diversifizierung des Kundenportfolios, da die Airline neben Charterflügen für Sportmannschaften und Firmen nun wieder verstärkt im Linienersatzverkehr für spezialisierte Anbieter tätig ist. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Nachfrage auf den neuen Strecken ab Friedrichshafen auf das stabilisierte Angebot mit dem nun vollständig markierten Flugzeug reagiert.