B777-Impfaktion: Nur 200 von 300 Impfungen wurden abgeholt

Impfungen an Bord einer Boeing 777 (Foto: Austrian Airlines AG).
Impfungen an Bord einer Boeing 777 (Foto: Austrian Airlines AG).

B777-Impfaktion: Nur 200 von 300 Impfungen wurden abgeholt

Impfungen an Bord einer Boeing 777 (Foto: Austrian Airlines AG).
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Am Samstag konnten sich Interessierte in einer Boeing 777 der Austrian Airlines impfen lassen. Kapazität hatte mit für 300 Impfungen, jedoch konnte man davon lediglich rund 200 Stück verimpfen. Die Folge daraus: Die Initiatoren sind auf rund einem Drittel sitzen geblieben. Dennoch bezeichnet man den Impftag als „vollen Erfolg“.

Der Umstand, dass sich das Rote Kreuz Niederösterreich, die Flughafen Wien AG und Austrian Airlines AG zusammengetan haben und eine außergewöhnliche Impfaktion in einem Langstreckenflugzeug organisiert haben, ist grundsätzlich eine absolut lobenswerte und gute Sache. Allerdings hätte es hinsichtlich der optimalen Ausnutzung von Angebot und Nachfrage der „Kapazität“ noch rund ein Drittel Luft nach oben gegeben. Von einem „durchstechenden“ Erfolg hätte man daher sprechen können, wenn man zumindest alle 300 Spritzen verimpfen hätte können. Dennoch: Immerhin haben sich knapp 200 Menschen impfen lassen und das ist ein kleiner, aber wichtiger Puzzleteil in der Pandemiebekämpfung.

Selbstredend haben sich auch Flughafenvorstand Julian Jäger und AUA-Chef Alexis von Hoensbroech eine Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins verabreichen lassen. Die beiden Manager gingen mit gutem Beispiel voran, denn weder bei der Flughafen Wien AG noch bei Austrian Airlines AG gibt es eine Impfpflicht. Beide Konzerne setzen auf Freiwilligkeit der Mitarbeiter und konnten bislang respektable Durchimpfungsraten erzielen.

„Wir sind überwältigt, dass unser Angebot zur Impfung von so vielen Personen angenommen wurde und wir mit dieser Aktion nicht nur ein einzigartiges Erlebnis bieten, sondern auch einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten konnten. Nun heißt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen, denn nur eine rasch zunehmende Durchimpfungsrate wird uns die Freiheiten wiedergeben, die wir uns alle so sehr wünschen“, so Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech und weiter: „Danke an das engagierte Organisationsteam und an unsere Kooperationspartner, die diese Impfaktion binnen weniger Stunden auf die Beine gestellt haben. Gemeinsam können wir das Virus eindämmen, nur mit der Impfung fliegen wir aus der Pandemie.“

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind und sich am Flughafen im AUA-Flugzeug eine COVID-19-Impfung geholt haben. Nur mit einer hohen Durchimpfungsrate werden wir diese Pandemie in den Griff bekommen. Ich bedanke mich bei Austrian Airlines und dem Roten Kreuz, sowie allen Kolleginnen und Kollegen vom Flughafen Wien, dass sie diese Aktion so kurzfristig und gut auf die Beine gestellt haben“, so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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